Teguise

Übersicht 

Teguise, die ehemalige Hauptstadt und Bischofssitz, liegt im Landesinneren von im gleichnamigen Gemeindegebiet, circa 10 Kilometer von der Küste entfernt. Teguise kann auf eine über 500 Jahre alte, sehr bewegte Geschichte zurückblicken und gilt, damals wie heute, als das kulturelle Zentrum Lanzarotes. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten steht der Ort sogar unter Denkmalschutz und wurde zum Conjunto Arquitectónico Histórico-Artístico(Architektonische historische und künstlerische Stätte) ernannt. Viele Klöster und Kirchen, Paläste und Parks schaffen dieses besondere Flair der Stadt, in der man auf dem aus dem 16. Jahrhundert stammendem Kopfsteinpflaster durch die Geschichte Lanzarotes laufen kann. Vielzählige, abwechslungsreiche historische Bauten, wie das Castillo Santa Bárbara, der Palacio Spínola, die Pfarrkirche San Miguel und der Hauptplatz der Stadt, die Plaza de la Constitución, sind nur einige wenige Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch so lohnenswert machen. Auch der Wochenmarkt, der jeden Sonntag stattfindet, ist eine Attraktion. An diesem Tag verwandelt sich die Stadt in einen einzigen großen Basar, wo gehandelt und gefeilscht wird was das Zeug hält. Vor allem Kunsthandwerk, Textilien aller Art und typisch kanarische Produkte gibt es hier zu kaufen. Teguise ist ein idealer Ort zum Bummeln und Bestaunen.

Gründung und Geschichte

Die Real Villa de Teguise (königliche Stadt) wurde 1406 von Maciot de Bethencourt gegründet.

Die Stadt, die ehemals den Namen Acatife trug, wurde nach Bethencourts Lebensgefährtin Teguise benannt. Teguise bildete das erste städtische Zentrum der Insel und wurde nach seiner Kolonialisierung zu dessen Hauptstadt und später auch zum Bischofssitz erklärt. Von ihr ging die größte kulturelle Beeinflussung während des gesamten 15. Jahrhunderts über den Archipel aus.

Dennoch oder gerade deswegen war Teguise auch ein Ort der Unruhe und Überfälle. 1568 plünderte der nordafrikanische Piratenfürst Morato Arraez die Stadt komplett aus und ermordete zahlreiche ihrer Einwohner oder machte sie zu Sklaven. Auf dieses schreckliche Ereignis weißt auch heutzutage noch der Callejon de Sangre (Blutgasse) hin. 1618 legten die Berber die Stadt erneut in Schutt und Asche. Aus diesem Grund wurde das Castillo Santa Bárbara am Rande des 452 Meter hohen Vulkanberges Guanapay errichtet. Dieses Kastell, das vorwiegend als Fluchtburg zum Schutz der adligen Bevölkerung diente, erwies sich allerdings nicht als sehr nützlich. Bis ins späte 18. Jahrhundert hinein fanden diese Überfälle in regelmäßigen Abständen statt.

1852 musste Teguise seine Rolle als Hauptstadt an das damals noch unbedeutende Hafenstädtchen Arrecife abgeben. Nichtsdestotrotz ist Teguise auch weiterhin das kulturelle Zentrum der Insel und Anziehungsort für zahlreiche Touristen. Seit 1973 steht die Stadt nach einer aufwendigen Restaurierungsaktion sogar unter Denkmalschutz und wurde zur Conjunto Arquitectónico Histórico-Artístico (Architektonische historische und künstlerische Stätte) ernannt. Mit über 500 Jahren Geschichte, einer unverwechselbaren Architektur, zahlreichen Kirchen und Klöstern, Galerien und Museen hat die Stadt viel zu bieten.

Wirtschaft

Früher wurde in der Gemeinde Teguise viel Viehwirtschaft und vor allem Landwirtschaft betrieben. Immer noch werden Zwiebeln, Wein, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Melonen angebaut. Der Getreideanbau hingegen hat stark abgenommen.

