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Übersicht von Funchal
Die Inselhauptstadt von Madeira bekam den Namen Funchal wegen der vielen Fenchelpflanzen, die bei der Entdeckung des Madeira Archipels hier vorgefunden wurden. Durch die Lage an der Südküste befindet man sich in Funchal beim Urlaub im Sommer auf der Sonnenseite der Insel. In den Bergregionen ist ganzjährig mit mehr Bewölkung zu rechnen.
Die Stadt lässt sich in vier Zonen einteilen. Die Altstadtzone liegt am östlichsten Rand Funchals. Dieses Gebiet zieht sich bis zur Festung Forte de São Tiago. Am anderen westlichen Ende befindet sich der touristische Bereich der Stadt mit den meisten Hotelanlagen, zahlreiche Autovermietungen und Tourbusunternehmen. Zwischen Altstadt und der Touristenzone, getrennt durch die große Parkanlage Parque de Santa Catarina, liegt das Stadtzentrum von Funchal mit dem Hafenbecken und der Strandprommenade. Die Fußgängerzone wurde kunstvoll abwechselnd mit weißen und schwarzen Pflastersteinen gestaltet. Hier befindet man sich in einem der lebhaftesten Bereiche von Funchal. Hinter dem Stadtzentrum beginnt der vierte Bereich, ein Wohngebiet, welches den Hügel bis zur Festung Fortaleza do Pico eingenommen hat. Von der Festung aus hat man einen sehr schönen Panoramablick auf die Stadt Funchal, das Meer und den Hafen.
So wie auf Madeira das Stichwort Blumeninsel passt, kann Funchal als Blumenstadt bezeichnet werden. Das ganze Jahr über verkaufen Blumenfrauen in bunter Tracht Orchideen, Strelizien und andere exotische Pflanzen. Zum Höhepunkt des Jahres, dem Blumenfest der Stadt, verwandelt sich ganz Funchal in eine farbenprächtige Blütenwiese und die Teilnehmer, vor allem Kinder, in wandelnde Pflanzen. Generell verfügt Funchal über viele Parks - grüne Lungen der Stadt -, die nicht nur für ein gutes Klima sorgen, sondern als auch Orte der Ruhe und Entspannung fungieren. Egal wo man sich in der Stadt aufhält, die nächste Park- oder Gartenanlage mit Bänken oder sogar Spielplätzen für Kinder ist meist nicht weit entfernt. Gerade nach einem langen Museumsbesuch eignen sich die Parkanlagen zum Einlegen einer kleinen Pause. Kulturell Interessierte können sich in diversen Museen über die Geschichte der Insel und Stadt informieren und für Antiquitätsliebhaber gibt es antike Möbelstücke sowie Gemälde aus privaten Sammlungen zu bestaunen. Für das leibliche Wohl sorgen verschiedenste Lokalitäten mit sowohl einheimischer als auch internationaler Küche.
Zur West- als auch Ostküste besteht eine gute Verkehrsanbindung, es verkehren regelmäßig Busse allerdings mit Einschränkungen am Wochenende. Der Nordosten der Insel ist von Funchal aus ebenso gut erreichbar. Drei Hauptverkehrsadern, kommend aus dem Westen, Osten und Norden, vereinen sich im Herzen der Stadt an der Schnittstellte des Zentrums und der Altstadt am Kreisverkehr Praça da Autonomia. Dieser befindet sich direkt an der Hafenpromenade. Von hier aus kann man die Betriebsamkeits des Hafens gut überblicken. Es gibt eine Fährverbindung zum Festland und einmal in der Woche pendelt eine Fähre zwischen den Kanaren und Madeira. Im Sommer legt das Schiff zur Nachbarinsel Porto Santo täglich ab, wodurch sich ein Stadt- und Wanderurlaub auf Madeira gleich noch mit Badeurlaub am goldgelben Strand von Porto Santo kombinieren lässt.
