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Segeln auf Teneriffa
Mit Durchschnittstemperaturen im Sommer um 24°C und im Winter um die 20°C, ist es auf der Insel das ganze Jahr lang niemals richtig kalt. Die Nordost- Passatwinde bringen ein mildes Klima und angenehme Temperaturen mit sich. Die Wassertemperatur ist meist badetauglich mit 18-23°C.
Teneriffa, bzw. die sechs kanarischen Inseln prinzipiell, sind eher unbekannt in der Segelbranche. Das Gute daran: Dies kann auch ein großer Vorteil sein! Tatsächlich sind die Kanaren sehr geeignet zum Segeln und sind so abwechslungsreich wie kaum andere Inseln - zeugen von wunderschönen Küstenlinien, gefühlt unberührter Natur und haben eine atemberaubende Vulkanlandschaft. Die sanften Atlantikwellen werden schnell zum Traumrevier.
Bei traumhaften Bedingungen, kann man so ziemlich alle Segelvarianten nutzen; ob der Pauschaltourist einen Tagestrip unternehmen möchte, oder der Profisegler sich die Zeit nimmt und an jedem einzelnen Hafen Teneriffas oder der anderen Inseln anlegen möchte.
Was viele auch nicht wissen, dass obwohl die Kanaren von Hobbyseglern eher leicht besucht werden, die Profis die guten Bedingungen schon längst erkannt haben. Durch die Meere des Südosten Teneriffas zieht eine enorme Wind-Düse, welche Amateur-Sportler zum Rennen animiert. Jedes Jahr beginnt das ARC-Race an einer Bucht bei Gran Canaria, zieht an Teneriffa vorbei und endet in der Karibik.
Rund um die Insel
Die Natur und Landschaft, die man während eines Törns rum die Insel entdecken kann, ist verblüffend unterschiedlich. Beginnend im Norden, bei der großen StadtPuerto de la Cruz, sieht man wie grün eine Vulkanlandschaft gleichzeitig sein kann und kann bei einer Besichtigungstour des Orotavatals den üppigsten Teil der Insel entdecken. Die Windbedingungen sind übrigens ähnlich wechselhaft wie die Berglandschaften. Im westlichen Teil gibt es eher geschütztere Windstärken um 3-5, im Südosten der Insel liegen sie eher bei 5 und mehr.
Doch egal wie stark die Windstärken letztendlich auch sind, Teneriffa hat zahlreiche, geschützte Buchten und Häfen für Segelboote und Yachten. Über gute Liege – und Ankerplätze kann man sich in diesen größeren Städten auch im Vorhinein informieren: Los Cristianos, Los Gigantes, Puerto Colon, Costa Adeje und Santa Cruz.
Weiter gen Nordosten der Insel segelt man am Anagagebirge entlang. Die massiven Berglandschaften sind sehr beeindruckend. Währenddessen findet man die Hauptstadt Santa Cruz. Hier wird der Schiffverkehr etwas mehr. Die Stadt ist für einen Landgang sehr empfehlenswert. In den Straßen Santa Cruz gibt es viel zu sehen und vor allem viel zu erleben! Der Hafen von Santa Cruz ist zugleich auch wirtschaftlich für die Insel sehr wichtig. Als Verteilerhafen fahren von hier die Fähren nach La Gomera, La Palma und El Hierro, sowie Frachter und Transportschiffe.
Nach der Hauptstadt, vorbei an diversen Windsurfern, beginnt die Küste abzuflachen und vom Wasser aus kann man mehrere kleine Buchten entdecken. Die Buchten sind teilweise völlig unbewohnt und man bekommt das Gefühl, an einem Ort zu sein, den sonst noch niemand gefunden hat.
Der windige Süden
Die Wasserstraße zwischen Teneriffa und Gran Canaria wird nicht nur von Schiffen und Booten besucht. Äußerst begehrt ist dieser Weg auch für Wale und Delfine und es passiert nicht gerade selten, dass ein Meeressäuger in der eigenen Bugwelle das Boot eine kurze Zeit begleitet, denn die Tiere haben entdeckt, dass diese Strecke eine Abkürzung zu ihren Paarungsplätzen ist.
Die Südspitze der Insel bietet reichlich Wind, denn der Passat ist hier relativ stark. Deswegen trifft man auch am Surferspoint El Medano eine Menge Windsurfer – die Segelbedingungen sind optimal.
Dem Süden sagt man nach, dass die Strände feinsandiger sind, die Körner heller, als die der im Norden und das Land ist viel abgeflachter.
Durch den entspannten Westen
Weiter Richtung Nordwesten findet man auf dem Weg viele Fischerfarmen, Buchten und Strände. Der Wind ist auf der Westseite nicht ganz so rau, wie im Osten oder Norden, aber es gibt auch Tage, an denen man hervorragende Törns einleiten kann.
Zwei empfehlenswerte Stopps an der Westküste sind Puerto de Santiago und Los Gigantes. Der Ausblick von Los Gigantes, ist tatsächlich auch gigantisch: Die anliegenden Klippen sind bis zu 100 Meter hoch und als Segler sollte man beim Anlegen im Hafen wirklich vorsichtig sein. Die Klippen, Heiligtümer der Einwohner, sind nur von Booten zu erreichen.
Punta de Teno liegt an der Westspitze. Bei klaren Sichtverhältnissen kann man von hier aus La Gomera, die Nachbarinsel ziemlich deutlich erkennen. Der Badestrand von Punta de Teno zieht viele Touristen an und sicherlich auch einen Besuch wert.
Vorbei am Tenogebirge, wieder zurück zum Norden, ist es der Teide, der höchste Berg der Insel mit über 3000m, welcher alles andere in den Schatten stellt. Die überwältigende Vulkanlandschaft ist vor allem bei wolkenfreiem Himmel durchaus ansehnlich. In diesem Gebiet tummeln sich auch viele Wale, Delfine und sogar Haie sind zu finden. Im kühlen Humboldt-Strom fühlen die Tiere sich wohl und nicht umsonst gibt es in diesem Bereich eine ganze Reihe von Whale-Watching-Anbietern. Es lohnt sich auf jeden Fall auch mal den Motor auszumachen und einfach nur zu genießen.
Prinzipiell gibt es auf der Insel sehr viele Unterkunftsmöglichkeiten für Segler, gerade in denen Städten, die große Häfen anbieten.
Auch Segelschulen, die international anerkannt sind, gibt es auf der Insel verteilt reichlich. Wer es also noch nicht kann, hat hier optimale Möglichkeiten es zu lernen!
Zusammenfassend kann man sagen, dass Teneriffa als Segelort noch eine Art Geheimspot ist: Das Klima ist optimal, der Wind ist beständig und bis auf in Nähe der Hauptstadt, kann es öfter passieren, dass man als einziges Segelboot weit und breit unterwegs ist. Gute Bedingungen und ein Traumziel, perfekt!