Los Realejos

Übersicht

Los Realejos ist als Ort und gleichzeitige Gemeinde, die aus mehreren Siedlungen wie zum Beispiel Realejo Bajo und Realejo Alto besteht, auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier gibt es zwar keinen gewachsenen Ortskern, es liegt aber in der Nähe vom Meer und ist mit seiner vorwiegend modernen Architektur und einigen staatlichen Gebäuden und traditionell gebauten Kirchen durchaus attraktiv.Berühmt ist Los Realejos vor allem für seine umfangreichen und imposanten Festlichkeiten, die ihren religiösen Ursprung bereits Ende des 15. Jahrhunderts fanden.Überall auf den Kanaren gehört ein schönes Feuerwerk zu einem gelungenen Fest. Das Feuerwerk, das in Los Realejos beim „La Invención de la Cruz“ (dem Fest der Erfindung des Kreuzes) stattfindet, zählt dabei zu einem der spektakulärsten und schönsten der gesamten Inseln.Wenn man nicht während der größten Festlichkeiten, die im Mai und Juli stattfinden, vor Ort ist, hat man viel Zeit, um die genannten Gebäude mit ihrer schönen Architektur zu bewundern und vor allem die umliegende Natur.Für alle Naturverbundenen bietet Los Realejos einen ausgesprochenen Reichtum an Pflanzen, der zu ausgiebigen Wanderungen und Spaziergängen einlädt. Auch vielerlei Outdoorsportarten wie Surfen, Tauchen und sogar Reiten können betrieben werden.Die hiesige Landschaft mit Blick ins Orotavatal ist großartig. Die Sehenswürdigkeiten, wie die verschiedenen alten Kirchen und Kapellen, die einer hochinteressanten architektonischen Bauweise entstammen, sowie der Drago de San Francisco liegen ziemlich weit auseinander, so dass man diesen Ausblick lange bewundern kann, wenn man dort zu Fuß unterwegs ist. Zu den Aussichtspunkten Mirador del Lance und Mirador de La Corona ist es eine längere Wanderung. Wer dies nicht möchte, kann sich hierfür ein Auto mieten.

Geschichte und Gründung

Am 25. Juli 1496 ergaben sich hier nach jahrelangem Widerstand die letzten Inselfürsten von Teneriffa den spanischen Eroberern unter Alonso Fernandez de Lugo. Daher hat die Stadt auch ihren Namen: el Real, das (Heer-) Lager; eine andere Herleitung von Los Realejos, was so viel bedeutet wie die Königlichen.Es heißt, dass Los Realejos der letzte Ort war, der durch die Spanier erobert wurde. Hier haben die Könige der Guanchen (Menceys) am längsten Widerstand geleistet. Darauf sind die Bewohner von Los Realejos sehr stolz und ihr Bräuche und ihre Kultur sind ihnen viel wert.Der Ort hat die meisten Feiertage in ganz Spanien.

In Los Realejos gibt es viel Kulturelles und die Einheimischen feiern unzählige Volksfeste, um ihre Bräuche weiterhin zu erhalten. Insgesamt sind es im ganzen Gemeindegebiet etwa 70 Stück. Das Baile de Mago, Romeria oder die Prozessionen, um einige davon zu nennen. Am Ende fast jeder Feier erfolgt eines der besagten großen Feuerwerke, die auch eigens in der Gemeinde hergestellt werden. Die meisten Feste finden in den Monaten Mai bis September statt. Hier sind die Einheimischen mit bunten Trachten zu bewundern und man bekommt eine Darbietung der Volksmusik mit Timple (eine Art Ukulele) und Chacara (eine Art Kastagnette).Die Gemeinde Los Realejos nennt schon immer ein bedeutendes, historisch-künstlerisches Erbe ihr Eigen. Leider wurden viele architektonisch interessante Gebäude, die während des 17. und 18. Jahrhunderts erbaut wurden, durch Brände zerstört. Unter ihnen das SanJuan Bautista Kloster (Augustiner Orden) 1806, das Santa Lucia Kloster (Franziskaner Orden) 1865, das San Andrés Kloster und das Santa Monica Kloster (Augustiner Orden) 1952 sowie die Kirche Nuestra Señora de la Concepción 1978.

Kultur und Einwohner

Los Realejos hat etwa 35.000 Einwohner. Der Tourismus findet hauptsächlich außerhalb bei den diversen Sehenswürdigkeiten statt und weniger im Zentrum selbst. Natürlich spielen sich die namhaften Feste, die im Mai und Juli stattfinden, im Ortskern ab. In diesem Zeitraum ist dieser gut besucht.Kulturell gesehen ist die Stadt für ihre vielen Feste und auch die traditionelle Herstellung verschiedener Produkte bekannt sowie für ihren Wein, die Handwerkskünste und auch das Feuerwerk.

