Tahiche

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Tahiche

Wer von Arrecife entlang der LZ-1 landeinwärts in nördliche Richtung fährt, stößt auf das kleine Städtchen Tahiche. Viele Villen säumen den Weg, die Gegend ist sehr beliebt bei Wohlhabenden – jedoch nicht nur bei ihnen: Hunderte Touristen pilgern täglich in die Stadt, um die “Fundación César Manrique” zu sehen, das einstige Wohnhaus des Architekten, Landschaftsgestalters, Bildhauers und Malers César Manrique. Manrique, der das Gesamtbild Lanzarote mehr als jeder andere geprägt hat, machte in den späten 60er Jahren von sich Reden, indem er vielerorts versuchte, Entwicklungen und Veränderungen in Form von Kunst in die Landschaften zu integrieren. Touristen sollten angelockt werden und die gesamte Insel attraktiver darstehen lassen – ein Erfolg. Jedes Jahr besuchen zahlreiche Touristen während ihres Urlaubs auf Lanzarote die “Fundación César Manrique” in Taro de Tahiche. 1968 baute er sein zweistöckiges Haus, inmitten eines Lavafeldes. Eine Legende besagt, er habe das eigentlich wertlose Grundstück zum Spottpreis von einem Bauern abgekauft. Manrique fand schnell heraus, dass sich in dem versteinerten Lavastrom riesige Gasblasen befanden, in die er seine Wohnräume bauen wollte. Gesagt, getan – im oberen Teil richtete er sich sein Atelier ein, im unteren gestaltete er die Hohlräume zu Wohnräumen um. Und obwohl das kraftvolle Lavagestein dominiert, schaffte es Manrique mit kleinen Details, wie liebevoll gestalteten Mosaiken und Ornamenten, sein Haus wohnlich zu halten.

1982 wurde die Stiftung "Fundación César Manrique" gegründet und das Wohnhaus des Künstlers somit erstmals als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Exponiert werden eine Sammlung zeitgenössischer kanarischer Kunst, einige Werke von Manrique selbst sowie einige aus seinem Besitz.

Für viele Touristen gar nicht bekannt, hat César Manrique einen weiteren Fußabdruck im 3751-Einwohner-Dorf hinterlassen. Nur ein kurzer Fußweg entfernt, befindet sich direkt hinter dem Kreisverkehr das Restaurant Los Aljibes. An diesem hat Manrique beim Bau 1970 aktiv mitgewirkt und viele seiner originellen Design-Ideen einfließen lassen.

Nicht viel weiter entfernt befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit Tahiches und zwar ein kleiner Vulkanpark. Besucher können sich hier ein Bild machen, was die Erosion des Tahiche-Vulkans einst für ein Ausmaß genommen hatte, während sie einen fantastischen Blick auf Costa Teguise und die Hauptstadt Arrecife haben.

Die Altstadt Tahiches hat für Touristen auch einiges zu bieten. Zwischen Souvenirshops und Läden mit lanzarotischer Kunst befinden sich diverse Cafés. Zu den Besten gehört sicherlich das Café Aloe, das auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist und einen grandiosen Blick auf die Stadt bietet. Zu finden ist es recht einfach: Von Manriques Haus aus über den Kreisverkehr und dann die dritte Straße rechts in die Calle de Unamuno einbiegen (erkennbar an den Palmen auf dem Mittelstreifen) und der Straße bis nach oben folgen.

Zu erreichen ist Tahiche mit dem Auto über die LZ-1 oder LZ-10, direkt am Kreuz beider Autobahnen. Per Bus ist Tahiche ab Arrecife mit den Linien 07, 09, 10, 26, 27 zu erreichen.

Fundación Cesar Manrique
Taro de Tahíche - 35507 TEGUISE
Lanzarote - Islas Canarias
Tfno: +34 928 84 31 38
Fax: +34 928 84 34 63

Öffnungszeiten

Winter (1. November - 30. Juni)
Von Montag bis Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag von 10:00 bis 15:00 Uhr

Sommer (1. Juli - 31. Oktober)
Täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr

Am 1. Januar geschlossen

Eintritt:  8 Euro
Kinder bis 12 gratis