-
Spanien
-
Kanarische Inseln
- El Hierro
- Fuerteventura
- Gran Canaria
- La Gomera
- La Palma
- Lanzarote
- Teneriffa
- Caleta de Fuste
- Corralejo
- Costa Calma
- Isla de los Lobos
- Morro Jable
- Tarajalejo
- Jandía
- Fañabé
- Caleta de Famara
- Santa Cruz de Tenerife
- Costa Teguise
- La Orotava
- Puerto Calero
- El Médano
- Puerto de Mogán
- Playa Blanca
- Masca
- San Bartolomé de Tirajana
- Puerto del Carmen
- Los Gigantes
- Maspalomas
- San Cristóbal de La Laguna
- Las Palmas de Gran Canaria
- Playa de las Americas
- Playa del Inglés
- Teide Nationalpark
- San Agustín
- Los Realejos
- Taurito
- Las Galletas
- Anaga
- Adeje
- Puerto de la Cruz
- Los Cristianos
- Garachico
- Balearen Inseln
-
Kanarische Inseln
- Portugal
- Malta, Republik
- Italien
Die Insel Elba
Die drittgrößte Insel Italiens und die größte Insel des Toskanischen Archipels ist Elba. Wie alle Inseln des Toskanischen Archipels, ist sie einer antiken Legende nach entstanden, als Venus aus dem Meer stieg und Perlen ihrer Kette verlor. Eine der Perlen ist Elba.
Mit ihren Sand- und Kieselstränden, dem türkisblauen Meerwasser und italienischem Flair, zieht diese Perle des Mittelmeers zahlreiche Urlauber an. Durch Bergdörfer und entlang Küstenstraßen lässt es sich Radeln, bei milden Temperaturen und wenig Regen wandern, im türkisblauen Meer baden, beim Tauchen Mondfische beobachten oder in Anbaugebieten den Inselwein probieren.
Elba mag den meisten wohl in Verbindung mit Napoleon bekannt sein. Ihm diente die Insel als Exil, nachdem er als Kaiser 1814 abdanken musste. Gleichzeitig wurde ihm Elba als souveränes Fürstentum übertragen. Da es zu dieser Zeit nicht viel gab, auf der Insel Elba, errichtete Napoleon Straßen, Krankenhäusern, pflanzte Bäume, reformierte die Verwaltung. Sogar für seine Residenz musste er selbst sorgen. In Portoferraio ließ sich der Verbannte seinen Palast in der Villa Mulini errichten, einer kleinen Villa zwischen Windmühlen, von der er das Meer überblicken und sogar bis ans 20 Kilometer entfernte Festland bis nach Piombino gucken konnte. Als er nach elf Monaten Richtung Frankreich floh, um in die Schlacht von Waterloo zu ziehen, hinterließ er in Elba Ordnung und Infrastruktur. So kommt es, dass der Kaiser den Elbanern auch heute noch gut in Erinnerung bleibt.
Die Inselbewohner waren durch Jahrhunderte hinweg mit der Verteidigung der Insel gegenüber Piraten und anderen Angreifern beschäftigt. Von den Etruskern über die Griechen und Römer bis zu den Franzosen, Deutschen oder Engländern, alle kämpften sie um Elba. Nicht nur wegen ihrem Reichtum an Eisenerz war die Insel sehr beliebt. Sondern auch wegen einem Traum, der sich durch die Geschichte zog und die Insel zum Magneten von Strategen machte. Der Traum, aus Elba das Zentrum des Mittelmeerraums zu machen.
Sobald die Insel von einer Partei erobert war, baute man schnell Schutzmauern, um sie vor neuen Feinden und zu schützen. Bevor Elba durch einen Befehl des Papstes von der Seemacht Pisa verteidigt und geschützt wurde, musste sich die Inselbevölkerung allerdings selbst verteidigen. Festungen, Türme, Schutzmauern, Gefängnisse, heute alles geschichtliche Orte, die es lohnt, zu besichtigen.
Schon Napoleon wusste die einzigartige Natur der Insel zu schätzen und verbrachte mehr Zeit im Garten als in seinen prachtvollen vier Wänden. Typisch für die Vegetation im Mittelmeer wachsen auf Elba Macchia- und Kastanienwälder oder jahrhundertealte Steineichen, mit deren Holz und Holzkohle in den Verhüttungsanlagen bis in die 1980er Jahre Eisen aus Mineralien gewonnen wurde. Wildwachsende Kräuter wie Thymian oder Rosmarin versprühen ihren Duft entlang der Küsten und Buchten. Agaven und Feigenkakteen, Veilchen und für die Insel typische Kornblumen schmücken die Landschaft, wurden aber nach und nach von Menschen eingeführt. Seit 1996 schützt der Nationalpark des Toskanischen Archipels die Natur auf den Inseln und ist das größte Meeresschutzgebiet Europas.