Einleitung auf dem Madeira Archipel

Wanderparadiese, traumhafte Strände, kulinarische Köstlichkeiten und eine faszinierende Natur – eine Reise zum Madeira Archipel versetzt Urlauber in eine völlig andere Welt.

Etwa 1000 Kilometer südwestlich von Lissabon und rund 600 Kilometer von Marokko liegt die Madeira Inselgruppe im Atlantik. Von den Inseln vulkanischen Ursprungs sind nur  Madeira und Porto Santo besiedelt. Politisch ist die Inselgruppe ein Teil Portugals und somit der Europäischen Union zugehörig. Die Bewohner gehören fast ausschließlich der römisch-katholischen Kirche an.

Noch trifft man keine Touristenmassen auf den Inseln. So können Reisende hier inmitten grüner Natur Besinnung finden oder an malerischen weißen Sandstränden entspannen. Die größte Insel der Gruppe ist gleichzeitig der Namensgeber des Archipels. Madeiralockt mit seiner üppigen Vegetation, die ausgedehnte Wanderungen durch die Wälder zum Abenteuer werden lässt. Während es auf Madeira wenige Strände gibt, ist der kleine Nachbar Porto Santo ist für seinen neun Kilometer langen Sandstrand berühmt. Deswegen zieht es neben Touristen auch die Madeirer zur Nachbarinsel, die sich dort von der Sonne verwöhnen lassen und baden.

Ebenfalls zur Gruppe gehören die Inseln Ilhéu Chão, Deserta Grande und Bugio. Sie bilden gleichzeitig den Archipel der Ilhas Desertas, der „Wüsteninseln“ und liegen südöstlich von Madeira. Zum Archipel werden auch noch die Ilhas Selvagens, die „wilden Inseln“ gezählt, obwohl sie eigentlich näher an den Kanaren liegen. Mit nur 2,73 km² Fläche sind auch sie unbewohnt und dienen lediglich der Forschung.

Auch wenn der Tourismus auf den Inseln noch nicht sehr stark ausgeprägt ist, können Urlauber einer Vielzahl von Aktivitäten nachgehen. Sowohl Madeira und Porto Santo verfügen über umfangreiche Golfanlagen. Wassersportler können sich beim Tauchen, Surfen und Schwimmen austoben. Und Naturliebhaber entdecken die exotische Landschaft beim Wandern und Campen.

Freunde des guten Essens werden auf Madeira und Porto Santo sicherlich auf ihre Kosten kommen. Der Schwarze Degenfisch, hier Espada genannt, mag auf den ersten Blick nicht hübsch erscheinen, doch mit Bananen serviert wird das weiße Fleisch zu einer Spezialität. Wer sich nicht an den Schwarzen Degenfisch herantraut, probiert ein gegrilltes Thunfischsteak nach madeirischer Art. Fleischliebhaber sollten einen Espetada em Pau de Lauro versuchen, einen Rindfleischspieß der mit Lauch und Salz gewürzt, über dem Feuer zubereitet wird. Getrunken wird der berühmte Madeira Wein oder das Nationalgetränk Poncha, ein Gemisch aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronensaft.