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Tías
Übersicht
Tías liegt im südöstlichen Teil Lanzarotes. Der Name bezeichnet zum einen eine Stadt und zum anderem eine der sieben Gemeinden der Insel und besitzt den zweit größten Ausländeranteil. Der Anteil der Gemeinde liegt bei circa 38,5 Prozent. Zu der Gemeinde gehören neben Puerto del Carmen, das mehr als 10.000 Einwohner hat, die kleineren Städte Macher, La Asomada, Masdache, Conil und Vega de Tegoyo.
Die größte und ertragsreichste Ortschaft sowie der wirtschaftlich wichtigste Teil Lanzarotes ist Puerto del Carmen, das direkt an der Küste liegt.
Die Gemeinde Tías hat insgesamt 19.900, die gleichnamige Stadt allerdings nur etwa 5.300 Einwohner.
Der Name der Stadt führt zurück auf die beiden Damen Doña Francisca und Doña Hernan Fajardo, die Großtanten (Tante heißt auf Spanisch Tía) eines alten Gouverneurs von Gran Canaria. Zunächst hieß die Stadt Tías de Fajardo, doch mittlerweile heißt sie der Einfachheit halber und der Nutzung als Gemeindehauptstadt wegen, nur noch Tías.
Tías ist für Touristen eher uninteressant. Der naheliegende Touristen- und Hotelort Puerto del Carmen ist der Ort, an dem Urlauber sich eher wohl fühlen und alles an Serviceangeboten finden können, was das Urlauberherz sich wünscht. Tías profitiert trotzdem vom Tourismus; hier haben die Verwaltung und Dienstleister ihren Sitz.
Außerdem müsste jeder Urlauber Lanzarotes, der schon einmal die Autobahn LZ-2 von Yaiza nach Arrecife gefahren ist, den Ort kennen – wenn auch unbewusst. Auf der rechten Straßenseite fällt eine Häuserreihe durch ihre auffällige Architektur sofort auf. "Los Villareales" erinnern einerseits an den Baustil César Manriques und andererseits an Hundertwasser. Die Häuser, die vom Architekten im Einklang mit der Natur entworfen wurden, werden vermietet und das Grundstück kann leider nicht einfach so betreten werden. Dennoch lohnt es sich, die Häuser einmal in Ruhe von außen anzusehen; das einzigartige Eingangstor und die liebevollen Details, die die Häuserreihe schmücken, sind einen Besuch in jedem Fall wert.
Durch die auf dem Berg gelegene Stadt Tías führt eine große Durchgangsstraße, an der Einheimische alles finden, was zum Leben notwendig ist. Diverse Restaurants, Apotheken, kleine Supermärkte und sogar ein Sportplatz liegen alle in der Nähe dieser Hauptstraße.
Wer sich unter die Einheimischen mischen möchte und den kanarischen Flair in der Stadt genießen will, der sollte nebenbei auch die beiden sehenswerten Kirchen besichtigen.
Die Kirche Nuestro Señora de la Candelaria wurde 1796 erbaut und vermittelt genau wie die Kirche von San Antonio die typische Bauweise der Kanaren. Ebenfalls einen Besuch wert sind der alte Friedhof nahe dem Zentrum und ältere Gebäude wie das Casa Pascaicia und Casa Parroquial, zwei Herrenhäuser im Kolonialstil, welche den typischen Stil der Insel widerspiegeln.
Besonders kanarisch geht es auch beim Lucha Canaria, dem Ringkampf, zu. Tías hat ein eigenes Team, dem man in der Ringkampfhalle in der Calle de la Luchada zusehen kann. Einfach den Termin für den nächsten Kampf erfragen, am jeweiligen Abend zur Halle fahren und die kanarische Kultur aus nächster Nähe miterleben.
Als Besucher von Tías sollte man kein großes Unterhaltungsprogramm, wie man es in den Touristenzentren findet, erwarten. Ein Besuch der Stadt ist aber eine großartige Alternative zu den Touristenhochburgen der Insel und Einheimische begegnen Gästen freundlich und zuvorkommend.