-
Spanien
-
Kanarische Inseln
- El Hierro
- Fuerteventura
- Gran Canaria
- La Gomera
- La Palma
- Lanzarote
- Teneriffa
- Caleta de Fuste
- Corralejo
- Costa Calma
- Isla de los Lobos
- Morro Jable
- Tarajalejo
- Jandía
- Fañabé
- Caleta de Famara
- Santa Cruz de Tenerife
- Costa Teguise
- La Orotava
- Puerto Calero
- El Médano
- Puerto de Mogán
- Playa Blanca
- Masca
- San Bartolomé de Tirajana
- Puerto del Carmen
- Los Gigantes
- Maspalomas
- San Cristóbal de La Laguna
- Las Palmas de Gran Canaria
- Playa de las Americas
- Playa del Inglés
- Teide Nationalpark
- San Agustín
- Los Realejos
- Taurito
- Las Galletas
- Anaga
- Adeje
- Puerto de la Cruz
- Los Cristianos
- Garachico
- Balearen Inseln
-
Kanarische Inseln
- Portugal
- Malta, Republik
- Italien
Fuencaliente
Übersicht
Fuencaliente, das auch unter dem Namen Los Canarios bekannt ist, ist ein malerischer Ort, dessen nähere Umgebung mit der vielseitigen Natur vor allem zum Wandern und Radfahren einlädt. Er ist umrahmt von zahlreichen Vulkanen und grünen Wäldern. Ähnlich wie auf Lanzarote sind die Bedingungen für den Weinanbau in der Gegend optimal. Durch die vielen Nährstoffe im Boden werden die Reben, von denen die Landschaft geprägt ist, bestens versorgt. Auch die Vulkanasche ist gut für die Pflanzen – sie speichert Wärme und Feuchtigkeit.
In den vielen kleinen Lokalen und Restaurants der Stadt kann man typisch kanarische Gerichte, aber auch internationale Küche genießen.
Der Fremdenverkehr zog an Fuencaliente größtenteils vorbei, sodass der Ort nichts von seinem urigen und typisch kanarischen Wesen einbüßen musste. Trotzdem stehen Urlaubern in Fuencaliente zahlreiche Apartements und Fincas zur Verfügung, die in der Regel schön ruhig gelegen sind.
Kultur und Einwohner
Mit seinen circa 2000 Einwohnern ist Fuencaliente die bedeutendste Siedlung der Region. Die Einwohner sind stolz darauf und vor allem auch auf ihren Weinbau und den berühmten Malvasier.
Lage und Vegetation
Fuencaliente ist die südlichste von den 14 Gemeinden auf La Palma. Das Gebiet Cubre Vieja und das Gebiet Tamanca gehören zu den rund 70 Prozent Fläche, die unter Naturschutz stehen. Zudem gibt es weite Kiefernwälder, die um den Freizeitpark Fuente de Los Roques wachsen.
Diese ganze herrliche Natur liegt in 650 Metern Höhe, was natürlich eine grandiose Aussicht schafft.
Das ganze Gebiet ist bei Touristen vor allem für Wanderungen zu den Vulkanen San Antonio und Teneguia sehr beliebt. Diese beiden potenziellen Lavaspucker sind von Fuencaliente aus gut erreichbar. Der Vulkan Teneguia ist 438 Meter hoch und der jüngste Vulkan der Kanaren. Er entstand nämlich erst 1971. Zu dieser Zeit gab es einen dreiwöchigen Ausbruch des San Antonio und mehrere Schlote unterhalb vereinigten sich zu einem. Die Lava, die zur Südküste floss und im Meerwasser erkaltete, vergrößerte die Insel wieder ein Stück.
Natürlich ist durch den großen Wirtschaftszweig des Weinanbaus die Umgebung mit zahlreichen Weinfeldern geschmückt. Einen ganz besonderen Charme haben die kleinen Mäuerchen aus Lavastein, die die Reben vor dem heftigen Wind schützen. In dieser Gegend kann man auch an Weinproben teilnehmen, um anschließend den eigenen Favoriten zu kaufen.
Geschichte und Gründung
Fuencaliente ist seit 1873 selbständig. Die Stadt wurde 1837 Verwaltungssitz der Gemeinde. Die Übersetzung des Namens bedeutet „heiße Quelle“. Beim bislang letzten Ausbruch des 657 Meter hohen Vulkans San Antonio im Jahre 1677/1678 wurde die heilige Quelle der Stadt verschüttet. Danach begann man Fuencaliente auch Los Canarios zu nennen.
