-
Spanien
-
Kanarische Inseln
- El Hierro
- Fuerteventura
- Gran Canaria
- La Gomera
- La Palma
- Lanzarote
- Teneriffa
- Caleta de Fuste
- Corralejo
- Costa Calma
- Isla de los Lobos
- Morro Jable
- Tarajalejo
- Jandía
- Fañabé
- Caleta de Famara
- Santa Cruz de Tenerife
- Costa Teguise
- La Orotava
- Puerto Calero
- El Médano
- Puerto de Mogán
- Playa Blanca
- Masca
- San Bartolomé de Tirajana
- Puerto del Carmen
- Los Gigantes
- Maspalomas
- San Cristóbal de La Laguna
- Las Palmas de Gran Canaria
- Playa de las Americas
- Playa del Inglés
- Teide Nationalpark
- San Agustín
- Los Realejos
- Taurito
- Las Galletas
- Anaga
- Adeje
- Puerto de la Cruz
- Los Cristianos
- Garachico
- Balearen Inseln
-
Kanarische Inseln
- Portugal
- Malta, Republik
- Italien
Vilaflor
Übersicht
Vilaflor ist der höchstgelegene Ort Spaniens. 1.400 Meter über dem Atlantik, am Rande des Teide Nationalparks gelegen, ist Vilaflor eine ganz besondere Gemeinde. "Ví la flor" heißt ins Deutsche übersetzt "Ich sah die Blume". Den Namen hat das höchst gelegene Dorf Teneriffas von einer Legende bekommen. Es wird erzählt, dass ein Eroberer eine schöne Ureinwohnerin im Wald verschwinden sah und darauf sagte: Ich sah die Blume!
Zwischen grünem Kiefernwald findet man ein ganz anderes Teneriffa vor. In entspannter, idyllischer Umgebung ist der Lärm der Küstenregionen weit weg.
Ob romantische Stunden bei einem Wein auf der Plaza des Örtchens, Spaziergänge im Wald oder ein Ausflug hoch zum Teide: Wer das ruhige Leben mag, wird Vilaflor lieben. Gastfreundliche Menschen, ein wunderschöner Ausblick und die tolle Luftqualität sind weitere Gründe Vilaflor zu besuchen.
Vilaflor ist vor allem für seinen schmackhaften Wein und seine sprudelnden Mineralwasserquellen bekannt. Das bekannte Fuente Alta-Wasser wird hier abgefüllt.
Das Zentrum des Dorfes ist die Plaza von Vilaflor, an der man in einem Straßencafé den Müßiggang genießen und die Eindrücke auf sich wirken lassen kann. Gastfreundlich bewirten die Bergbewohner jeden Besucher, der sich auf den Weg gemacht hat, auch diesen Aspekt des kanarischen Lebens zu erkunden.
Geschichte/Gründung
Schon im 16. Jahrhundert hieß die Gemeinde Vilaflor. Früher wurde hier Landwirtschaft betrieben und die zwei Mineralquellen verhalfen dem Ort zu wirtschaftlichem Erfolg. Der Legende nach bekam Vilaflor seinen Namen als ein spanischer Eroberer eine schöne Ureinwohnerin sah und erzählte: "Ich sah die Blume!"
Wirtschaft
Neben dem Tourismus sind die Mineralquellen Pinalto und Fuente Alta die Haupteinnahmequelle Vilaflors. Handgemachtes Kunsthandwerk und selbstgemachte Kekse aus Mandeln und Honig werden hier Verkauft, was ein drittes Standbein des kleinen Ortes darstellt.
Das Abfüllen des Wassers aus den Quellen ist eine weit zurückreichende Beschäftigung, der die Einwohner Vilaflors schone sehr lange nachgehen. Das Wasser ist mineralstoffreich und kann hier natürlich auch gekauft werden. Die beiden Quellen sind die wichtigsten Trinkwasserlieferanten Teneriffas.
Der Tourismus lebt von den durchreisenden Besuchern, die auf dem Weg zum Teide Nationalpark oder zur Mondlandschaft Paisaje Lunar sind.
Terassenfelder umgeben den Ort. Viele werden zwar nicht bewirtschaftet, aber der Anbau von Wein, Kartoffel, Tomaten und Getreide ist immer noch eine wichtige Verdienstquelle für die hiesigen Bauern.
Wenn im Januar und Februar die Mandelbäume in Vilaflor blühen, ist die Gegend noch anziehender für Touristen. Dann wirkt das strahlende Weiß und Rosa der Blüten in Vilaflor wie ein Zauber, der die Bergidylle noch schöner macht
Lage/Vegetation
Vilaflor ist die höchstgelegene Stadt Teneriffas (1.400 Meter) und da sie das ganze Jahr bewohnt wird, besitzt der Ort den Rang der höchstgelegenen Stadt Spaniens. Der Ort hat eine Fläche von 56,26 Quadratkilometer und etwa 1800 Einwohner.
