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Teno
Übersicht
Schroffe Felsen, steile Abhänge, unberührte Natur und beschaulicher Lebensraum - Das Tenogebirge zeigt sich in einer enormen Vielfalt und ist so ein beliebter Treffpunkt für Wanderfreunde. Das Gebirge erstreckt sich über den äußersten Nordwesten Teneriffas und umschließt viele wunderschöne Orte wie Los Silos, El Palmar und Masca. Es gibt hier nicht nur unzählige verschiedene Pflanzenarten, sondern auch ebenso viele Möglichkeiten, das Gebiet zu Fuß zu erkunden und die fast 1200 Meter Höhenunterschied zu erklimmen. So lockt der Norden mit naturbelassenen Steinwegen und üppigem Grün. Die Südseite hingegen zeigt das alte Vulkanmassiv mit seinem typisch roten Gestein und unendlichen Kakteen- und Agavenfeldern.
Lage und Vegetation
Das Tenogebirge gehört neben dem Anaga gebirge zu den ältesten Gebirgsmassiven der Insel. Es hat eine Höhe von über 1000 Metern. Die Küstenebenen sind überzogen mit weiten Flächen voll fruchtbarer Bananenplantagen und während sich an den nördlichen Hängen noch dichte Nebelurwälder befinden, zeigt sich das restliche Massiv meist waldfrei. Den Gegensatz dazu findet man im Süden mit idyllischen Palmenhainen. Das windgeschützte Mascatal präsentiert sich, trotz eines schweren Waldbrandes 2007, wieder mit Zitronen- und Mandelbäumen.
Erreichbar ist dieses Wanderparadies dank der TITSA- Busse von den meisten größeren Orten ohne Probleme. Vom Norden der Insel, wie beispielsweise Santa Cruz oder Puerto de la Cruz, fahren stündlich die Buslinien 107 und 363 bis Buenavista del Norte. Ab hier fahren die Busse 355 und 366 bis El Palmar.
Auch von südlichen Städten wie Playa de Las Americas fährt alle zwei Stunden die Linie 460 bis Santiago und von dort die 355 bis El Palmar.
Mit dem eigenen Auto folgt man im Norden der TF-42 und fährt bei Buenavista del Norte auf die TF-436 bis El Palmar.
Vom Süden führen die TF-1 und die TF-82 bis Santiago del Teide. Dies ist auch ein bekannter Startpunkt für etliche Wanderrouten, sodass man das Auto hier stehen lassen kann. Alternativ dazu geht es auf der TF-436 noch ein Stück nach Nordwesten bis El Palmar.
Aktivität
El Palmar
Der kleine Ort El Palmar ist Ausgangspunkt für einige Wanderrouten. Er liegt am Fuße des Gebirges und gehört zur Gemeinde Buenavista. Jeden zweiten Sonntag im Monat findet hier der Bauernmarkt statt. Auf diesem Markt werden Handwerkskünste und Lebensmittel der Einheimischen angeboten. Vor einer Wanderung kann man sich also hier mit selbstgemachtem Brot und Käse als Proviant eindecken, um es bei einem späteren Picknick zu genießen. Aber auch ohne Wanderung ist der Markt ein Erlebnis. El Palmar liegt eingebettet im Tenogebirge und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Vulkanmassiv. Die Häuser von El Palmer schlängeln sich an einem grünen Hügel entlang, der einen faszinierenden Anblick bietet. Er ist so enorm zerklüftet und zerrissen, dass man sich fragt, welche Naturgewalten sich hier ausgetobt haben. Doch nicht die Natur, sondern die Wirtschaft der Insel ist Grund für dieses Aussehen. So wurden bis vor einigen Jahren eben solche Hügel komplett abgetragen, um Baustoffe aus dem Erdmaterial zu gewinnen. Doch El Palmars Bewohner wollten ihren Berg behalten und haben nach einigem Kampf die
Abtragungen stoppen können.Anfahrt:
Busstation Linie 355 und 366; TF-436 südlich von BuenavistaÖffnungszeiten:
Bauernmarkt jeden zweiten Sonntag von 10:00- 14:00 Uhr
Teno Alto
Fernab vom Tourismusgeschäft, umgeben von viel einsamer Natur, liegt das kleine Bergdörfchen Teno Alto. Um dieses zu erreichen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: mit dem Auto über die Bergstraße von El Palmar oder zu Fuß über die ausgeschilderte Wanderroute.