Die Küstenregionen der Gemeinde finanzieren sich hauptsächlich durch den Tourismus. Aber auch in der Gemeindehauptstadt hat der Tourismus als Wirtschaftszweig immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Vegetation und Lage

Teguise liegt im Landesinneren von Lanzarote in der gleichnamigen Gemeinde. Die Nachbarorte sind Los Valles im Norden und Tahicheim Süden. Teguise liegt etwa 10 Kilometer von der Küste entfernt auf 220 Höhenmetern. Am Rande des 452 Meter hohen Vulkanberges Guanapay gelegen, herrscht hier, wie überall auf der Insel, ein mildes niederschlagarmes Klima. Die Passatwinde, die von Nordosten her kommen, bringen Abkühlung, aber keinen Regen. Deswegen ist die Vegetation stark den Gegebenheiten angepasst und eher karg und vereinzelt, oftmals bestehend aus Flechten und anderen salzresistenten Gewächsen. 

Anfahrt

Von Arrecifeaus fährt man über die LZ-10 und die LZ-1 circa 20 Minuten bis nach Teguise. Außerdem ist der Ort mit den Arrecife-Buslinien 7, 9, 10, 26, 27 zu erreichen. 

Kultur und Einwohner

Villa de Teguise hat etwa 1.600 Einwohner. Damit ist er nach Costa Teguise der zweitgrößte Ort der Gemeinde. Insgesamt zählt das gesamte Gemeindegebiet etwa 20.000 Einwohner.

Die ehemalige Hauptstadt Lanzarote ist heute immer noch das größte kulturelle Zentrum der Insel und Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Teguise blickt auf 500 Jahre bewegte Geschichte zurück, in die Besucher der Stadt dank zahlreicher erhaltener und restaurierter Gebäude, Klöster und Kirchen eintauchen können. Auch eine Vielzahl an Museen lädt dazu ein, die Stadt in ihren Grundfesten kennenzulernen. Unter der Woche ist der Ort eher ruhig und man kann gemütlich durch die vielen verwinkelten Gassen und Straßen schlendern. Trubel herrscht jeden Sonntag auf dem Wochenmarkt, bei dem die ganze Stadt ein einziger großer, arabisch angehauchter Basar ist.

Die Einheimischen besitzen eine sehr bewegte und von Traditionen geprägte Geschichte, die auch immer noch in zahlreichen Festen und Feierlichkeiten zelebriert wird. Eine davon ist der Tanz der kleinen Teufel – Danza de los Diabletes. Diese Tradition  ist eine Mischung aus Ureinwohnerglauben und kastillischen Elementen in Verbindung mit Hexerei. Sie geht auf das Ende des 15. Jahrhunderts zurück, als die ersten afrikanischen Sklaven und mit ihnen abergläubische Bräuche auf die Insel kamen.

Die Figur des Teufelchen erscheint in Teguise in Form eines Ziegenbocks, der ein Symbol für Männlichkeit und Fruchtbarkeit ist. Früher wurden diese Tänze von den einheimischen Schafshirten in einer Nacht zwischen Weihnachten und dem Heiligen Dreikönigstag abgehalten, meist in der Silvesternacht. Auch die römischen Saturnalien fanden in diesem Zeitraum statt. Mit der Christianisierung wurden diese heidnischen Feste und Rituale abgeschafft und durch Frühmessen ersetzt. Die Teufelsmasken blieben dennoch erhalten. Die Schafshirten tanzten nun als Sklaven neben dem Feuer zum Fronleichnamsfest. Diese Prozession wurde immer gewaltiger. Erst wurden die Tänzer und Trommelspieler von ihren Lehnsherren, dann vom Staat gefördert und entlöhnt. Der Umzug strotzte immer mehr vor Protz und Pracht und übertrug sich von Generation zu Generation in verschiedenen Versionen. Auch das Aussehen der Masken veränderte sich von Ziege zu Stier mit Hörnern und Zunge. Rosalia Spinola Aldana gab die Idee dazu. Jacke und Hose wurde mit schwarzen Rhomben bemalt und der Hirtenstab, mit Glocken und einem Hirtebeutel versehen, diente als Instrument um Kinder und Jugendliche zu verängstigen. Das Kostüm gibt nach wie vor ein klares Ebenbild zum Ursprung und Sinn der Hirtentänze. Heute gehört der Tanz zum Karneval und ist nicht mehr wegzudenken.