Wirtschaft
Relativ wenig nimmt Fuencaliente durch den Tourismus ein, da dieser im Ort nicht allzu verbreitet ist. Der Weinbau hingegen spielt für die Stadt eine wichtige Rolle. Durch die hervorragenden Bedingungen, die die Vulkanasche den Reben bietet, wird hier ein sehr guter Inselwein hergestellt. Besonders bekannt ist der mehrfach ausgezeichnete süße Malvasier. Die Engländer brachten diesen Wein vor über 300 Jahren mit auf die Insel. Schon Manzoni, Walter Scott, Robert Stevenson und sogar Shakespeare haben diesen vorzüglichen Wein in ihren Werken lobend erwähnt. 1945 wurde eine Weinkellerei gegründet, die aus einer Kooperative mit circa 200 Mitgliedern besteht. Sie produziert etwa zwei Millionen Liter Wein im Jahr und bewirtschaftet knapp 800 Hektar Rebfläche. Die Reben werden in der Gegend fast immer als Kriechgewächs am Boden und nicht an Rebstöcken angebaut. Grund hierfür ist der starke Wind, der den Reben ansonsten Schaden zufügen könnte.
Ein weiterer großer Wirtschaftszweig im Ort ist der Bananenbau. Es existieren einige Plantagen unterhalb der Vulkane.
Auch die noch produzierende Saline ist eine Einnahmequelle von Fuencaliente. Seit 1967 ist sie in Betrieb. Früher waren die Abnehmer des Salzes hauptsächlich Fischer, die das Salz zum konservieren der Fische benutzten. Mittlerweile werden die Fische eingefroren und das Salz wird als Speisesalz verkauft. Es ist aufgrund seines hohen Jodgehaltes und den Mineralien sehr beliebt. Trotzdem kann sich der Eigentümer Fernando Hernández Villalba gerade so über Wasser halten. Er muss um sein wirtschaftliches Überleben kämpfen. 1995 finanzierte die UNESCO einen Teil dringender Renovierungsarbeiten. Die Inselregierung hat glücklicherweise 2007 den Ausbau der Saline bewilligt, sodass mittlerweile auch Salz ins Ausland exportiert werden kann. Nachfrage ist vorhanden. Zur weiteren finanziellen Sicherung wird geplant ein Restaurant und Besucherzentrum zum Thema Meer und Salz zu bauen.
Sehenswürdigkeiten
In Fuencaliente und näherer Umgebung spielt für Besucher vor allem das Erleben der Natur eine wichtige Rolle. Der etwa dreitausend Jahre alte Vulkan San Antonio kann besichtigt werden. Tauchbegeisterte aus aller Welt zieht es regelmäßig an das Kap Punta Malpique, an dem es noch die seltenen schwarzen Korallen gibt. Außerdem können zwei alte Leuchttürme besucht werden.
Centro de Interpretacion de la Reserva Marina de la Palma
Am Südkap von La Palma, dem Punta de Fuencaliente, stehen zwei Leuchttürme. In dem Alten, der nicht mehr in Betrieb ist, befindet sich das Centro de Interpretacion de la Reserva Marina de La Palma. Das ist ein Zentrum, in dem anhand von Videovorführungen, Informationstafeln und Bildern auf die Gefahren der Umweltverschmutzung hingewiesen wird. Dort bekommt der Besucher einen interessanten Einblick in das Meeresschutzgebiet im Südwesten von La Palma. Zwei Räume befinden sich im Leuchtturm, in denen verschiedene Vorführungen zu sehen sind.
Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr und in der Winterzeit Mittwoch bis Sonntag von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr.
Früher galt ein kleines Fischerdorf neben den beiden Leuchttürmen und ein zum Dorf gehöriges Restaurant als beliebtes Ausflugsziel. Leider wurden Dorf und Restaurant 2007 abgerissen.
Punta Malpique
Dieses kleine Kap befindet sich westlich von dem Punta de Fuencaliente. Etwas südlich des Kaps, mitten im Meer, wurden im Jahre 1971 40 Steinkreuze versenkt. Man wollte damit eine Gedenkstätte für den ermordeten Missionar Inácio de Azevedo aus dem Jesuitenorden und dessen 39 Gefährten errichten. Alle wurden 1570 durch hugenottische Freibeuter getötet. Dieser Ort ist mittlerweile ein absolutes Muss für Tauchbegeisterte. Dort kommen zum Beispiel noch die seltenen schwarzen Korallen vor.
Vulkan San Antonio
Dieser Vulkan wird auf etwa 3000 Jahre geschätzt. Dort ist ein kleines Besucherzentrum gebaut worden mit Ausstellungsräumen, die Informationen zu geologischen Details bereitstellen. Sein Kraterrand ist nur bis zur Hälfte begehbar, da der Rest aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde.
Strände
In der näheren Umgenung von Fuencaliente gibt es drei Strände, die vor allem durch ihre schöne und ruhige Lage punkten können.
