-
Spanien
-
Kanarische Inseln
- El Hierro
- Fuerteventura
- Gran Canaria
- La Gomera
- La Palma
- Lanzarote
- Teneriffa
- Caleta de Fuste
- Corralejo
- Costa Calma
- Isla de los Lobos
- Morro Jable
- Tarajalejo
- Jandía
- Fañabé
- Caleta de Famara
- Santa Cruz de Tenerife
- Costa Teguise
- La Orotava
- Puerto Calero
- El Médano
- Puerto de Mogán
- Playa Blanca
- Masca
- San Bartolomé de Tirajana
- Puerto del Carmen
- Los Gigantes
- Maspalomas
- San Cristóbal de La Laguna
- Las Palmas de Gran Canaria
- Playa de las Americas
- Playa del Inglés
- Teide Nationalpark
- San Agustín
- Los Realejos
- Taurito
- Las Galletas
- Anaga
- Adeje
- Puerto de la Cruz
- Los Cristianos
- Garachico
- Balearen Inseln
-
Kanarische Inseln
- Portugal
- Malta, Republik
- Italien
Natur in Lanzarote
Lanzarote ist die trockenste der kanarischen Inseln. Der Norden der Insel ist etwas regenreicher als der Süden, weil sich von Norden kommende Passatwolken an den Bergen des Inselzentrums gelegentlich ausregnen. Da aber die Berge Lanzarotes nicht allzu hoch sind, zeigen die Passatwinde nicht immer ihren Einfluss, so dass meistens ganzjährig ein niederschlagsarmes Klima vorherrscht. Trotzdem ist es auch im Sommer auf Lanzarote angenehm, weil die Atlantikwinde einer zu starken Erhitzung der Luft vorbeugen.
Wegen der Trockenheit haben sich vor allem sukkulente Pflanzen, die Wasser speichern können, hier angesiedelt. Dazu gehören die kateenartigen Kanarischen Wolfsmilchgewächse. Auch das Eiskraut ist sehr widerstandsfähig. Die weiß blühende Kriechpflanze kann als Salatbeilage verwendet werden. Seinen Namen bekam das Kraut durch die kleinen glänzenden Perlchen an den grün-roten Blättern. Sie sehen aus wie gefrorener Tau. Die Königin der Pflanzen ist auf Lanzarote aber die Flechte. Sie schafft es sogar auf den unfruchtbaren Vulkangeröllfeldern zu wachsen.
Im feuchteren Norden kann man aber auch andere Pflanzen finden. Dort wächst zum Beispiel die Kanarische Dattelpalme, verschiedene Farnarten, Kanarische Kiefern und vereinzelt Ölbäume. In den regenreicheren Wintermonaten blühen auch Blumen auf Lanzarote. An den höchsten Stellen derFamara-Steilküste gibt es außerdem auch noch Überreste eines Lorbeerwalds. Eine weitflächige Vegetation gibt es auf Lanzarote aber nicht mehr. Zu den ohnehin schon schwierigen Gegebenheiten kommen die zahlreichen Vulkanausbrüche in der Vergangenheit und die Abholzung von Wäldern durch Bauern. Auch die Niederschlagsmenge ist heute geringer als noch vor 200 Jahren. Viele Ökosysteme der Insel sind deshalb sehr anfällig gegenüber Zerstörungen. Schon wenn ein kleiner Teil der Natur beschädigt wird, kann es Jahre dauern, bis sich das ganze System wieder erholt. Beim Wandern sollte man die Wege daher nicht verlassen.
Das einzige Säugetier auf der Insel, das nicht durch Menschen nach Lanzarote kam, ist die Fledermaus. Dafür gibt es aber trotz der Trockenheit verhältnismäßig viele Vögel und Reptilien. 35 Vogelarten leben auf Lanzarote. Darunter befinden sich imposante Tiere wie der seltene Eleonorenfalke und der Fischadler. Unter Reptilien herrscht die Kanareneidechse vor, die hauptsächlich im Norden der Insel zu finden ist.
Ein ganz besonderer Bewohner Lanzarote ist der kleine Albinokrebs. Er lebt in der Lagune von Jameos del Agua. Auf mysteriöse Art und Weise hat er sich dort angesiedelt. Sonst kommt er nur in einer Wassertiefe von Tausenden Metern vor.