Sehenswürdigkeiten 

Bei einem Urlaub auf der Kanareninsel Lanzarote lohnt sich ein Besuch der ehemaligen Hauptstadt Teguise allemal. Der Ort mit seinen Kirchen, Klöstern und kanarischen Häusern versprüht einen ganz besonderen Charme. Es gibt viel zu sehen!

Palacio Spínola

Der Palast Spínola wurde auf dem Platz San Miguel nach den Plänen D. José Feo Peraza zwischen 1730 und 1780 errichtet. Er ist das bedeutenste Wohngebäude in Teguise und eins der besten Beispiele für die überwältigende Architektur der Insel. Im 18. Jahrhundert diente er sogar dem Gouverneur Lanzarote als Wohnsitz. 1974 erfolgte seine Restaurierung unter Beratung des Inselkünstlers und Architekten César Manrique, um ihm seinen alten Glanz wieder zu geben. Die Außenfassade ist durch Fenster und eine Flügeltür waagerecht unterteilt. Über die Vortreppe gelangt man in den Innenbereich zur Kapelle und den großen Sälen. Der Innenhof samt Zisternen zeugen von der politischen und militärischen Macht dieser Epoche.Casa Museo Spínola

Plaza de San Miguel, s/n (35530) Teguise
Tel: 928 845 181Öffnungszeiten Sommer:Öffnungszeiten Winter:Am 25. Dezember sowie 1. und 6. Januar ist der Palacio Spínola geschlossen.
Täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr (Samstag geschlossen)
Täglich von 09:00 bis 15:00 Uhr (Samstag geschlossen)
Eintritt: 3 Euro
 
Im Jahr 1984 wurde das Haus von der Gemeinderegierung gekauft und als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch eine extra Timple Ausstellung (Casa Museo del Timple) ist im Palacio Spínola beherbergt. Hier wird die Geschichte, Entwicklung und der Bau der kleinen, typisch kanarischen Gitarre dargestellt.

Pfarrkirche San Miguel

Die Pfarrkirche San Miguel, auch Iglesia de Nuestra Señora De Guadalupe genannt, ziert den Hauptplatz der Stadt, den Plaza de la Constitución, mit ihrem prachtvollen Bau. Sie wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut und würdigt den Erzengel Michael und die Virgen de Guadalupe. Ihr Turm aus roten und schwarzen Steinquadern erhebt sich über den Platz. Die Zugangstür mit Flügeln wird von einem arabisch geformten Rahmen aus rotem Stein umgeben. Die Kirche selbst ist im neugotischen Stil gestaltet, mit drei Kirchenschiffen und Altaraufsätzen aus weißem Gips. In dieser Kirche wird ein außergewöhnlicher mittelalterlicher Geschmack bewiesen. Leider ist sie gezeichnet durch immer wiederkehrende Brände. Der verheerenste ereignete sich im Jahr 1909. Damals verbrannten auch die Archive der Pfarrei. Bei der Renovierung nach dem Brand wurde die Kirche von innen hauptsächlich in Weiß gestaltet.

Castillo Santa Bárbara

Das Castillo Santa Bárbara wurde im 16. Jahrhundert von D. Sancho de Herrera erbaut. Die Burg, die am oberen Rand des 452 Meter hohen Vulkanberges Guanapay errichtet wurde, besitzt außergewöhnlich dicke Mauern und robuste würfelförmige Türme, die das Kastell vor den Angriffen der Piraten und Berber schützen sollten. Im 17. Jahrhundert wurde die Festung durch einen Ausbau unter der Leitung des Architekten Leonardo Torriani verstärkt. Von 1991 bis 2010 beherbergte das Castillo das Museum Museo del Emigrante. Lange wurde hier die Geschichte derer Lanzaroteños geschildert, die aufgrund von Armut nach Amerika geflohen sind. Mittlerweile wurde das Auswanderermuseum durch ein Piratenmuseum, dem Museo de la Piratería, ersetzt. Die Ausstellung bringt den Besuchern die Geschichte Lanzarote, die von Piratenangriffen geprägt war, ein Stück näher. Zu sehen gibt es unter anderem antike Waffen und die Nachbildung des Dorfes Teguise, wie es früher aussah.
Das Castillo Santa Bárbara liegt auf dem Montaña de Guanapay und ist von der Hauptstraße Avenida Gran Aldea (TZ-10) bereits zu sehen. Schräg gegenüber der Calle Garajonay führt eine Straße direkt zum Castillo hinauf.Öffnungszeiten Museum:Sonntag und Feiertag 9:30-15 UhrIm Sommer ist das Museum von Montag bis Freitag nur bis 15 Uhr geöffnet. Erwachsene 3 Euro

