Bajamar

Übersicht

Bajamar und Punta del Hidalgo sind außergewöhnliche Orte, die neben den Stränden El Troche, San Juan und El Arenal (auch el Callao genannt), Naturschwimmbädern und kleinen Kirchen viel zu bieten haben. Verschiedene Wanderwege laden Urlauber ein, die atemberaubende Landschaft zu erkunden. Das Anaga-Gebirge gehört zu den ältesten Gebieten der Insel. Noch heute können Sie hier alte Bauernanwesen aus dem 19. Jahrhundert entdecken.

Nordöstlich von Santa Cruz und La Laguna befindet sich der Ort Bajamar, der zwischen einer faszinierenden Küsten- und Gebirgslandschaft liegt. Er war der erste touristische Ort auf Teneriffa. Das 5-Sterne-Hotel „Atlantis“, heute ein Appartementhaus, war schon in den 1970er Jahren bekannt. Mittlerweile verbringen bevorzugt Leute aus La Laguna hier die Sommermonate Juli und Augst. Im Winter ist Bajamar – eine Stadt mit etwa 2.500 Einwohnern – eine schöne Möglichkeit sich vom Trubel des Alltags zurückzuziehen.

Historie

Unmengen an Lava schufen ein vulkanisches Kunstwerk aus verschiedenen Schichten, aus welchem nach dem Ende der ersten vulkanischen Aktivität durch die nachfolgenden erosiven Vorgänge Schluchten und Klippen geformt wurden. Relativ junge Eruptionen sind für die Isla Baja und damit Bajamar verantwortlich. Die neuere Geschichte Teneriffas begann im Nordosten des Landes, wo die Spanier die Insel erobern wollten und mit den Einheimischen (Guanchen) kämpften. Die Historie von Bajamar wurde vor allem auch von der Vegetation vor Ort beeinflusst: Sie ließ nur eingeschränkt Besiedlung zu. Erst mit Ausbau der Wirtschaft nahm auch die Bevölkerungszahl der Gebiete hier zu.

Kultur und Einwohner

Landwirtschaft und Fischfang prägen das Leben der Einwohner Bajamas und spielen eine tragende kulturelle Rolle. Sie sind Touristen gewöhnt, die immer wieder ihren Weg in den kleinen Ort finden, um zu entspannen. Bajamar entwickelt sich zu einer Art „Schlafstadt“: Viele Spanier, die in La Laguna arbeiten, wohnen hier an der Küste.

Wirtschaft

Besucher haben die Möglichkeit das archaische Dasein der Einheimischen, die von Landwirtschaft und Fischfang leben, zu entdecken. Der Bananenanbau führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes. Mittlerweile ziehen sich hier vor allem ältere Urlauber zurück. Im Ort gab es in den letzten Jahren nur noch ein Hotel, das vor allem bei deutschen Besuchern sehr beliebt war, jedoch im Sommer 2010 schließen musste.

Anfahrt

Bajamar gehört zur Gemeinde San Cristóbal de La Laguna und liegt an der Provinzstraße TF-13. Die Busse 105 und 50 fahren regelmäßig hierher.

Vegetation und Lage

Die Küsten des Landes werden von dem starken Gestein der Cumbra Dorsal, die im Nordosten in den Montañas de Anaga enden, getrennt. Lediglich eine steile, kurvenreiche Straße führt daher nach Bajamar und den Nachbarort Punta del Hidalgo. Bajamar gehört zur Gemeinde San Cristóbal de La Laguna und liegt an der Provinzstraße TF-13. Die Busse 105 und 50 fahren regelmäßig hierher. Die Gegend zeichnet sich durch ein angenehm frühlingshaftes Klima mit durchschnittlich 21 °C  das ganze Jahr über aus. Die Küstenregion ist durch weitläufige Flächen mit Salzwassernaturbecken und Felsen gekennzeichnet, die bei Ebbe zum Vorschein kommen. In diesen Teichen leben verschiedene Weichtiere und Fische. Sie dienen Vögeln, die hier überwintern, als Nahrung. Oberhalb des Ortes beginnen die Gebiete der Tabaibas und Kardonen – Pflanzenarten, die sich durch ihre Widerstandsfähigkeit auszeichnen. Oberhalb von Bajamar finden Sie zudem einen der besterhaltenen thermophylen Buschwälder Teneriffas mit Palmen und Drachenbäumen.


Sehenswürdigkeiten

Der kleine Ort im Norden Teneriffas ist besonders für seine beliebten Naturschwimmbäder bekannt. Außerdem können Urlauber den alten Leuchtturm "Faro de Bajamar", eine Kapelle am Weg zum Strand sowie eine Kirche aus dem Jahr 1628 besichtigen.