Geschichte/Gründung
Zur Hauptinsel Madeira gehört noch die kleinere Insel Porto Santo sowie die beiden unbewohnten Inseln namens Ilhas Desertas und die Ilhas Selvagens. Die ersten Aufzeichnungen Madeiras auf Seekarten stammen aus Mitte des 14. Jahrhunderts. Bis zum ersten mal portugiesische Seefahrer die Insel betraten musste fast noch ein weiteres Jahrhundert vergehen. Ein Sturm führte dazu, dass die beiden Seefahrer João Goncalves Zarco und Tristao Vaz Teixeira im Jahr 1418 durch Zufall auf der zu Madeira zugehörigen Insel Porto Santo (Heiliger Hafen) strandeten. Vermutlich ist es dem traumhaft langen, goldenen Strand Porto Santos zuzuschreiben, dass es nochmal ein Jahr dauerte, bis die ersten europäischen Schritte auf Madeira getan wurden. Für Schiffe, die in Richtung Afrika und Südamerika unterwegs waren, wurde Madeira zur perfekten Zwischenstation, um sich nochmal mit Waren und Lebensmitteln einzudecken. Der Anbau von Weizen brachte den wirtschafltichen Aufschwung, später konzentrierte man sich mehr auf Zuckerrohr, das sogennante weiße Gold. Dies waren somit auch goldene Zeiten für die Insel, auch Kolumbus beteiligte sich am Geschäft mit Zucker. Als der Zuckerrohrhandel in Brasilien zu blühen begann, wurde die Zuckerproduktion auf Madeira nach und nach eingstellt und dem bekannten Madeirawein kam mehr Bedeutung zu.
Vor der Stadtgründung 1421 musste das heutige Stadtgebiet durch Brandrodungen zugänglich gemacht werden. Funchal verfügt über einen tiefen, natürlichen Hafen, der zur Entwicklung der Stadt beigetragen hat. Im 16. Jahrhundert wurde Funchal zum Bischofsitz ernannt. Im Jahr 1748 wurde die Insel von einem Erdbeben heimgesucht, welches in der Hauptstadt die Zerstörung vieler Gebäude mit sich brachte. Ein paar Jahrzehnte später, 1803, wurde Funchal bei einer Überschwemmung fast dem Erdboden gleich gemacht und viele Menschen fanden in den Fluten den Tod. Daraufhin wurden 3 Kanäle durch die Stadt gebaut, um ein weiteres Unglück zu verhindern. Dennoch konnte dieser Präventionsversuch 2010 nicht verhindern, dass nach Tagen des Starkregens erhebliche Schäden durch die Wassermassen entstanden.
Wirtschaft
Die Wirtschaft Funchals wird vor allem vom Tourismus bestimmt. Ganze 75% der Insulaner arbeiten im Tourismussektor. Dies äußert sich in Funchal durch die dort vielfach angesiedelten Souvenirläden, in denen Stickereien, Tischdecken, Porzellan und Korbwaren verkauft werden. Im Stadtkern gibt es viele Restaurants und gemütliche Cafés, die es den Urlaubern unter anderem mit mehrsprachigen Speisekarten einfacher machen. Am Rande der Stadt Richtung Hafen befinden sich die meisten Hotels und Ferienanlagen. Praktischerweise haben sich hier auch sämtliche Autovermietungen und Tourbusunternehmen angesiedelt.
Kultur und Einwohner
Im 19 Jahrhundert verzauberte Madeira hauptsächlich Adlige und reiche englische Familien. Heutzutage werden tausende Besucher von den Gärten Funchals als auch den vielfältigen kulturellen als auch gastronomischen Angeboten angelockt.