Kinder (0-11) gratis

Eintrittspreise:

Tel: +34 928 845 001

Samstag geschlossen

Montag bis Freitag 9-16 Uhr

Von der Burg aus hat man außerdem einen wunderschönen Ausblick über die Insellandschaft und den Ort selbst. Wer einem kleinen Pfad weiter bergauf folgt, gelangt zum erloschenen Krater des Vulkans.

Convento de Santo Domingo

1698 wurde dieses Dominikanerkloster von Capitán Rodriguez Carrasco gegründet. Das Gotteshaus vereinigt in seinem Bau gleich mehrere Stile. Über der Tür befinden sich die Symbole des Dominikanerordens. Das Convento besteht aus zwei Kirchenschiffen, die durch vier Haltebögen voneinander getrennt sind. Indianische Einflüsse sind in Form eines vergoldeten Altaraufbaus zu finden. Das Kloster beherbergt eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Hier haben schon verschiedene international bekannte Künstler ihre Werke ausgestellt. Außerdem dient es als Veranstaltungsort für Konzerte.Tel: +34 928 845 001Montag bis Freitag von 10:00 bis 15:00 UhrSamstag geschlossen
 
Sonntag von 10:00 bis 14:00 Uhr 
Öffnungszeiten:
Calle Santo Domingo, 1, 35530 Teguise

Convento de San Francisco

Das ehemalige Franziskanerkloster verfiel im Laufe der Zeit, bis letztendlich nur noch seine Kirche übrig blieb. Heutzutage besteht diese aus zwei Kirchenschiffen, die durch eine Reihe aus Rundbögen voneinander getrennt sind. Drei Altare im barocken Stil und eine Kapelle aus hellem gemauerten Stein befinden sich im Inneren. Am 26. April 1590 fand wohl die Eröffnungszeremonie des Klosters statt. Heute ist es ein Museum für religiöse Kunst.Tel: +34 928 314 989Öffnungszeiten:Samstag und Sonntag 9:30 bis 14 Uhr
 
Dienstag geschlossen
Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr
Email: museo@obispadocanariense.net
Convento de San Francisco, 20, 35530, Teguise

Museen 

Teguise gilt als das kulturelle Zentrum Lanzarote. Das wird auch in der großen Anzahl an Museen in dem Ort deutlich. Hier gilt es, viel über die Geschichte und Kultur der Kanareninsel zu erfahren.

Casa Museo del Timple

Die Timple Ausstellung (Casa Museo del Timple) ist im Palacio Spínola beherbergt. Hier wird die Geschichte, Entwicklung und der Bau der kleinen, typisch kanarischen Gitarre dargestellt. Der Palast Spínola wurde auf dem Platz San Miguel nach den Plänen D. José Feo Peraza zwischen 1730 und 1780 errichtet. Er ist das bedeutenste Wohngebäude in Teguise und eins der besten Beispiele für die überwältigende Architektur der Insel.
Casa Museo Spínola
Plaza de San Miguel, s/n (35530) Teguise
Tel: 928 845 181
Eintritt: 3 Euro
 
Öffnungszeiten Sommer:
Täglich von 09:00 bis 15:00 Uhr (Samstag geschlossen)
Öffnungszeiten Winter:
Täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr (Samstag geschlossen)
Am 25. Dezember sowie 1. und 6. Januar ist der Palacio Spínola geschlossen.