Wirtschaft

 Die Einwohner von Los Realejos sind seit langem für ihre vielseitige Handwerkskunst bekannt. Sie umfasst von kunstvollen Gürteln und Strümpfen bis hin zu Stoffen aus Seide eine Vielfalt an Gegenständen. Besonders berühmt sind auch die dortige Korbflechterei und Stickerei. Anfang des letzten Jahrhunderts wurde sogar etwa ein Drittel der Inselproduktion durch die Werkstätten in Los Realejos abgedeckt. Bis heute ist es auch für seinen hervorragenden Wein berühmt, weshalb es auch die „Kathedrale des Weißweins“ genannt wird. Im 17. und 18. Jahrhundert war hier das erste Weinbaugebiet der Kanaren. Der Wein wurde sogar nach England, Deutschland und viele spanischsprachige Länder Südamerikas exportiert.Natürlich spielt bis heute die Pyrotechnik eine große Rolle in der Gemeinde, seit jeher liegt die Produktion in eigener Hand. Das Familienunternehmen Hermanos Toste hat mehr als 200 Jahre Erfahrung in der Herstellung und war die erste Feuerwerksfabrik der Kanaren. Sie hat im Laufe der Zeit unzählige Preise und Auszeichnungen erhalten.

Lage und Vegetation

 Los Realejos liegt im Norden Teneriffa . Nachbargemeinden sind Puerto de la Cruz und La Orotava, weshalb man von hier aus einen wundervollen Ausblick auf das Orotavatal hat. Westlich liegt San Juan de la Rambla. Von Puerto de la Cruz erreicht man Los Realejos mit den Buslinien 107, 108, 352, 354, 352, 353, 363 und 390. Es liegt sehr hoch, weshalb die Straßen sehr steil sind. Am besten trägt man auch innerhalb der Stadt festes Schuhwerk, denn gerade bergab könnte es sonst ein wenig schwierig werden. In Los Realejos ist es durch seine hohe Lage schon einmal bewölkt, wenn andernorts, beispielsweise in Puerto de la Cruz, die Sonne scheint.Los Realejos ist eine der bevorzugtesten Städte der Kanaren, betreffend seiner natürlichen Schönheit und des Reichtums an Vegetation. Fast fünfzig Prozent seines Landes stehen unter dem Schutz des Klimagesetzes.Ein Aufenthalt in Los Realejos bedeutet Urlaub im Naturschutzgebiet. Eine echte Idylle für Naturfreunde, die ausgedehnte Wanderungen durch Flora und Fauna erleben wollen. Es befinden sich in unmittelbarer Nähe fünf Naturschutzgebiete namens Ruiz, Los Campeches, Tigaiga, Rambla del Castro und Barranco de Ruiz. Sie finden hier unzählige, vielfältige Gewächse, für die man einen Pflanzenführer dabei haben sollte.


Sehenswürdigkeiten

Die meisten sehenswerten Orte befinden sich ein wenig außerhalb, wie zum Beispiel die zwei berühmten Aussichtspunkte Mirador del Lance und Mirador de la Corona, gelegen im Gebiet Icod el Alto, von denen aus man ebenfalls einen großartigen Blick über das Orotavatal genießen kann. Vom Mirador de la Corona wird wegen seiner hohen Lage gerne Paragliding ausgeübt. Auch zum Drachenbaum San Francisco ist es ein kleiner Spaziergang vom Stadtinneren. In Los Realejos selbst sind vor allem die Kirchen und Kapellen ein Highlight. Besonders nennenswert sind die Santiago Apóstol und die La Conceptión.

Santiago Apóstol

Sie ist die erste christliche Kirche auf Teneriffa und wurde im Jahre 1496 in Gedenken an die Kapitulation des Guanchenkönigs Menecey Bencomo, der den Widerstand gegen die spanischen Truppen anführte, errichtet. Die Kirche ist mittlerweile zum nationalen historischen Denkmal ernannt worden. 
 