Wie für die Atlantikinsel nicht anders zu erwarten sind Meeresfrüchte und Fisch ein fester Bestandteil der traditionellen Küche. Zu besonderen Anlässen gibt es gegrillte Napfschnecken mit viel Knoblauch und Zitrone und der schwarze Degenfisch, Espada genannt, wird als Filet mit Banane serviert. Espetada, nicht zu verwechseln mit dem Fisch Espada, ist ein traditonelles Fleischgericht, bestehend aus Rindfleischstücken am Spieß. Das gastronomische Angebot in Funchal reicht über die traditionelle, regionale Küche bis zur internationalen Küche hinaus. Bei Festen sollte man sich das Bolo do Caco, ein traditionelles Weizenmehlbrot, oft mit Knoblauchbutter verfeinert, nicht entgehen lassen. Im Herbst ist die Luft an vielen Stellen von einem leichten Röstaroma erfüllt – die Zeit der Maronen hat begonnen. Kleine, mobile Budenbesitzer verkaufen dann von September bis Dezember mit Holzkohle geröstete Esskastanien. Abgesehen von der Küche Madeiras kommt dem Madeirawein eine große Bedeutung zu. In den Restaurants kommt er nicht nur als Getränk sondern auch in Form der Madeirasoße in Einsatz.
Mehr über das feine Tröpfchen lässt sich im Madeira Weinmuseum und Madeira Weininstitut erfahren. Dort wird den Besuchern die Geschichte und Produktion des Weines näher gebracht. Besonders auf Historik bezogen bieten die Museen in Funchal eine breite Auswahl an Thematiken zum Beispiel bezüglich des Zuckerhandels, Stickereien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, der Naturgeschichte und der Geschichte der Insel allgemein. Andere Interessensgruppen werden vom Elektrizitätsmuseum, dem Militärmuseum oder von den Kunstmuseen angezogen.
Nach einem langen Museumsbesuch bietet es sich gerade zu an, in einem der Gärten Funchals zu entspannen. Mit viel Liebe werden die Gärten gepflegt und laden zum Entspannen ein. Oftmals sind Gärten wie kleine Erlebnisinseln aufgebaut mit Kurzbeschreibungen auf Infotäfelchen zu verschiedenen Pflanzen. Um sich die Blumenpracht in die eigenen vier Wände zu bringen ist man gut beraten zur Markthalle Mercado des Lavradores zu gehen. Dort und auch an anderen Stellen in der Stadt haben Blumenfrauen in typisch madeirischer Tracht ihren Stand aufgebaut und verkaufen Blumen in allen erdenklichen Farben und Formen. Das Wahrzeichen Madeiras, die Strelizie, darf dabei nicht fehlen. Wenn das Wochenende naht herrscht in der Markhalle das größte Treiben. Die Bauern aus dem Hinterland bieten ihre Erzeugnisse an: frisches Gemüse, Obst, Kräuter und in großen Ketten aufgereite, getrocknete Chilis. Leicht abgetrennt vom Bauernmarkt findet der Fischmarkt statt mit einem großen Angebot an frischem Fisch und Meeresfrüchten.
Die Vorfahren der meisten Madeirer gehörten der Landbevölkerung an. Da die Dörfer lange Zeit durch die Berge voneinander abgeschnitten waren kam erst spät das Gefühl des Zusammenseins, das Gefühl eine große Gemeinschaft der Madeirer und Madeirerinnen zu sein, auf. Spürbar war stets die Trennung von Stadt beziehungsweise von Funchal und dem Land. Wie in allen anderen Metropolregionen der Welt zieht es die jungen Menschen in die Stadt zu einem vergnüglicheren, schnelleren und hoffentlich besseren Leben. Was die Inselbewohner aber stets über alle Hindernisse hinweg gemeinsam haben ist ihr Glaube. Weniger als 1% des Volkes gehören nicht der römisch-katholischen Kirche an. Und ihre Religion wissen sie auch zu feiern, zum Beispiel wenn Skt. Johann oder Skt. Peter gehuldigt werden. Auch wenn sich das Wetter im Dezember nicht von der sonnigsten Seite zeigt, lohnt es sich trotzdem Funchal zur Weihnachtszeit zu besuchen. Die Straßen sind dekoriert und die ganze Stadt leuchtet in hellem Schein. Aber nicht nur religiöse Feste stehen im Mittelpunkt. Der Karneval wird ausgiebig gefeiert und zum Blumenfest Ende April / Anfang Mai verwandelt sich Funchal in ein farbenprächtiges Meer aus Blumen. Die Umzugswägen, die durch die Stadt rollen, sind über und über kunstvoll mit Blumen geschmückt. An Lebensfreude fehlt es hier in keiner Weise.
