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Güímar
Übersicht
Lage und Vegetation
Neben dem ausgesprochen fruchtbaren Boden gibt es jedoch auch das so genannte Malpaís von Güímar (schlechtes Land von Güímar). Hierbei handelt es sich um dunkle Lavafelder, die dort entstanden, wo die Lava vor Jahrzehnten ins Meer floss. Diese unbrauchbaren Felder sind teils sehr rau und teils überaus glatt, was an der unterschiedlichen Geschwindigkeit des Lavaflusses lag. Das Malpaís von Güímar ist heute ein Naturschutzgebiet. Ein Besuch lohnt sich besonders im Frühjahr, weil dann die typische Küstenvegetation vom winterlichen Regen ergrünt ist. Erreichbar ist das Naturschutzgebiet von Puertito de Güímar aus zu Fuß.
Lage und Vegetation
Neben dem ausgesprochen fruchtbaren Boden gibt es jedoch auch das so genannte Malpaís von Güímar (schlechtes Land von Güímar). Hierbei handelt es sich um dunkle Lavafelder, die dort entstanden, wo die Lava vor Jahrzehnten ins Meer floss. Diese unbrauchbaren Felder sind teils sehr rau und teils überaus glatt, was an der unterschiedlichen Geschwindigkeit des Lavaflusses lag. Das Malpaís von Güímar ist heute ein Naturschutzgebiet. Ein Besuch lohnt sich besonders im Frühjahr, weil dann die typische Küstenvegetation vom winterlichen Regen ergrünt ist. Erreichbar ist das Naturschutzgebiet von Puertito de Güímar aus zu Fuß.
Geschichte/Gründung
Anfang des 16. Jahrhunderts wurde den Brüdern Juan Felipe und Blasino Pombino, zwei Händlern aus Genua Land am Fluss von Güímar überschrieben. In den nächsten vier Jahren kultivierten sie Zucker auf ihrem Land und errichteten eine Zuckerfabrik. Die Brüder schafften es nach kurzer Zeit eine bedeutende landwirtschaftliche Entwicklung vorzuweisen. Ausschlaggebend für ihren Erfolg war das geschickte Ausnutzen des Wassers aus den Schluchten von Badajoz. Auch Holz war genug vorhanden. So errichteten die Brüder eine kleine Siedlung und wurden schon bald von anderen Bauern unterstützt. Es entstand mit der Zeit aus einer unwirtschaftlichen Region eine der produktivsten Anbaugebiete der Insel. Anziehungspunkt dabei war der industrielle und landwirtschaftliche Komplex, den es für das Funktionieren der Zuckerfabrik bedurfte. Immer mehr Bauern mit ihren Sklaven siedelten sich an und so bildete sich schnell ein Dorf. Güímar war geboren. Ein weiterer Pluspunkt, welcher der Ortschaft bei seiner Entwicklung half, war die Tatsache, dass es sich bei dem Standort, etwas entfernt der Küste, um einen sicheren Ort vor Piraten handelte.
Nach einigen Jahren wurden die Grundstücke der zwei Brüder, die noch immer als Ausländer galten, zurückgefordert. Garcia de Caámares wurde zum neuen Bevollmächtigten und baute die Zuckerfabrik weiter aus. Nach dem Kauf weiterer Grundstücke erlangte er schließlich den Titel Señor del Valle de Güímar. Ein Jahrhundert später war das Dorf so weit gewachsen, dass es sich Richtung Küste auszubreiten begann. Dort wo heute Puertito de Güímar zu finden ist.
Wirtschaft
Die Mehrheit der Bewohner Güímars hielten Ziegen um Milch und Käse zu erzeugen. Diese wurden im Herbst und Winter in Küstennähe und die restliche Zeit des Jahres im Gebirge gehalten. So konnten die Ziegen im Sommer von den Vorteilen der zahlreich blühenden Sträucher, der Beeren und des Gemüses auf den höheren Ebenen profitieren. So entstand in der Region eine große Dichte von Ziegenhirten, was man heute noch immer bemerkt, wenn man durch die umliegende Landschaft fährt und einem eine Schar von Ziegen entgegenkommt- wenngleich diese Tätigkeit nur noch von einigen wenigen Einwohnern Güímars betrieben wird. Die Herden und deren saisonale Bewegung sind bedeutend zurückgegangen, doch der für die Gegend berühmte Ziegenkäse kann noch immer erworben werden.
Heute spielt neben dem Anbau von Gerste und der Fischerei auch historische und archäologische Forschung eine Rolle in der Region. Nicht zu vergessen natürlich der Tourismus. Zahlreiche Jobs, vor allem an den nahe liegenden Küstenorten sind in den letzten Jahren entstanden und haben Bewohner Güímars angelockt. Auch in Güímar selbst haben sie in diesem Bereich Arbeit gefunden, wenn auch weniger als in vom Tourismus stärker profitierenden Städten am Meer.
Anfahrt
Mit dem Auto erreicht man Güímar über die Autopista del Sur. Ausfahrt 11 führt direkt nach Güímar. Auch mit dem Bus ist die Stadt leicht und regelmäßig zu erreichen. Busse der Linie 120 (Santa Cruz bis Puertito), 121 (Santa Cruz bis Arafo), 124 (Santa Cruz bis Candelaria), 126 (Arafo bis Candelaria) und 127 (Santa Cruz bis Güímar) halten in Güímar und bieten eine gute Alternative zum Auto.
Kultur und Einwohner
Seit dem neunzehnten Jahrhundert existieren in Güímar traditionelle musikalische Ensembles. An verschiedensten sozialen Treffen kommen Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder zusammen, um gemeinsam zu spielen, zu tanzen, und zu singen. Spezifische Musikrichtungen Güímars sindBerlina, Tajaraste und Pasacatre. Diese Musikstile führen die Einheimischen Güímars auch auf zahlreichen Romeras", Festen mit Prozession, in anderen Städten auf. Dabei tragen sie traditionelle bunte Kleidung, die von professionellen Näherinnen aus der Umgebung hergestellt werden und bedienen sich typisch einheimischer Instrumente wie die Bandurrias und Timples, die Ähnlichkeiten zur Mandoline und Ukulele haben.
Auch eine Reihe von sehr renommierten Ensembles kommen aus Güímar. So Beispielsweise die Musikkapelle der kulturellen und künstlerischen Vereinigung "Freunde der Kunstgesellschaft", die von dem bekannten Komponisten Miguel Castillo geführt wird und bereits seit 1859 existiert. Der Leidenschaft für Musik und Tradition ist es zu verdanken, dass im Jahre 1995 eine Musikschule, die sich auch der Ausbildung in traditionell tinefenischen Instrumenten verpflichtet, eröffnete.
Seit dem 18. Jahrhundert wird in Güímar der Bändertanz praktiziert. Er wurde zur Begleitung der Zeremonien der Volksfeste eingeführt. Noch heute wird es zu speziellen Anlässen und besonders zu den Romeras von zahlreichen Tanzgruppen aufgeführt. Meist sind es Kinder, die um eine Stange herum tanzen mit Bändern in den Händen, die am oberen Punkt der Stange angebracht sind. Dabei spielen Trommler und Flötenspieler die Tajaraste, eine altertümliche tinerifische Melodie.
Weiterhin halten die Einwohner Güímars die Tradition des Ringkampfs, der so genannten Luchada, aufrecht. So gibt es in der Stadt die beliebte kanarische Kampfarena, der Terrero de Tasagaya, wo eine Vielzahl von gut besuchten Wettkämpfen über das ganze Jahr verteilt stattfinden. Bis in das zwanzigste Jahrhundert war der Ringkampf der einzige organisierte sportliche Wettkampf auf Teneriffa.
Auch im Essen der Guanchen, der Ureinwohner Teneriffa, spiegelt sich die traditionelle Kultur zu jeder Zeit wieder. So gibt es noch immer Gofio, festes, rundes Brot aus Weizen- und Maismehl und oft auch Gerste und Kichererbsenmehl. Das Weizen wurde dabei per Hand aufwendig zu Mehl gemahlen. Dieses Brot wird noch heute zu Eintöpfen und anderen Speisen gegessen. Auch lieben es die Einheimischen es in Milch oder Zucker zu tauchen und zu einem Kaffee zu genießen. Touristen bekommen es fast zu jeder Malzeit in den lokalen Restaurants serviert.
Güímar ist eine der ältesten Städte Teneriffa und zugleich ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Die Gemeinde Güímars reicht vom Bergrücken Cumbre Dorsal bis hinunter zum Meer. Ausgenommen in der Nähe der Pyramiden, trifft man in Güímar kaum auf Touristen, obwohl die Stadt geschichtlich eine Menge zu bieten hat.