Adresse:
Avenida De Los Remedios, 5
38410 Los Realejos

La Concepción

Diese Kirche ist die zweitwichtigste der Gemeinde und hat einen wunderbaren barocken Altaraufsatz. Die schönen Holztüren der Kirchen sind ein besonderer Höhepunkt. Ebenso wie die Santiago Apóstol ist sie ein historisches Denkmal. Grundstein der Kirche war eine alte Kapelle, die der Nuestra Señora gewidmet ist. Bei einem Brand wurde 1978 das ganze Gebäude mit sämtlichen historisch und künstlerisch wertvollen Gegenständen wie Skulpturen und Gemälden zerstört. Ein besonders erwähnenswerter Verlust ist das Bild von Ánimas, das zusammen mit der Schnitzerei des San Miguel Arcángel (16. Jahrhundert) auf dem Altar stand. Gerettet wurden zwei Marienbilder: das der Nuestra Señora del Rosario und La Dolorosa. Ersteres stammt vermutlich aus der Werkstatt Pereiras, einem Bildhauer des 17. Jahrhunderts aus Madrid. Das Zweite könnte ein Werk von Rodríguez de la Olivia, einem Künstler des 18. Jahrhunderts, sein. Nach ihrer Restauration wurde die Kirche im Jahre 1993 neu eröffnet. Zwei Freitreppen, die sich auf der linken Seite des Platzes befinden, wurden im 16. Jahrhundert konstruiert. Sie führen zu zwei Gärten, in denen sich zwei sehr schöne Drachenbaumexemplare befinden. Diese beiden nennt man auf Grund ihrer großen Ähnlichkeit Zwillingsdrachenbäume.
 
Adresse:
La Alhondiga
38410 Los Realejos

Hacienda de los Principes

Diese ist eine der herausragendsten Bauten in Los Realejos, in der einst der Statthalter und Inseleroberer Alosno Fernandez de Lugo wohnte. Bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die dazugehörige Zuckerfabrik noch in Betrieb. In der Vergangenheit galten die Gärten als besonderer Blickfang. Im zweiten Stock befindet sich eine Galerie mit Balkonen.
 
Adresse:
Nahe der Calle los Principes
38410 Los Realejos

Drachenbaum San Francisco mit angrenzendem Friedhof San Francisco de Asίs

 Ein wenig vom Stadtzentrum entfernt, nach Begehen einer recht steil abfallenden Straße, kann man den Drago de San Francisco bewundern. Er ist einer der größten und ältesten Drachenbäume nach dem in Icod de los Vinos. Viele Schriftsteller und Reisende verschiedenster Zeitepochen berichteten über ihn, er sähe sehr seltsam aus, und häufig wurde er mit dem Bild des Drachen aus der Fabel „Der Hüter der goldenen Äpfel des Gartens der Hesperiden“ verglichen. Von hier oben hat man einen wunderbaren Ausblick, den man bei einem Päuschen genießen kann. Direkt nebenan ist der Friedhof San Francisco de Asίs, der sich auf dem Grund des ehemaligen Franziskanerklosters Santa Lucia befindet. Das Kloster wurde Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut und 1865 vom Feuer zerstört. Der Friedhof ist, wie alle sich auf den Kanaren befindenden Friedhöfe, sehr schön. Hier findet man massenhaft Steinplatten mit Bildern und Ornamenten und natürlich die Namen und Daten der Toten. Alles ist sehr hübsch geschmückt, meist mit bunten Blüten. Zwischen den Mauern kann man noch die alte Steintür des Klosters betrachten.
 
Adresse:
Nahe der Viera y Clavio
38410 Los Realejos
 


Aktivitäten

Touristische Wege und Wanderwege

Es war für die Stadtverwaltung von Los Realejos ein sehr wichtiges Projekt, die zwei nahegelegenen Buchten und Strände mit einem Touristenweg zu verbinden. Dieser verläuft vom Hotel Maritim bis zum Barranco de Ruiz, welches an die Gemeinde San Juan de la Rambla angrenzt. Der Wanderweg El Agua an der Küste verläuft durch eine der schönsten Landschaften der Insel: Das Landschaftsschutzgebiet von Rambla de Castro. Am besten beginnt man die Route am Mirador de San Pedro an der Autovía del Norte, so schaut man auf die überwältigenden Ramblas del Mar und ein Gebiet, auf dem sich die weiten, grünen Bananenplantagen erstrecken, und kann gleichzeitig einen Blick auf das atlantische Blau des Ozeans erhaschen.

Der Weg führt nach Rambla de Castro, einem alten Majorat – ein Gut, das sich immer an den ältesten männlichen Nachfahren vererbt. Hier sieht man zwei historische Gebäude: La Hacienda de los Castro und El Fortín de San Fernando.

Ebenso wurde ein Wanderweg durch den Gebirgszug von Tigaiga angelegt. Dieser ist eines der wichtigsten Ökosysteme der Insel Teneriffa . Die einzigartige Natur hat die kanarischen Behörden dazu bewegt, dieses Gebiet unter anderem von der Europäischen Union zu einem Vogelschutzgebiet erklären zu lassen.