Naturschwimmbäder

In Bajamar wurde 2005 viel gebaut und restauriert. Der Ort bietet daher eine schöne Promenade und zwei Schwimmbäder, die kostenlos nutzbar sind und mit echtem Salzwasser aus dem Meer punkten können. Sie liegen nebeneinander und sind unterschiedlich groß. Das Kleinere der Becken eignet sich besonders gut für Kinder. Baden im offenen Wasser ist aufgrund der starken Wellen, die jedoch aufregend zu beobachten sind, sehr gefährlich und nur für gute Schwimmer im Sommer ratsam. Bei starkem Wellengang und Unwetter werden sie für Besucher gesperrt, da die Möglichkeit besteht, durch die mächtigen Wellen in den Atlantik gerissen zu werden.

Ermita del Gran Poder

Wenn Sie an der zweiten Bushaltestelle im Zentrum des Ortes aussteigen, müssen Sie einfach nur den Weg zur Strandpromenade hinunterlaufen und werden dabei an der Kapelle vorbeikommen. Die Ermita del Gran Poder de Dios stammt aus dem Jahr 1881. Hier werden zwar keine Messen mehr gehalten, dafür finden aber immer wieder Ausstellungen und Treffen der Einheimischen statt.

Iglesia del Gran Poder

Diese Kirche – ein niedriger viereckiger Bau mit Holzdecke und Ziegeldach – befindet sich in der Calle San Juan. 1628 von den Schwestern Catalina und María de Vargas eingeweiht, ging sie Ende des 18. Jahrhunderts in Familienbesitz (Familie Tabares) über. Heute finden hier noch immer Messen statt.

Faro de Bajamar

Der Leuchtturm befindet sich zwischen dem Ortsstrand und den Naturschwimmbecken. Er fällt trotz seiner geringen Größe bereits von Weitem auf und scheint über all jene zu wachen, die kommen, um die riesigen Wellen zu bewundern. Auf dem kleinen Platz tummeln sich außerdem Fischer, denen Sie beim Angeln zusehen können.

Centro Especializado Delfín Bajamar


Aktivität

Wanderungen: Roque Moquinal

Um die Landschaft wirklich kennen zu lernen, müssen Sie die Küstenabschnitte hinter sich lassen. Verschiedene Wanderwege führen in das Naturschutzgebiet Anaga. In der Vergangenheit wurden viele der Routen verwendet, um abgelegene Dörfer auf den Bergspitzen mit Waren zu versorgen. Mittlerweile helfen sie Wanderern in die Geheimnisse der Landschaft einzutauchen. Als Wanderung zu empfehlen ist die Tour zum Roque Moquinal mit stolzen 745 Metern Höhe. Sie beginnt im Ortskern von Bajamar und führt an vielen Attraktionen vorbei. Sie werden begleitet vom Rascheln der unzähligen Eidechsen, entlang an Palmen und Drachenbäumen immer tiefer ins Gebirge laufen und dabei seltene Pflanzen entdecken. Die Landschaft des Naturschutzgebietes ist reich an Formen, Farben und Kontrasten.

 

Strände

Der Playa de Bajamar lädt direkt im Ortskern zum Baden ein. Urlauber können jedoch auch einige Strände, die noch immer als Geheimtipp gelten, am Küstenstreifen zwischen Bajamar und Punta del Hidalgo entdecken. Nach etwas Klettereinsatz werden Sie vielleicht sogar damit belohnt, den Strand allein genießen zu können. 15 Kilometer vor Bajamar befindet sich beispielsweise ein Sandstrand in El Pris. Zudem können Sie auf dem Weg nach Punta del Hidalgo am Playa del Arenal vorbeifahren, der eher für junge Leute und Surfer geeignet ist. In der Nähe befindet sich eine Bushaltestelle. Von dort aus laufen Reisende noch etwa zehn Minuten bergab. Die Küstengebiete dienen vielen Fischarten wie Brassen zur Brut, während sich andere Meeresbewohner, unter anderem Krebse und Oktopusse, in Bodensenkungen am Meeresgrund verstecken.


Feste

In Bajamar finden diverse religiöse Feste, ein Folklore- und ein kubanisches Festival statt. Am wichtigsten ist dabei die Ehrung des Heiligen Cristo del Gran Poder de Dios. Am 15. August jedes Jahres laden die Einheimischen am Tag der Virgen de la Candelaria dazu ein ihre einheimischen Spezialitäten zu probieren.


Restaurants

Sie sind die Schätze dieser Gegend: Die Restaurants können sich besonders durch frische Zutaten aus dem Meer auszeichnen. Auf den Speisekarten findet man vor allem Seafood. Das Angebot wird oftmals durch tropische Früchte wie Bananen, Mangos und Papaya aus der Region erweitert.

Restaurante La Marea

C/ La Luna, s/n., Bajamar

Cafeteriá Audamar (Typische spanisch Cafetería mit netter Bedienung)

C/ Sin Salida, local 101, Bajamar