Museo de la Piratería

Das Museum Museo de la Piratería befindet sich im Castillo Santa Bárbara. Die Burg wurde im 16. Jahrhundert von D. Sancho de Herrera auf dem 452 Meter hohen Vulkanberg Guanapay errichtet. Von 1991 bis 2010 beherbergte das Castillo das Museum Museo del Emigrante. Lange wurde hier die Geschichte derer Lanzaroteños geschildert, die aufgrund von Armut nach Amerika geflohen sind. Mittlerweile wurde das Auswanderermuseum durch das Piratenmuseum ersetzt. Die Ausstellung bringt den Besuchern die Geschichte Lanzarote und der anderen Kanareninseln, die von Piratenangriffen geprägt war, ein Stück näher. Zu sehen gibt es unter anderem antike Waffen und die Nachbildung des Dorfes Teguise, wie es früher aussah.
Das Castillo Santa Bárbara liegt auf dem Montaña de Guanapay und ist von der Hauptstraße Avenida Gran Aldea (TZ-10) bereits zu sehen. Schräg gegenüber der Calle Garajonay führt eine Straße direkt zum Castillo hinauf.
 
Öffnungszeiten Museum:
Montag bis Freitag 9-16 Uhr
Sonntag und Feiertag 9:30-15 Uhr
Samstag geschlossen
Im Sommer ist das Museum von Montag bis Freitag nur bis 15 Uhr geöffnet.
Tel: +34 928 845 001
 
Eintrittspreise:
Erwachsene 3 Euro
Kinder (0-11) gratis

Galerie der zeitgenössischen Kunst

Die Galerie der zeitgenössischen Kunst befindet sich im 1698 errichtete Dominikanerkloster Convento de Santo Domingo. Hier haben schon verschiedene international bekannte Künstler ihre Werke ausgestellt. Außerdem dient es als Veranstaltungsort für Konzerte.
 
Calle Santo Domingo, 1, 35530 Teguise
Tel: +34 928 845 001
 
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 10:00 bis 15:00 Uhr
Sonntag von 10:00 bis 14:00 Uhr
Samstag geschlossen

Museum für religiöse Kunst

Das Museum für religiöse Kunst befindet sich im Inneren des Franziskanerklosters Convento de San Francisco, das 1590 Eröffnung feierte. Das Kloster verfiel im Laufe der Zeit, bis letztendlich nur noch seine Kirche übrig blieb. Heutzutage besteht diese aus zwei Kirchenschiffen, die durch eine Reihe aus Rundbögen voneinander getrennt sind. Drei Altare im barocken Stil und eine Kapelle aus hellem gemauerten Stein befinden sich im Inneren.
 
Convento de San Francisco, 20, 35530, Teguise
Tel: +34 928 314 989
Email: museo@obispadocanariense.net
 
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr
Samstag und Sonntag 9:30 bis 14 Uhr
Dienstag geschlossen

Aktivitäten 

Teguise ist Ausgangspunkt für diverse Aktivitäten und Ausflüge innerhalb des Gemeindegebietes. Einerseits gibt es im Ort selbst viel zu unternehmen, andererseits bieten die anderen Orte der Gemeinde viel Abwechslung.

Teguise überzeugt mit ursprünglich kanarischem Flair und lädt vor allem zum Stadtbummel und zu kulturellen Aktivitäten ein. Dabei gibt es interessante Architektur und zahlreiche Museen zu entdecken. Hier können Urlauber der Geschichte und Kultur Lanzarote besonders nahe kommen.

Aber auch Ausflüge in die Natur kommen in Teguise nicht zu kurz. Die Gegend lädt zu Spaziergängen oder Wanderungen ein. Durch die zentrale Lage sind außerdem andere interessante Orte und Touristenattraktionen sehr gut zu erreichen. So zum Beispiel der Surfort Caleta de Famara oder Tahiche, der frühere Wohnort César Manriques samt seines künstlerisch gestalteten ehemaligen Wohnhauses.