Auf dieser Strecke erwartet den Wanderfreund eine tolle Vegetation, die sich über fast zehn Kilometer erstreckt. Sie beginnt in La Madre Juana del Portillo de la Villa und verläuft nahezu bis an den Pico Teide.

Nachdem man auf diesem Wanderweg kanarischen Kiefernwald und die Einrichtungen des Naturhörsaals Emilio Fernández Múñoz bewundern konnte, geht es weiter durch eine Vielfalt an Pflanzen, die für das Hochgebirge typisch sind, nach Cruz de Fregel. Hier hat man einen tollen Ausblick auf die Ebene von La Degollada und den Pico Teide. Danach hat man die Möglichkeit, diese Route weiter bis zum Nationalpark zu laufen.


Strände

Playa del Socorro

 Der Abstieg El Socorro führt auch zum Playa del Socorro und endet schließlich in einer langen Allee. Am Ende stößt man auf eine große Bucht mit einem schönen Sandstrand. Der Socorrostrand ist sehr beliebt unter den Einheimischen im Norden der Insel. Wegen seiner Naturbelassenheit ist er perfekt zum Surfen. Hier herrscht allerdings eine so starke Unterströmung, dass Schwimmer und unerfahrene Surfer vom Rettungsschwimmer nicht sehr tief ins Wasser gelassen werden.An diesem Strand finden verschiedene regionale, nationale und internationale Meisterschaften im Surfen und Boogieboarden statt.Vor der Küste von Los Realejos hat man das ganze Jahr die Möglichkeit zu tauchen. Das klare Wasser bietet optimale Bedingungen und eine ideale Sicht. Es können sogar Höhlentauchgänge unternommen werden.

Playa de Castro

 Auch der nahegelegene Playa de Castro ist zum Baden sehr schön, aber längst nicht so begehrt wie der Playa del Socorro.

Playa de La Fajana

Ebenso in der Nähe befindet sich dieser Strand. Gleichermaßen ein Badestrand, der weniger für Wassersport genutzt wird.
 


Feste

Verherrlichung des Kreuzes

Diese am 3. Mai stattfindenden Feiern haben ihren Ursprung auf der Straße El Medio de Arriba und der benachbarten Straße El Sol. Zu den ältesten Festen gehört „La Invención de la Cruz", das kurz nach Beendigung der Eroberung (1496) vom Bischof Muros ins Leben gerufen wurde; ein liturgisches Fest, das bald diverse Bestandteile besaß, wie Tanz, Lagerfeuer (heute sind es Feuerwerke), Laubzweige, Bögen aus Früchten des Landes gesteckt und festliche Bummelzüge.

Die Geschichte zum heiligen Kreuz rührt von einer romantischen Legende her. Es war im Jahre 1666, als ein Reiter von einem benachbarten Landgut aus durch die Schlucht von Los Realejos ritt und sein Pferd abrupt abbremste. Der Reiter schlug sein Pferd, welches ihn daraufhin abwarf und rebellisch um sich trat. Der Reiter blieb verschont und sah, als er aufblickte, das Pferd im Sand eine Stelle freischarren, an der sich zwischen Steinen und Sand ein Kreuz befand. So wurde das heilige Kreuz entdeckt.

Auf ganz besondere Art kann man die Festlichkeiten zu Ehren des Kreuzes im Ortsteil La Cruz Santa bewundern. Die Blumenverzierungen sind ein wichtiger Bestandteil dieser Feste und stellen eine wahre Pracht dar. Jedes der circa 140 Kreuze in Los Realejos ist mit unzähligen Blumen geschmückt, so dass man einige gar nicht mehr sehen kann. Höhepunkt ist die außergewöhnliche Schau von Feuerwerken die am Ende der Festlichkeiten stattfindet. Sie gilt als eine der besten in Europa und geht etwa drei Stunden.

Es ist ein Erlebnis mit anzusehen wie La Calle del Medio und La Calle del Sol in ihrer Großartigkeit und Spektakularität ihrer Feuerkastelle miteinander konkurrieren, ganz abgesehen von der Dekoration ihrer Kapellen.

Ein sehr interessanter Aspekt ist der Ursprung des Wettstreites um die prunkvollere Aufmachung der vielen Feste und vor allem des Festes des Kreuzes.

Dieser Wettstreit beruht nämlich, so geht es aus verschiedenen Dokumenten hervor, auf der Konkurrenz zweier sozialer Klassen.

