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Chamorga
Übersicht
Chamorga wird als das Ende der Welt bezeichnet. Dieser Eindruck wird erweckt, wenn man die immer enger und schlechter werdende Serpentinen entlang fährt, die einen in den östlichsten Ort Teneriffas führen. Durch das Anaga-Gebirge fährt man auf knapp 1.000 Höhenmetern hinauf. Besucher finden einen scheinbar verlassenen Ort vor, der zwar keine Sehenswürdigkeiten aufweist, aber dennoch einen Besuch wert ist. Sei es, um die Abgeschiedenheit und Ruhe zu genießen oder die wundervolle Aussicht auf sich wirken zu lassen.
Schon auf dem Weg nach Chamorga über die TF 12 und TF123 findet sich hinter fast jeder Kurve eine atemberaubende Aussicht, die ein Foto wert ist. Beim Bau der Straße hat man an die vielen Aussichtspunkte gedacht. So gibt es an den schönsten Stellen die Gelegenheit, sein Auto zu parken und Schnappschüsse zu machen. Die Straßen sind von Palmen, Drachenbäumen, Gingster und Lorbeer gesäumt. Je dichter man sich Chamorga nähert, desto weniger Autos kreuzen den Weg. Bei einer Pause am Straßenrand kann man dem Rascheln im Gebüsch lauschen, das durch Eidechsen und Geckos entsteht. Chamorga gilt auch als Vogelparadies. Der Roque de Dentro (auf deutsch: Fels von Drinnen) erinnert daran. Die zerklüfteten Berge des Anaga-Gebirges sind teilweise so hoch, dass man in einer Wolke steht und sich nicht sicher sein kann, wo die Erde aufhört und der Himmel anfängt.
Fernab von Stress und Tourismus zieht es vorwiegend Wanderer in das Tal mit weniger als 100 Einwohnern. Auf den Touren wird hier gerne in der einzigen Dorfkneipe Casa Alvaro Rast gemacht und sich mit Getränken und Speisen gestärkt. Das kleine Gasthaus ist typisch für Chamorga in weiß gehalten und verfügt über knapp 20 Tische. Die freundliche Besitzerin kocht hauptsächlich kanarische Gerichte. Teilweise werden sogar im Dorf angebautes Gemüse und Obst genutzt. Dorfbewohner und Wanderer kehren hier gleichermaßen ein und es kommt hin und wieder vor, dass ein Gespräch beim gemeinsamen Essen entsteht. Dann lässt es sich wunderbar über das Essen, die Lebensweise und die wirklich schönen Wanderwege unterhalten.
Wer aber weiß, dass Chamorga kein touristisches Paradies ist, für den gibt hier auf den zweiten Blick viel zu sehen. Es sind die Kleinigkeiten, die das „Ende der Welt“ ausmachen. So befindet sich eine sehr kleine Kapelle im Zentrum des Dorfes, die nicht mit großartigen Verzierungen, sondern mit einer schlichten Bauweise fasziniert. In der Kapelle finden circa 20 Personen Platz. Vorwiegend sind kleine, weiße Häuser im Dorf zu finden, die zwischen der Kapelle und der Dorfkneipe liegen. Wandert man von Chamorga den Berg hinunter, gelangt man zu einem weiteren Felsen, der an die Fundstelle der Mineralien Augit und Zeolithe erinnert. Viel erwähnenswerter ist allerdings der Strand am Fuße des Gebirges, der nur fußläufig zu erreichen ist. Auf Grund der teilweise gefährlichen Strömung ist er nicht zum baden geeignet, allerdings beliebt bei Surfern, die den Fußmarsch über die beliebten Wanderwege auf sich nehmen wollen. Der am Strand angrenzende Leuchtturm dürfte für die in Kauf genommene Anstrengung entschädigen.