Um Teno Alto richtig genießen zu können, sollte man den Fußweg vorziehen, da sich bereits auf dem Weg nach oben unglaubliche Ausblicke und Natureindrücke ergeben. Die Route beginnt im Tal von El Palmar und ist direkt nach der Busstation rechts von der Hauptstraße ausgeschildert. Schon wenige Meter weiter strömen einem unterschiedlichste Gerüche der hier wachsenden Wolfsmilcharten in die Nase. Es lohnt sich, einen Moment zu verweilen, die ersten Meter zurückzublicken und die wild wachsenden Brombeeren zu kosten. Nicht lang, dann wird der Weg schon sehr steil. Unbedingt sind feste Wanderschuhe mit Profil zu tragen, da die Wege aus Felssteinen bestehen und nur selten eben sind. Man kann sich getrost auf die gelbweißen Wandermarkierungen verlassen und die Karte im Rucksack lassen, da die Markierungen wirklich regelmäßig auf Steinen und Wegweisern zu finden sind. Nach den ersten vier Kilometern durch kleine, verwunschene Wäldchen hat man auch die meisten Höhenmeter hinter sich und kann auf einem kleinen Plateau die wundervolle Aussicht genießen. Ab hier empfiehlt es sich, eine Regenjacke überzuziehen, da bei knapp 1000 Metern Höhe die Wolken hängen bleiben und man meint, direkt durch die Wolken hindurch zulaufen. Das kann unter Umständen ein recht feuchtes Erlebnis werden. Doch schon bald führt die Route von dem ersten Berggipfel, einen leicht begehbaren Weg wieder ein Stück abwärts. Hier eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf den tiefblauen Atlantik und auch der Himmel scheint wieder azurblau. So idyllische und unberührt die Wanderroute auch ist, geübte Wanderer würden sie der Kategorie "mittelschwer" zuordnen. Dies ist auch der Grund, aus dem man meist erst wenige Meter vor Teno Alto wieder auf Menschen trifft. Hier lädt eine kleine offene Kapelle zu einer Pause ein, doch widersteht man der Versuchung, wird man wenige Minuten später bereits mit dem Ziel Teno Alto belohnt. Hier wird man vom Blick auf einen verlassenen Markplatz vor einer strahlend weißen Kapelle und einer kleinen urigen Bar empfangen. An den Häusern hängen Schilder mit der Aufschrift „Se vende Queso“, an denen man nicht achtlos vorbeigehen kann. Der Grund ist der selbstgemachte Ziegenkäse, den die Hausbewohner von ihren eigenen Ziegen herstellen und verkaufen. So hat man in diesem kleinen Dorf mit seinen zehn Häusern die Wahl zwischen zehn verschiedenen Käsesorten, da jeder Hirte sein ganz eigenes Rezept dafür verwendet. In der Bar de los Bailaderos gibt es den passenden selbstgekelterten Rotwein, der von der Besitzerin wie selbstverständlich vom Fass in eine kleine Flasche gefüllt wird. Dieses Picknick mutet rustikal an und wird in dieser Kulisse ein einmaliges Erlebnis. Jetzt muss man die Entscheidung treffen, zwischen einer Route nach Punto del Teno und einer verborgenen Bucht, um einen Badestopp einzulegen. Eine weitere Alternative ist der Rundweg über Los Bailaderos nach El Palmar zurück. Der Weg nach Punto del Teno folgt weiterhin den gelbweißen Wandermarkierungen, doch scheint man eine andere Welt zu betreten. Im Gegensatz zum ersten Teil der Wanderung offenbaren sich hier weite Felslandschaften und unendliche kakteengeschmückte Hügel. Hin und wieder trifft man auf einsame Hirten mit ihren Ziegenherden. Der Weg ist asphaltiert und führt stetig bergab hin zur Küste. Der Blick zum Leuchtturm von Punto del Teno ist bemerkenswert und ein wunderbares Fotomotiv. Von hier gibt es jedoch keine Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzukommen. Der einzige Weg führt komplett zurück, es sei denn, man bestellt sich im Voraus ein Taxi, das dort wartet.
Alles in allem bietet diese Route eine enorme Vielfalt, ist jedoch nicht zu unterschätzen und keinesfalls als Ausflug mit Kindern zu bestreiten. Doch Natur und Gastfreundschaft der Einheimischen lassen körperliche Strapazen schnell vergessen.
Höhenwanderung über den Guerges Steig
Diese Wanderung führt auf einem Bergkamm zwischen den Schluchten Barranco de Masca und Barranco Seco entlang. Es bietet sich auf diesem, etwa vierstündigen Trip, eine atemberaubende Sicht auf das legendäre Mascatal. Die Route gehört zu den mittelschweren Wanderwegen und man sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk mit Profilsohle dabeihaben.
Von Los Silos bis Erjos
Der Wanderweg ist größtenteils gemütlich, gehört aber durch einen Höhenunterschied von 1000 Metern zu den mittelschweren Wegen. Die Tour ist fernab vom Tourismus und zeigt einen der ursprünglichsten Wanderpfade der Insel. Insgesamt dauert diese Wanderung etwa fünf Stunden.
Von Buenavista nach Masca
Dieser Weg führt meist auf gemütlichen Pfaden über El Palmar nach Masca. Somit zählt er zu den leichten Wanderungen. Bei etwa der Hälfte der Wanderung überquert man die Kammhöhe Cumbre del Carrizal und somit auch die Wetterscheide zwischen dem grünen Norden und dem trockenerem Süden. Man lässt die Wälder hinter sich und läuft in Richtung Masca, wo Palmen, Zitronen- und Orangenbäume sowie Mandelbäume auf einen warten. Die Tour dauert etwa dreieinhalb Stunden.