Entlang der Straße El Medio, auch als Straße De Los Marqueses bekannt, wohnten – wie der Name schon sagt – die Grundbesitzer und Leute mit gewisser adliger Abstammung. Entlang der Straße El Sol hingegen wohnten Kleinbauern, Arbeiter und Menschen mit eher geringerem Bildungsstand.

Die Rivalitäten beider Straßen wurden zunächst mit Hilfe großer Lagerfeuer und farbiger Dämpfe ausgetragen, bis dann mit Entstehung der Pyrotechnik Feuerwerke an ihre Stelle traten.

Der religiöse Ursprung des Festes trat mehr und mehr in den Hintergrund und schließlich wurde es nur noch als Vorwand genutzt, um den Wettstreit auszutragen.

Damals gab es ein großes Festessen mit einer traditionellen Suppe und den besten Weinen aus eigenem Anbau, danach Tanz und eine Brautwahl. Am nächsten Morgen wurden die Erzeuger des besten Weines gekürt und die feierliche Prozession begann.

Diese war ursprünglich das Hauptereignis der Feier und begann stets mit dem Anstieg auf der Strasse El Medio und endete mit dem Abstieg auf der Strasse El Sol. Im Nachhinein kamen einige Heiligenbilder dazu, wie zum Beispiel das der heiligen Elena. Der Verlauf des Festes wurde zwischen 1928 und 1932 verändert. Es wurde von da an vom Kreuzträger angeführt. Begonnen wurde es mit dem Anstieg auf der steilen Strasse El Sol und dem anschließenden Abstieg auf der El Medio. Nach und nach kamen immer mehr Details zu den Festen. Es wurden extra Tischdecken mit Hohlsaum bestickt, Ferkel gemästet und teilweise sogar Fohlen gezüchtet, um sie dann während des Festes zu verkaufen.

Hinter all dem steckte damals wie heute nicht nur das Herzblut der Bewohner, sondern auch große ökonomische Anstrengungen, da die Feierlichkeiten nämlich weder finanziell, noch auf sonst irgendeine Art von offizieller Seite unterstützt werden.

Man erzählt sich im Ort einige witzige Anekdoten über die Feste, die im Laufe der Zeit stattfanden. Sie handeln von Missgeschicken, wie zum Beispiel dem vorzeitigen Explodieren der Feuerwerkskörper, wie auch von Problemen, die ihnen die Natur in den Weg stellte: Einst regnete es so, dass die Feierlichkeiten auf einen anderen Termin verschoben werden mussten.

Ein anderes, sehr schönes Ereignis, das bis heute gut in Erinnerung blieb,  trug sich 1982 zu: Das Festkomitee beschloss, einen Platz in der Nähe der Kapelle anzulegen und dafür das ganze für die Festivitäten gesammelte Geld zu investieren. Als die Bewohner das erfuhren, gingen sie sofort wieder auf die Straße und erbaten „Münzen für das Kreuz“. Sie bekamen über drei Millionen Peseten zusammen, womit sie das Feuerwerk retten konnten und die Mitglieder des erwähnten Festtagskomitees in Staunen versetzten.


Restaurant

Meson El Monasterio

Hier bekommt man sehr gute Küche in tollem Ambiente. Die an einen kleinen Hügel vor Puerto de la Cruz gebaute, wunderschöne alte Klosteranlage wurde stilvoll restauriert. Sie beherbergt fünf verschiedene Restaurants. Das Hauptrestaurant bietet leckere kanarische Küche, einen kleinen Weinkeller und ein sehr schönes Ambiente. Unter anderem kann man auch das Restaurant „El Mirador" mit leckerer kanarischer und internationaler Küche besuchen. Hier hat man auf einer verglasten Terrasse einen schönen Ausblick auf Puerto de la Cruz und das Meer.  

Adresse:
Calle Veinticinco de Julio, 12
38410 Los Realejos
+34 922344311

Pizzaria Roma Tenerife

Diese Pizzaria kann zwar nicht mit einer gemütlichen Einrichtung aufwarten, dafür aber mit sehr schmackhafter Pizza zu moderaten Preisen. 

Adresse:
Calle El Monturrio, 18
38418 Los Realejos
+34 922363788

 

Nachtleben

In Los Realejos selbst gibt es einige kleinere, einheimische Bars und Cafés, von denen sich keines besonders hervortut. Möchte man nachts etwas mehr erleben, empfiehlt es sich, in das nahegelegene Puerto de la Cruz zu gehen.


Einkaufen

In Los Realejos gibt es keine besonderen Einkaufsmöglichkeiten.Für Einkäufe bietet sich die Nachbarstadt Puerto de la Cruz an, Souvenirs können auch gut in La Orotava gekauft werden.