Strände 

Der Ort Villa de Teguise liegt im Landesinneren von Lanzarote und verfügt deswegen nicht über eigene Strände. Wer während seines Urlaubes nicht aufs Baden verzichten möchte, hat trotzdem in unmittelbarer Nähe eine Auswahl an Stränden. An der Ostküste hat zum Beispiel der Ferienort und die größte Stadt der Gemeinde Costa Teguise viele schöne und familienfreundliche Strände zu bieten. Der Ort liegt 12 Kilometer entfernt und ist in 15 Minuten über die LZ-10 zu erreichen. Oder aber man fährt an die Westküste an den Strand von Famara. Auch dieser ist in 15 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Der weitläufige Strand ist ein Paradies für Surfer. Trotz seiner erhabenen Schönheit ist es nicht ganz ungefährlich hier zu baden, da sich durch das Zusammenfließen von verschiedenen Meeresströmungen Strudel bilden, die selbst für gute Schwimmer gefährlich werden könnten. Man sollte sich hier stets in Ufernähe aufhalten.
 
Dank der vielen schönen Strände, die sich zwar nicht unmittelbar im Ort Villa de Teguise, dafür aber in der nahen Umgebung, befinden, bietet der Ort eine gelungene Abwechslung aus Kultur- und Strandurlaub.

Feste 

Teguise, die ehemalige Hauptstadt der Insel, hat neben einer bewegten Geschichte natürlich auch viele Feste zu feiern.

Am 01. März findet der Karneval in Teguise statt. Der Tanz der kleinen Teufel, der Danza de los Diabletes, ist eine der ältesten Traditionen und geht auf das 15. Jahrhundert zurück.

Am 03. Mai feiert man den Tag der Kreuze. Wieder eine tief verwurzelte Tradition der Kanarischen Inseln, bei der die Kreuze mit bunten Blumen geschmückt werden.

Am 24. Mai findet die Kanarische Woche statt, die ihren Höhepunkt im kanarischen Festtag, der Gran Fiesta Canaria, hat. 

Am 01. Juni findet die Corpus Christi Prozession statt, bei der Teppiche aus Salz direkt auf den Straßen Teguises erschaffen werden. 

Am 16. Juli findet das Patronatsfest der Nuestra Señora del Carmen statt, das gleichzeitig der Acatife Volksfesttag ist. Dieser Feiertag wird wunderbar bunt und ausgelassen gefeiert. Neben Opfergaben für die Jungfrau finden Handwerkermessen und der typisch kanarische Ringkampf Lucha Canaria statt. 

Am 24. Dezember findet das Weihnachtsfest statt mit seinem Mitternachtsgottesdienst Misa de Gallo und Liedern und Tänzen zu Ehren des Kindes Jesu. Diese Tradition wird bereits seit 1580 ausgeübt. In Teguise findet die Messe in der Kirche Iglesia de Nuestra Señora de Guadalupe statt.

Restaurant  

Teguise verfügt über eine große Anzahl verschiedener Restaurants, die diverse Köstlichkeiten und kanarische Spezialitäten anbieten. Besonders beliebt sind auch immer wieder Fischlokale. Unbedingt probieren sollte man den gekochten oder gebratenen Papageienfisch, der hier als Delikatesse gehandelt wird.

La Galeria

Das Lokal Galeria ist vor allem am Sonntag gut besucht, da es sich mitten im Treiben des Marktes befindet. Außerdem werden die Gäste durch die große Auswahl an Pinchos angelockt, die vor dem Restaurant präsentiert werden. Die typisch baskischen, bzw. nordspanischen Häppchen gibt es hier in allen Variationen. Gezahlt wird pro Pincho. Auch am Sonntagabend ist im Galeria viel los. Ab circa 20 Uhr wird der Trubel bei Live-Musik fortgesetzt.

Calle Nueva 8, Teguie

Tel: +34 928 845 663 

La Palmera

Mit seiner Lage am Parque la Mareta (hinter der Pfarrkirche San Miguel) und somit direkt am Zentrum des Wochenmarktes ist das Palmera gerade am Sonntag beliebter Anlaufpunkt für Einheimische und Urlauber. Aber auch am Freitagabend bei Live-Musik lässt die Stimmung nicht zu wünschen übrig. Vor allem die Tapas und Grillplatten sind hier besonders zu empfehlen. Den Namen trägt das Palmera wegen der Palme, die aus dem Inneren des Lokals durch das Dach wächst.