Die Luft dort oben ist extrem rein und wird daher Lungenkranken als Kurort empfohlen. Wanderungen zur Pasaje Lunar oder den Cañadas starten häufig von hier.
Die kanarische Pinie wächst hier und einige besonders prächtige Bäume wachsen oberhalb des Ortes. Mit 45 Meter Höhe und einem Stammdurchmesser von bis zu 3 Metern nehmen die Pinien rekordverdächtige Ausmaße an.
Die Aussicht vom Nordhang über Gesteinsformationen aus Lava ist überwältigend. Neben den Baumriesen kann man hier auch einige Terassenfelder entdecken.
Trotz des geringen Niederschlags in Vilaflor wird hier intensiv Landwirtschaft betrieben. Die Felder wurden südlich des Ortes in Richtung San Miguel angelegt. Kartoffeln, Getreide, Wein und Tomaten werden hier angebaut.
Wenn im Frühjahr der Goldmohn, die Mandelblüten und Margeriten blühen, wird der Ort in ein Meer von Farben getaucht. Der Zauber der Blüten entlang der niedrigen Felsmauern ist wunderschön. Eine Pflanze, die einem Natternkopf ähnelt und die so nur auf Teneriffa existiert, blüht rot oder blau und kann über 2 Meter hoch werden. Die sogenannte Tajinaste blüht im Juni.
Wer Vilaflor nicht nur als Tagesgast besucht, sondern hier übernachtet, kann Teneriffa auf eine spezielle Art kennenlernen. Die Nächte sind kühl bis kalt und im Winter vereisen hier auch mal die Autoscheiben.
Anfahrt
Es empfiehlt sich ein Mietauto zu haben, um die Umgebung um Vilaflor zu erkunden. Die Fahrt von Granadilla de Abona aus führt über die TF 821 Serpentinen über ein Hochplateau.
Der Ort liegt an der TF-821 im südlichen Teil der Insel.
Mit dem Bus: 342 Playa de Las Americas - El Portillo, 474 Granadilla – La Escalona, 482 Los Christanos – Vilaflor
Sehenswürdigkeiten
Vilaflor liegt nur wenige Kilometer vom Pico del Teide entfernt. Das Gebiet um den höchsten Berg Spaniens wurde als Nationalpark ausgewiesen und von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Die Paisaje Lunar und der Pino Gordo sind weitere natürliche Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Bergdorfs. Darüber hinaus ist auch kulturell etwas geboten. Neben Kirchen und Kapellen gibt es auch ein Museum, das die Ureinwohner der Insel beleuchtet, ein Kunsthandwerksmarkt und eine Statue zum Gedenken an den heiligen Pedro.
Mirador San Roque
Die kleine Kapelle steht im Ortskern von Vilaflor. In ihrer Nähe entsteht der ökologische Freizeitpark Museo Guanche.
Centro de Artesania
Die berühmtesten Kunsthandwerkerinnen Teneriffas stammen aus Vilaflor. Stickereien, Schnitzereien und Töpferware sind die Spezialgebiete der geschickten Frauen. Im Zentrum kann man diese Kunstwerke erwerben.
Pino Gordo
Die Pino Gordo ist die größte Kiefer der gesamten Insel. Sie hat einen Drillingsstamm und ist mit einer Höhe von 45 Metern und einem Umfang von 11 Metern sehr beeindruckend. Viele Touristen machen hier Fotos als Erinnerung. Die Artenvielfalt der Kiefernwälder um Vilaflor lockt Naturbegeisterte jeden Alters an.
Mirador del Pino Gordo
Ein sehr beliebter Aussichtspunkt, der einen Panoramablick über die Insel bietet. Direkt neben dem Aussichtspunkt befindet sich die Pino Gordo.
Paisaje Lunar
Oberhalb von Vilaflor und nur zu Fuß erreichbar liegt die Mondlandschaft Paisaje Lunar – eine beeindruckende Formation aus hellen Tuffsteinkegeln.
Museo Guanche
In diesem ökologischen Freizeitpark findet man Informationen über die Ureinwohner der Insel: die Guanchen. Das Wort Guanchen setzt sich aus dem Wort Guan: Mensch und Chinet: Teneriffa ab.
San Pedro
Der kanarische Bau der Kirche mit seinen drei Schiffen stammt aus dem 17. Jahrhundert.