Playa del Faro
Einer der nahegelegenen Strände ist der Playa del Faro. Man findet eine Mischung aus Sand- und Kiesstrand vor. Es gibt angrenzende Sommerhäuser und eine Strandkneipe ist auch vorhanden. Beim Baden ist Vorsicht geboten, da das Wasser eine starke Strömung hat.
Playa Chica
Dieser Strand liegt ganz nah beim Playa de Zamora und ist sehr ähnlich aufgebaut. Er ist ebenso von hohen Felswänden umrahmt und liegt somit in einer schönen Bucht, die zum Baden gut geeignet ist. Beide Strände sind über Fuencaliente direkt erreichbar. Entweder nimmt man den kurzen Weg über den Stadtteil Las Indias oder einen etwas längeren, aber dafür sehr schönen Weg entlang der Südküste, den man auch gleich mit Sightseeing verbinden kann. Er führt über Las Caletas den Faro de Fuencaliente und zuletzt den Punta Larga.
Playa de Zamora
Der Playa de Zamora gehört zu den schönsten Stränden der Westküste La Palmas. Die Badebucht ist von hohen Felswänden umgeben, was ein besonders schönes Badeerlebnis ermöglicht. Der Strand besteht aus schwarzem Sand.
Feste
Wie in vielen anderen kanarischen Städten findet auch in Fuencaliente ein Fest zu Ehren des Schutzheiligen statt. Da der Weinanbau in Fuencaliente einen hohen Stellenwert einnimmt, wird zudem jedes Jahr ein Weinfest veranstaltet.
San Antonio Abad
Das Fest findet zu Ehren des heiligen San Antonios am 17. Januar statt.
Fiesta de la Vendimia
Dieses Weinfest findet Ende August nach der Weinlese statt. Es ist ein sehr großes Fest mit einem breitgefächerten Programm von Polkamusik bis zum Danza de Las Viejas Solteras (der Tanz der alten Jungfern) und dem Baile de Los Caballos Fuscos (der Tanz der dunklen Pferde). Selbstverständlich wird auch am kanarischen Wein nicht gespart.
Restaurant
In Fuencaliente gibt es einige Restaurants, die für ihre Fischgerichte bekannt sind. Dank des ausgeprägten Weinanbaus können Urlauber auch immer auf den idealen Wein zum Essen zurückgreifen.
Lianovid
Viele Winzer, die sich auch der Genossenschaft angeschlossen haben, führen im Ort ein Restaurant. Lianovia liegt direkt neben der Weinkooperative, die sich in der Nähe der Hauptstraße in Richtung Las Indias befindet. Hier bestellt man neben Wein am besten Steakgerichte.
El Pulpo
Das El Pulpo liegt direkt an der Strandpromenade und wird auch von den Einheimischen gerne besucht. Es befindet sich in einem schnuckeligen Blockhaus und bietet hauptsächlich frischen Fisch und Meeresfrüchte an.
Adresse:
La Constitucion, esq. Los Volcanes 22
38740 Fuencaliente
Kiosco Punta Larga
Dies ist eine einfache aber nette Strandkneipe mit Fischgerichten. Sie ist beliebt und meistens gut besucht. Donnerstags ist hier Ruhetag. Fischgerichte sind ab fünf Euro erhältlich.
La Era
Dieses Restaurant befindet sich direkt gegenüber des Vulkans San Antonio. Es ist leicht zu finden. Schilder weisen den Weg.
Dort sollten vor allem die Fleischgerichte vom Grill probiert werden.
Adresse:
Antonio Paz y Paz, 6
38740 Fuencaliente de La Palma
Kiosco El Faro
Dieses schlichte Lokal befindet sich am Playa del Faro. Auch hier gibt es wieder leckeren frischen Fisch und Meeresfrüchte. Besonders hervorzuheben sind hier die Thunfischkroketten. Kleinigkeiten gibt es bereits ab zwei Euro und ganze Gerichte ab fünf Euro.
Das Restaurant hat von Donnerstag bis Dienstag ab 12:00 Uhr geöffnet.
Nachtleben
Bodega Teneguia
Dies ist ein schönes Weinlokal, das in der Gegend bekannt für den guten Malvasier ist. Hier kann man sie alle probieren: rot, rosé und weiß. Man bekommt die meisten Weine, die in Fuencaliente hergestellt werden. Gemütlichkeit schafft unter anderem das nette und zuvorkommende Personal. Die Weine kann man hier auch mitnehmen oder sich auf Wunsch transportsicher verpacken und nach Hause schicken lassen.
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt man mit gängigen Weinen zwischen vier bis sechs Euro. Das Lokal befindet sich am Ortsausgang Richtung Las Indias.
Adresse:
Santos, 8
38740 Fuencaliente de La Palma