Calle Garajonay

Tel: +34 690 824 501

Öffnungszeiten:

Täglich 14 bis 22 Uhr

LagOmar

Einen kleinen Ausflug ins Örtchen Nazaret sollten Urlauber sich nicht entgehen lassen. Hier befindet sich das LagOmar, eine von César Manrique entworfene Anlage aus Grotten im Lavafels, die mit Treppen und Tunneln verbunden sind und ein Restaurant, eine Bar in einer Höhle und ein Museum beherbergen. In dem Lokal wird den Gästen mediterrane Küche geboten. Anschließend kann das hauseigene Museum besucht werden. Die prächtige Anlage gehörte einst dem Schauspieler Omar Sharif. Nazaret ist von Teguise aus in 10 Minuten über die LZ-30 zu erreichen.

Calle Los Loros, 6, 35539 Teguise

Tel.: (+34) 928 845 665

Öffnungszeiten Restaurant:

Dienstag bis Samstag 12:00 bis 24:00 Uhr

Sonntag 12:00 bis 18:00 Uhr

Montags geschlossen

Öffnungszeiten Bar:

Mittwoch, Freitag und Samstag von 22 bis 3 Uhr 

Casa Cristóbal

Das Casa Cristóbal in Teguise zählt zu den besten Restaurants der Insel. Mit stets frischen Zutaten in sehr guter Qualität werden die Speisen hier zubereitet. Zu empfehlen ist die Fischsuppe oder aber die beliebten Lammkoteletts. Stolz sind die Inhaber besonders auf die 120 Whiskysorten, die sie hier zum Probieren anbieten.

Calle Temisa 3, 35530 Teguise

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Montag 12:00 bis 23:30 Uhr

im Juni sind Betriebsferien 

Nachtleben

 
In Teguise ist das Nachtleben beschaulich. Viele Bars und Restaurants laden ein, den Abend hier zu verbringen. Discotheken sind vereinzelt an der Ostküste Lanzarote zu finden, wie in den Städten Costa Teguise, Arrecifeund Puerto del Carmen.
 
In Teguise ist das Nachtleben beschaulich. Viele Bars und Restaurants laden ein, den Abend hier zu verbringen. In einigen Lokalen kommt bei Live-Musik gute Stimmung auf. Diskotheken sind eher der Ostküste Lanzarote zu finden, wie in den Städten Costa Teguise, Arrecife und Puerto del Carmen
 

Einkaufen 

Zwar gehört Teguise mit zu den bekanntesten Städten Lanzarote, allerdings sind hier vor allem Kultur und Geschichte der Insel beheimatet, sodass man hier keine Shoppingmeile oder Einkaufszentren findet. Zum Shoppen sollte man nach Costa Teguise (13 Km) oder direkt in die Inselhauptstadt Arrecife (13 Km) fahren. Nur sonntags kommen viele Urlauber und Einheimische zum Einkaufen nach Teguise. Dann findet nämlich der bekannte Wochenmarkt statt.

Markt von Teguise

Jeden Sonntag nimmt der Mercadillo, der Wochenmarkt, fast die gesamte Innenstadt von Teguise ein. Das Zentrum des Marktes liegt direkt hinter der Pfarrkirche San Miguel im Parque de La Mareta. Fast 10.000 Einheimische und Urlauber zieht es jede Woche wieder auf den Markt, um Textilien, Kunsthandwerk aus aller Welt und typisch kanarische Produkte einzukaufen. Am Sonntag ist Teguise der perfekte Ort, um sich um Mitbringsel und Souvenirs zu kümmern. Dennoch sollte man sich vor Ramsch in acht nehmen. Der Markt hat jeden Sonntag von 09:00 bis 14:00 Uhr offen. Das Hauptgedränge findet zwischen 11:00 und 12:00 Uhr statt, wenn die Reisebusse mit den zahlreichen Touristen in Teguise gelandet sind. Mittlerweile haben sich hier auch deutsche Imbissbuden niedergelassen, so kann man sich bei original kanarischem Ambiente eine Thüringer Rostbratwurst schmecken lassen.
 
Eine weitere Besonderheit ist, dass sich unter der Marktfläche eine riesige Zisterne, die grundlegende Wasserversorgung der Stadt, befindet.
 
Öffnungszeiten:
jeden Sonntag von 09:00 bis 14:00 Uhr