Sehenswürdigkeiten
Parque Etnográfico de las Pirámides de Güimar
Beim Besuch des ethnografischen Parks kann sich dazu jeder selbst eine Meinung bilden. Mit einer Fülle von Beweisen versuchen Akademiker dort, gestützt auf Theorien Thor Heyerdahls, die Verbindung zu anderen Kulturen nachzuweisen. Aber auch Einheimische Stimmen über die Zweifel an diesen Theorien finden dort Gehör. Gerade dieser Zwist macht eine Beschäftigung mit den Pyramiden für viele Menschen doch gerade erst interessant.
Glücklich können sich in der Zwischenzeit Einwohner sowie Akademiker über den Erhalt der Pyramiden und die Erschaffung des ethnografischen Parks schätzen, der ohne den Erwerb des Grundstückes durch die Reederei Fred Olsen Express nicht möglich gewesen wäre. Eine geplante Expansion des oberen Teils Güímars hätte die Existenz der Pyramiden ansonsten womöglich stark gefährdet. So ermöglichte der Kauf jedoch weitere Ausgrabungen, die Erschaffung des ethnografischen Parks, sowie dessen Eröffnung im Jahre 1998.
Zum ethnografischen Park gehört ein Museum mit Restaurant, ein Auditorium und der Park selbst. Das Museum, eine altkanarische Finca, wurde von den Architekten Cesar Ruiz-Larrea, Enrique Alvarez und Carlos Rubio renoviert und für die Bedürfnisse der Besucher ausgestattet. Spaziergänge durch den traumhaften Park bieten einen wunderbaren Ausblick auf Güímar, die Berge, sowie auf den Ozean. Eine Führung durch den Park und das Museum erfolgt durch ein Audio-Führungssystem, das den Besucher in sieben Sprachen über die verschiedenen Sektionen des Parks informiert und die Ausstellungstücke im Museum erklärt. Im Fordergrund steht die Frage, ob es Kontakt zwischen den Kulturen auf den verschiedenen Seiten des Atlantiks gab. Ansatz hierbei sind verschiedenste Beispiele von Pyramiden auf der Welt und ihre jeweiligen Ähnlichkeiten.
Das in den Hang gebaute Auditorium fasst 164 Personen und bietet mehrere Filmvorführungen am Tag. Hier bekommt der Besucher audio-visuelle Einblicke über die Herkunft der Pyramiden und Informationen über die archäologischen Untersuchungen unter der Leitung Thor Heyerdahls. Auch eine Ausstellung über die transozeanischen Reisen Heyerdahls mit einigen Nachbauten seiner Schiffe, sowie über sein Leben und anderer seiner Ausgrabungen, ist hier beherbergt.
Für die Unterhaltung der Kinder bietet der ethnografische Park einen schönen Kinderspielplatz. Außerdem gibt es einen Shop, der neben einer Vielzahl von Büchern über die Pyramiden auch Souvenirs, Schmuck, Spirituosen und zahlreiche typisch kanarische Produkte verkauft.
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr
25.12 und 01.01 wegen Feiertages geschlossen
Preise: Kinder zwischen 9 und 12 Jahren: 5,20 Euro
Erwachsene: 10,40 Euro
Adresse: C/ Chacona, S/N 38500 Güimar
Iglesia de San Pedro
Die Kirche wurde 1606 durch den Baumeister Peter Savalia mit Hilfe von Tuffstein, welcher einen hohen Anteil an Vulkanasche enthält, erbaut. Dieser Stein ist mit seinen vielen Mineralien extrem formbar und damit wie geschaffen für den Bau mit vielen kunstvollen Formen. Da die Gegend El Tanque genannt wurde trug die Kirche bei ihrer Eröffnung 1610 den Namen San Pedro del Tanque. Zahlreiche Renovierungsarbeiten fanden zwischen 1794 und 1804 statt. Dazu gehörten auch die Schaffung der silbernen Front, die eine einzigartige Arbeit des Silberschmied Domingo F. Trujillo aus La Laguna ist.
