Igueste de San Andrés

Übersicht

Am Ende der Landstraße, die von Santa Cruz aus über San Andrés an der Playa de las Teresitas vorbeiführt, gelangt man in das wunderschöne Anaga gebirge. Hinter den hohen Bergen ist kaum ein weiterer Ort zu vermuten. Am Ende der bergigen Serpentinstraße jedoch, liegt Igueste de San Andrés. Ein kleines, ruhiges Fischerdörfchen, das sich fernab vom Tourismus Teneriffas befindet.

Fährt man einmal durch den Ort hindurch, gelangt man am Ende der Straße an einen Wanderweg. Dieser führt in einem etwas steilerem Treppenabstieg zum Strand. Einmal unten angelangt erwartet einen die kanarische Originalheit in voller Blüte. In der kleinen Bar,  die auf dem kurzen Weg zum Strand liegt, kann man sich eine kleine Stärkung holen oder mit den Einheimischen ein Cerveza trinken. Wenn man Glück hat, wird anliegend an den kleinen Strandabschnitt, in einem alternativen "Partyraum" ein einheimisches Fest im kleinen Kreis gefeiert. Vor allem in den Sommermonaten feiern die Kanaren dort die Feste, wie sie fallen. Je nach Jahreszeit ist der Strand in Igueste de San Andrés mit mehr oder weniger Steinen besetzt. In den frühern Sommermonaten findet man eher einen Sandstrand vor. Trotz des türkis-blauen Wassers finden sich nur wenige Badegäste an diesem Strand ein, was vermutlich daran liegt, dass es nur ein sehr kleiner und vor allem für Kinder eher ungeeigneter Strand ist. Wer jedoch wegen der Wellenbeschaffenheit meist dort zu finden ist, sind Freunde des Surfsports. Diejenigen, die gerne in Igueste Urlaub machen wollen, jedoch nicht auf einen gemütlichen Strandtag verzichten möchten, können den nur 7 Kilometer entfernten Strand Las Teresitas nutzen.

In Igueste de San Andrés kann man jedoch nicht nur die Ruhe am ortsanliegenden Strand genießen. Von hier aus hat man Zugang zu den schönste Wanderrouten in das idyllische Anaga gebirge, wo man nur selten auf andere Wanderer trifft. Eine Route beispieslweise führt in 9,3 Kilometern in das nördlich gelegene Chamorga, das wegen seiner Abgeschiedenheit das darstellt, was man als "das Ende der Welt" bezeichnet wird.

Auf dem Weg in das Fischerdorf Igueste de San Andrés begegnet man einem Stein, der mit einem riesigen Totenkopf bemalt ist. Allerdings soll dieser nicht vor einem Besuch in Igueste abschrecken, was man daran erkennt, dass er den Passanten freundlich entgegen lächelt. Dieser Stein ist auch der Anhaltspunkt für die Abbiegung zu einem weiteren natürlichen Strand: Las Gaviotas.

Von Sehenswürdigkeiten kann man in Igueste zwar nicht wirklich sprechen, jedoch ist die kleine Kapelle auf dem Weg zum Strand einen Besuch wert. Sie wurde 1786 auf dem Dorfplatz Plaza San Pedro erbaut und ist sehr schlicht gehalten. Weder eine Glocke noch ein Turm sind vorzufinden und in ihr haben ungefähr 20 Personen Platz. Diese Bauweise ist typisch für Kapellen in kleinen kanarischen Dörfern.

Vom Wandern in Igueste angekommen, bietet das rustikal gestaltete Restaurant Rincón de Anaga frische Fischgerichte und einheimische Küche zur Stärkung an. Hier können es sich Besucher bei gutem Essen neben Dorfbewohnern gemütlich machen und sich von der Idylle Iguestes verzaubern lassen. Spanischkenntnisse sind dabei von Vorteil, da die Einheimischen sehr selten eine andere Sprache sprechen. Das Restaurant liegt direkt am Ortseingang und kann nicht verfehlt werden. Auch ein kleiner Lebensmittelmarkt befindet sich im Dorf.