In seinem Inneren kann man kanarische Holzschnitzkunst bewundern. Im nahegelgenen Kloster wohnen einige Ordensfrauen, die sich um die Kirche kümmern. Sie bemühen sich auch um den Erhalt der Alabasterstatue des heiligen Petrus. Von Außen wirkt die Kirche eher bescheiden und ist deshalb umso beeindruckender, wenn man sie betritt.
Padre Pedro
Auf der Plaza von Vilaflor steht eine Statue des Padre Pedro. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Padre Pedro in Vilaflor geboren und verließ dann die Insel, um als Missionar in Guatemala aktiv Hilfe zu leisten. Aufgrund seines Tatendranges wurde er mittlerweile heilig gesprochen. Oleanderbüsche runden das Bild der Statue ab.
Teide
Es bietet sich an, einen Besuch in Vilaflor mit dem Besuch des Teide-Nationalparks zu verbinden, denn die Bergstraße von Vilaflor führt bis in die Cañadas. Dabei führt der Weg auf diesem Bergrücken durch die gigantischen Kiefernwälder, die zu den ältesten der Insel gehören. Einige ragen bis zu 30 Meter hoch in den Himmel. Wer über das üppige Grün der Bäume die karge Vulkanlandschaft am Fuße des Teide erreicht, dem wird einmal mehr bewusst, wie faszinierend und kontrastreich Teneriffa ist.
Feste
In Vilaflor wird Tradition noch großgeschrieben. Der heilige Hermano Pedro wird jährlich mit einem einwöchigen Fest gewürdigt. Mit Folklore-Auftritten und Prozessionen feiern die Einwohner Vilaflors den Feiertag San Pedro. Am 31. Juli 2002 wurde er von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen.
Die ländliche Atmosphäre Vilaflors ist etwas ganz Besonderes und bietet das wirklich kanarische Flair.
Restaurants
Vilaflor hat einige regionale Spezialitäten zu bieten. Köstlichkeiten wie Kekse aus Mandeln und Honig zu einem Kaffee zu genießen, ist hier ebenso erschwinglich wie sich die kanarische Küche in einer der Tavernen und Restaurants schmecken zu lassen. In den Restaurants begegnet man rustikalem bis feinem Ambiente und auch die beiden kleinen Hotels in Vilaflor haben eigene Restaurants. Zwei Landhotels und ein Spa-Hotel stellen auch die zufrieden, die es etwas luxuriöser mögen.
Wer mag, kann sich auch eine Finca mieten und die Idylle ganz in Ruhe genießen. Erholung pur ist die Devise in Vilaflor. Daher wird der Ort auch oft für Kuraufenthalte genutzt.
Einkaufen
Vor allem traditionelle Handwerkskunst lässt sich hier erwerben. Kleine Geschäfte laden zum Stöbern ein. Sonntagvormittags findet außerdem ein Markt mit einheimischen Produkten auf der Plaza statt.
Centro de Artesania
Vilaflor ist überregional für sein Kunsthandwerk bekannt. Die Arbeiten der Frauen kann man in vielen Souvenirläden der Insel kaufen oder direkt hier im Centro erwerben.
Markt
Am Sonntagvormittag findet auf der Plaza von Vilaflor ein Markt mit einheimischen Produkten statt. Hier kann man je nach Jahreszeit unter anderem die leckeren Teneriffa-Mandeln und aus ihnen hergestelltes Gebäck bekommen. Viele Leckereien werden direkt auf dem Markt hergestellt. So kann man zusehen, wie sie zubereitet werden und freut sich dann umso mehr sie zu genießen.
Aktivitäten
Es empfehlen sich Wanderungen zu den um Vilaflor liegenden Bergen. Dem Montaña de Chasna (2.534 m), dem Sombrero de Chasna, der wirklich wie ein spanischer Sombrero geformt ist (2411m) oder dem Montana Las Lajas (2148m).
Bei einem Ausflug in den Nationalpark des Teide oder zu der Mondlandschaft Pasaje Lunar kann man Vulkankegel und Steinformationen entdecken, die abstrakter und überwältigender kaum sein könnten. Diese Landschaft hat schon viele Filmemacher angelockt - vielleicht erkennen sie ja Teneriffa in einem Hollywoodstreifen wieder. Schauen Sie sich nach ihrem Urlaub zum Beispiel den Film "Kampf der Titanen" an. Die außergewöhnliche Landschaft des Teide ist unverkennbar.
Mountainbiken, Quadfahren und Gleitschirmfliegen sind Aktivitäten für Abenteuerlustige.
Das besondere Ambiente Vilaflors lädt dazu ein auf der Plaza vor der Kirche bei einem „Flor de Chasna“, einem Wein aus ökologischem Anbau, zu sitzen und die Menschen zu beobachten.