Für ein wahres Spektakel sorgen die zahlreichen katholischen Kunstwerke im Inneren der Kirche. Schöne Marmorböden und Wände mit detaillierten Statuen von Christus und den Aposteln sind zu bestaunen. Luxuriöse königsblaue und goldene Engelsstatuen schweben über dem Altar und sorgen für eine beruhigende spirituelle Atmosphäre. In dieser Kirche lernt man das Alter, die Kunst und Geschichte dieser Ortes mit all seiner Kunst zu schätzen. Zudem ist das Fotografieren gestattet, sodass man sich die Erinnerung an diesen phantastischen Ort auch mit ins heimische Wohnzimmer nehmen kann. Hat man die Chance an einer Messe teilzunehmen, wird man zudem den Geruch von Weihrauch und den Klang der zeremoniellen Musik in der Luft lieben lernen.
Adresse: Plaza San Pedro, 38500 Güimar
Öffnungszeiten: nicht bekannt
Iglesia del Convento de Santo Domingo und Rathaus
Die Iglesia del Convento de Santo Domingo wurde im Jahre 1649 erbaut und war Teil eines ehemaligen Dominikanerklosters. Dieses Kloster diente dazu der Jungfrau von Candelaria in dieser Zeit Schutz zu bieten. Die Kirche ist mit zahlreichen Skulpturen der Künstler Luján Pérez, San Antonio Abad und Rodríguez de Oliva ausgestattet. Imposanteste Figur ist die lebensgroße Skulptur des Heiligen Domingo de Guzmán, bekleidet mit einem Gewand des Dominikaner Ordens, die im Zentrum der Kirche steht. Auch das Abbild der Jungfrau von Rosario ist nahe des Altars zu bestaunen. Nach einem Brand im Jahre 1775 wurde die Kirche teilweise zerstört jedoch sofort wieder restauriert. 305 Personen finden in ihr Platz. Ihre Architektur ist gekennzeichnet von einem lateinischen Kreuz.
In dem restaurierten Klosteranwesen befindet sich heute das Rathaus Güímars. Zudem beherbergt es die Polizeiwache und eine Bücherei. Das Kloster wurde, wie auch die Kirche, 1949 erbaut. Um 1950 herum wurde der Kreuzgang im Innenhof entfernt und fortan für zivile Zwecke genutzt. Ein hübscher Brunnen ziert nun den Innenhof. Zudem ist der Plenarsaal im Obergeschoss einen Blick wert.
Adresse: Plaza San Pedro, 2, 38500 Güimar
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 Uhr bis 13 Uhr und 16 Uhr bis 20 Uhr
Ermita von San Juan Bautista
Die Kapelle des Heiligen Johannes des Täufers war die erste Kirche der Gegend. Sie wurde bereits im Jahre 1534 erbaut. Zwischenzeitlich war die Kapelle jedoch für 150 Jahre nicht zu benutzen, nachdem sie von einem schweren Sturm drastisch beschädigt wurde. Zwischen 1780 und 1796 ergriff dann Luis Tomas Baulen de Ponte y Fonesca die Initiative die Kapelle aus den Ruinen neu aufzubauen. Ihm ist es heute zu verdanken, dass die Kapelle noch immer zu besichtigen ist.
Adresse: C/ Hendia, S/N, 38591 Güímar
Valle de Güímar
Die vulkanischen Aktivitäten haben das Tal von Güímar geschaffen. Durch einen Erdrutsch, der Millionen von Tonnen Material ins Meer beförderte, entstanden die Hänge von Güímar und Chafa und somit das Tal Valle de Güímar.
Missionare und spanische Kolonisten brachten den Weinbau auf die kanarischen Inseln, so wie sie es auch in vielen Teilen der Welt getan haben. Im 17. und 18. Jahrhundert gewann der Weinbau auf Teneriffa eine zentrale Bedeutung als Alternative zum übersättigten Zuckermarkt. Darüber hinaus waren die kanarischen Inseln, günstig zwischen Europa, Afrika und Amerika gelegen, ein idealer Ort für den Handel mit beliebten Gütern, wie Wein. Auch Shakespeare sprach in seinen Werken vom großartigen Wein Teneriffa.
Heute werden verschiedenste Sorten von Wein produziert. Weißwein macht mit 62 Prozent den größten Anteil aus. Rotwein folgt mit 38 Prozent. Zu den Rotweinen zählen Rebsorten wie Listan Negro, Negramoll und Negra Comun. Weiße Rebsorte sind Listan Blanco, Malvasia, Gual, Vilariego Blanco, Verdello und Marmajuelo. Am 30. November eines jeden Jahres findet das Fest des Heiligen Andreas statt, wo die Ernte des Jahres gefeiert wird. Ein BesuchGüímars ist also besonders um diese Zeit zu empfehlen.