Lage und Vegetation
Die Hauptstadt Madeiras befindet sich an der Südküste der Insel und ist daher eine gute Ausgangslage für Ausflüge in den Westen, den Osten und die Inselmitte. Wenige Meter nach dem Hafenbecken und der ebenen Strandprommenade klettert sich die Stadt immer weiter den Hang hinauf. Freunde des Wassersports können vom Naturhafen aus in See stechen und Wanderlustige haben einen anspruchsvollen Weg vor sich liegen, wenn sie bis zum 8km über Funchal liegenden Monte vordringen möchten. Von dort aus bietet sich dem Besucher eine tolle Aussicht auf Funchal und das Meer.
Das Klima ist subtropischer als im regnerischen Norden sodass es selbst im November schwüle Tage geben kann. Wie ganz Madeira kleidet sich auch Funchal an so vielen Stellen wie möglich in sattes Grün. Vielerlei Gärten, wie zum Beispiel der Stadt- und Orchideengarten und der tropischen Garten, laden zur Erholung ein. Im Jahr 2000 wurde Funchal sogar für seine Grünanlagen beim Wettbewerb „Blühende Städte und Dörfer“ mit einer Goldmedaille geehrt. Jedoch hat sich Madeira schon vorher als Blumeninsel einen Namen gemacht mit der Strelizie als Wahrzeichen.
Anfahrt
Durch die Hafenlage ist Funchal direkt über Fährverbindungen mit dem Festland Portugals verbunden. Die Fähre legt in Portugal in Portimão ab. Zusätzlich verkehrt einmal in der Woche eine Fähre zwischen Madeira und den Kanaren (Teneriffa und Gran Canaria) und täglich legt die Fähre zur Nachbarinsel Porto Santo ab.
Die meisten Inselbesucher reisen jedoch per Flugzeug an. Der Flughafen liegt etwa 16 Kilometer östlich von Funchal an der Küste. Mit dem Bau der neuen Landebahn erhielten die Ingenieure den Outstanding Structure Award, eine Auszeichnung für besonders einfallsreiche, originelle Bauwerke. Zwischen dem Flughafen und Madeiras Hauptstadt besteht eine gut ausgebaute Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Aerobus pendelt in regelmäßigen Abständen zwischen Flughafen und Hauptstadt. Von dem Busunternehmen SAM, welches von Funchal aus die Osthälfte der Insel abfährt, zum Beispiel Santa Cruz, Machico, Caniçal, Failal..., machen folgende Linien am Flughafen halt: Linie 20, 53, 78, 113 und 208.
Von der Busgesellschaft Rodoeste wird vor allem der Süd-Westliche Teil der Insel abgedeckt (Câmara de Lobos bis Achadas do Cruz) als auch die wichtigen Städte im Norden (Porto Moinz bis São Jorge).
Der Serviçio Interurbano fährt ebenso wie SAM die Ostküste ab, allerdings nur bis Machico dafür aber tiefer bis ins Hinterland von Funchal nach Camacha bis Santo da Serra. Im Norden werden die Orte von Arco de São Jorge bis Porto da Cruz über Ribeiro Frio angefahren. Die Linie 81 fährt zusätzlich noch von Funchal bis Curral das Freiras und Faja Escura in die Inselmitte.
Touristenbüro
Das zentral gelegene Touristenbüro Funchals sollte vor einem Insel- oder Stadtbesuch unbedingt aufgesucht werden. Dort bekommen Sie Karten, sowohl von der ganzen Insel als auch eine detaillierte Stadtkarte. Es liegen Informationen und Flyer zu diversen Aktivitäten, organisierten Reisen aus, sowohl für den kleinen als auch größeren Geldbeutel. Weiterhin kann man sich sowohl Informationen über die Busunternehmen einholen also auch über einige Autovermietungen und es gibt eine praktische kleine Infobroschüre mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Wochenende und Feiertage: 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Adresse:
Arriaga Avenue, Funchal
Telefonnummer: 00351 291 211 902