Übersicht von Adeje

Vom höher gelegenen Adeje aus kann man das wunderschöne Tal betrachten, sowie auf das Meer hinabschauen, was den Drang entfacht, sogleich mit einem Segelboot ins Meer zu stechen. Die Costa Adeje ist praktisch die Fortsetzung des Touristenortes Playa de las Américas in Richtung Norden betrachtet. Sie verspricht schöne und stille Plätze und kulturelles Erlebnis. Spanisches Flair mit schmalen und verwinkelten Gassen und bedeutenden Gebäuden zeichnen die historisch wertvolle Stadt aus, die auch gleichzeitig der Hauptsitz der gleichnamigen Gemeinde ist.

Geschichte und Gründung

Vor rund zehn Millionen Jahren begann die eigentliche Entstehung Teneriffas nach dem Prinzip: aus drei mach eins. Die Berge des Teno-Gebirges im Westen, des Anaga-Gebirges im Nordosten und die Berge bei Adeje im Süden waren einstmals drei einzelne Landflecken im Meer. Die Genesis Teneriffas schuf der Ausbruch eines Vulkans, der alle drei zusammenschmelzen ließ.Die ersten Menschen besiedelten vermutlich ab etwa 3000 vor Christus Teneriffa. Man ist sich sicher, dass Berberstämme aus dem Nordwesten Afrikas die Inseln auf unerklärte Weise erreichten und besiedelten. Die so genannten Altkanarier, auch Guanchen genannt, besaßen einen Häuptling: El Gran Tinerfe. Er regierte von Adeje aus die gesamte Insel während des 15. Jahrhunderts. Die 9 Söhne dieses mächtigen Häuptlings teilten sich nach seinem Ableben das Land auf und organisierten sich in einzelnen Stämmen. Nach ihrem Vater wurde die Insel benannt, nach den Erzählungen. Noch heute erinnert die überdimensionale Statur des Gran Tinerfes an seine Person.Die Kultur der Guanchen wurde nach der Inseleroberung durch die Spanier am 25. Dezember 1495 vernichtet. Die Eroberer erkannten das Gebiet um Adeje als guten Standort für die Produktion von Zuckerrohr sowie für den Sklavenhandel an und errichteten hier eine ihrer ersten Siedlungen.

Wirtschaft

Auch in und um Adeje steht der Tourismus an erster Stelle. Durch den Bau der Südautobahn TF-1 wurde die Verbindung zum Südflughafen erleichtert und der Tourismus enorm vorangetrieben. Von 2002 bis 2007 eröffnete im Durchschnitt ein neues Geschäft pro Woche in der Gemeinde Adeje, in welcher sich die Massentourismusorte Las Américas und Fañabé befinden. Diese sind zwar mit einer Kapazität für viele Reisende ausgestattet, erinnern jedoch nicht an unangenehmen, Massentourismus. Besonders, da die Hotelanlagen mit sehr viel Sinnlichkeit und Geschmack erbaut wurden. Die meisten ansässigen Menschen arbeiten  im Dienstleistungssektor. Um auch die einheimischen Produkte zu vermarkten, finden wöchentlich Bauernmärkte, so genannte Agromercados, in der Region statt. Dort werden qualitativ hochwertige kanarische Produkte direkt vom Erzeuger verkauft. Zudem engagieren sich die Bauern dafür, dass keine weitere Verdrängung der ländlichen Räume durch den Tourismus erfolgt.

Kultur und Einwohner

Die Gemeinde zählt über 44.000 Einwohner, wovon die Zahl der eingewanderten Ausländer die der Einheimischen bei Weitem übersteigt. Adeje entwickelt sich durch die Tourismusbranche stetig weiter: Es werden immer mehr Appartements und moderne Hotelanlagen gebaut. Im Gegensatz zu den Nachbarorten Las Américas und Los Christianos gibt es einen historischen Ortskern, dessen Gebäude bis ins 16. Jahrhundert zurückzuführen sind und gernals Ausgleichsprogramm zu den Massentourismusorten besucht werden. Die Altstadt bezaubert die Besucher mit typisch kanarischen Häusern, schmalen Gassen und Lorbeerbäumen rund um den Dorfplatz.

Lage und Vegetation

Adeje ist der Hauptsitz der gleichnamigen Gemeinde. Es liegt im Südwesten Teneriffas auf durchschnittlich 280 Höhenmetern. Zusammen mit der Nachbargemeinde Arona hat es die Verwaltung der Touristenzentren Los Christianos und Las Américas inne. Aufgrund dessen zählt Adeje zu den reichsten Gemeinden der Insel.Sein Relief besteht aus steilen Hängen und Felsen. Geografische Besonderheiten befinden sich im Gebiet Barranco del Infierno, der so genannten Höllenschlucht, welche einen Wasserfall sowie eine interessante Flora und Fauna zu bieten hat und zu den beliebtesten Wanderwegen der Insel gehört. Weitere unter Naturschutz stehende Gebiete sind die Steilwände Acantilados de Adeje, die Schlucht Barranco de Erques und die Felswände an der Küste, sowie ein Teil der Waldkrone.


Andere Dörfer in der Umgebung sind: Ifonche, Taucho, Armeñime, Tijoco, Fañabe, Iboybo und die großen Touristenzentren wie Playa de Las Américas und Playa Paraiso. Kleine Zusatzinfo: Adeje ist Stadtpartner von Bischofshofen im österreichischen Salzburger Land, weswegen ein große Büste Beethovens vor der imposanten und sehr modern ausgerichteten Musikschule steht.