Kontaktinformationen:
Consejo Regulador de la Denominacion de Origen Valle de Guimar Plaza del Ayuntamiento, s/n 38500 Güímar, Tenerife
Chinguaro
Etwas außerhalb Güímars liegt das Gebiet Chinguaro, wegen seiner prähistorischen Bedeutung eine Fläche von großem kulturellem Interesse. Das Gebiet bot den Guanchen Teneriffas eine hervorragende Sicht über die gesamte Küstenlinie, was das Überwachen der Buchten möglich machte. Zu späterer Zeit, nach der Kolonialisierung der Spanier konnten diese Piraten frühzeitig erkennen und Sklaven auf der Flucht einfangen. Dazu diente ein zylindrischer steinerner Turm namens El Taro, der noch heute besichtigt werden kann.
Museen
Casa Chahona
Das Museum Casa Chacona befindet sich im ethnografischen Park der Pyramiden von Güímar. Dabei handelt es sich um eine altkanarische Finca, die von den Architekten Cesar Ruiz-Larrea, Enrique Alvarez und Carlos Rubio renoviert wurde und jetzt für alle Bedürfnisse der Besucher ausgestattet ist. Spaziergänge durch den traumhaften Park bieten einen wunderbaren Ausblick auf Güímar, die Berge, sowie auf den Ozean. Eine Führung durch den Park und das Museum erfolgt durch ein Audio-Führungssystem, das den Besucher in sieben Sprachen über die verschiedenen Sektionen des Parks informieren kann und die Ausstellungstücke im Museum erklärt. Im Fordergrund steht die Frage, ob es Kontakt zwischen den Kulturen auf den verschiedenen Seiten des Atlantiks gab. Als Ansatz dazu dienen verschiedenste Beispiele von Pyramiden auf der Welt und ihre jeweiligen Ähnlichkeiten.
Das in den Hang gebaute Auditorium fasst 164 Personen und bietet mehrere Filmvorführungen am Tag. Hier bekommt der Besucher audio-visuelle Einblicke über die Herkunft der Pyramiden und Informationen über die archäologischen Untersuchungen unter der Leitung Thor Heyerdahls. Auch eine Ausstellung über die transozeanischen Reisen Heyerdahls mit einigen Nachbauten seiner Schiffe, über sein Leben und anderer seiner Ausgrabungen, sind hier beherbergt.
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr
25.12 und 01.01 wegen Feiertages geschlossen
Preise: Kinder zwischen 9 und 12 Jahren: 5,20 Euro
Erwachsene: 10,40 Euro
Adresse: C/ Chacona, S/N
38500 Güimar
Strände
Die nächstgelegenen Strände befinden sich in El Puertito de Güímar, etwa sechs Kilometer entfernt, sowie um Canderlaria herum.
Feste
Pastronales en honor de Pedro Apostol
Dieses Fest findet im Juni um die Kirche St. Pedro Apostol zu Ehren des Heiligen Petrus statt. Einheimische aus nah und fern versammeln sich in Güímar, um an den verschiedenen religiösen und festigen Veranstaltungen teilzunehmen. Dazu gehören kanarische Ringkämpfe, ein lokaler Weinwettbewerb, ein Kunstfestival und Wettbewerbe in Liederschreiben und Verfassen von Kurzgeschichten. Auch ein Oldtimer Wettbewerb findet statt. Der wichtigste Tag der Feierlichkeiten ist der 29. Juni. Dann findet die große Prozession durch die Straßen Güímars statt. Die Walfahrt beginnt mit einem Festakt in der Kirche, der vom Bürgermeister höchstpersönlich begleitet wird, und endet nach einem Marsch durch die Straßen, begleitet von hunderten von singenden und tanzenden Einwohnern, schließlich auf dem Platz vor der Kirche, wo noch bis spät in die Nacht getanzt wird. Begleitet wird dieses Event von zahlreichen traditionellen Ensembles. Viele Handwerker stellen ihre Arbeiten während der Feierlichkeiten aus und die Stadt erscheint farbenfroh geschmückt.
Pastronales en honor de Pedro Apostol
Dieses Fest findet im Juni um die Kirche St. Pedro Apostol zu Ehren des Heiligen Petrus statt. Einheimische aus nah und fern versammeln sich in Güímar, um an den verschiedenen religiösen und festigen Veranstaltungen teilzunehmen. Dazu gehören kanarische Ringkämpfe, ein lokaler Weinwettbewerb, ein Kunstfestival und Wettbewerbe in Liederschreiben und Verfassen von Kurzgeschichten.
Auch ein Oldtimer Wettbewerb findet statt. Der wichtigste Tag der Feierlichkeiten ist der 29. Juni. Dann findet die große Prozession durch die StraßenGüímars statt. Die Walfahrt beginnt mit einem Festakt in der Kirche, der vom Bürgermeister höchstpersönlich begleitet wird, und endet nach einem Marsch durch die Straßen, begleitet von hunderten von singenden und tanzenden Einwohnern, schließlich auf dem Platz vor der Kirche, wo noch bis spät in die Nacht getanzt wird. Begleitet wird dieses Event von zahlreichen traditionellen Ensembles. Viele Handwerker stellen ihre Arbeiten während der Feierlichkeiten aus und die Stadt erscheint farbenfroh geschmückt.
Restaurants
In den Straßen Güímar gibt es eine ganze Reihe von sehr zu empfehlenden Restaurants. Besonders die zwei folgenden Restaurants besitzen einen guten Ruf und sind bekannt für ihr faires Preis-Leistungsverhältnis, auch in Sachen Qualität und Service sind sie besonders empfehlenswert.
Hotel Rural Casona Santo Domingo
Das Hotel befindet sich im historischen Teil der Stadt in der Calle Santo Dominico. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist von hoher kultureller Bedeutung. Neben dem beliebten Restaurant verfügt das Hotel über zwei Suiten, eine Junior Suite und drei Doppelzimmer, alle mit Badezimmer und antiken Möbeln im traditionell kanarischem Stil. Es erscheint, als wäre seit der ersten Einrichtung im 16. Jahrhundert nichts mehr verändert worden. Auch von außen versprüht das Haus einen besonderen Charme.
Dieses ländliche, kanarische Gebäude, geschmückt von vielen Pflanzen ist für sein freundliches Personal bekannt. So kommen in das sehr beliebte Restaurant nicht nur die Hotelgäste sondern auch lediglich Restaurantbesucher die in den Genuss dieser traditionellen Küche kommen wollen.
Das Restaurant selbst glänzt durch exzellentes Essen. Ein vier Gänge Menü kostet zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Euro. Die Speisekarte umfasst poetische Beschreibungen von Weinen aus der Umgebung. Das gute Preis-Leistungsverhältnis und der freundliche Service machen dieses Restaurant zu einem echten Insider Tipp.
Adresse: C/. Santo Domingo 32, 38500 Guimar
San Pedro Cafeteria, Dulceria
Am Plaza de San Pedro befindet sich das gleichnamige Lokal. Gleichzeitig ist es auch ein Kaffee. Das gemütliche Restaurant bietet eine Vielzahl von Erfrischungen: von kühlem Bier und Kaffee, über kanarische Gerichte bis hin zu süßen kanarischen Leckereien kann man alles bekommen. Die Schönheit der Architektur und das Läuten der Glocken der benachbarten Kirche San Pedro laden zum Verweilen ein. Die Preise sind extrem niedrig und die Atmosphäre ist sehr einladend. Genau das Richtige also, um sich für die anschließende kulturelle Tour durch Güímar zu stärken.
Adresse: Plaza De San Pedro 9, 38500 Güímar
Nachtleben
Bis auf einige Bars kann Güímar kein wildes Nachtleben anpreisen. Will es aber auch nicht. Denn dafür eignen sich die nahegelegenen Touristenhochburgen Playa de San Juan und Playa de las Américas.
Einkaufen
Es gibt verschiedene Geschäfte und Boutiquen in Güímar, speziell im neuen Teil der Stadt in Richtung des Busbahnhofes. Besonders in der Altstadt befindet sich eine Reihe von sehr reizvollen kleinen Läden. Kleider sind hier oft viel günstiger, als man es erwarten würde. Wer kleine Geschäfte, verteilt auf die ganze Stadt mag, für den bietet Güímar sicherlich viele Einkaufsmöglichkeiten. Ein großes kommerzielles Shoppincenter oder eine Flaniermeile mit vielen Geschäften sucht man hier hingegen vergebens.