Isla Baja

Übersicht

Die Isla Baja ist ein Gebiet im Nordwesten der Insel Teneriffa. Als Isla Baja versteht man die Gegend rund um die Orte Garachico, Los Silos, Buenavista del Norte und El Tanque, entlang der Küste zwischen Icod de los Vinos und Buenavista del Norte und bis hinauf in die Berge des Naturschutzgebietes Teno.

Auf einer Fahrt entlang der Küstenstraße merkt man sofort, wie anders die Natur in diesem Gebiet Teneriffas ist. Man passiert Plantagen, Steilklippen, Berge und viele verschiedene Blumen. Die Natur besticht durch ihre Ursprünglichkeit und ihren Abwechslungsreichtum, die Orte durch ihre Traditionalität und Ruhe. Die Isla Baja ist noch immer weniger vom Tourismus geprägt als andere Regionen der Kanaren. Trotzdem hat die Gegend im Nordwesten Teneriffas einiges für seine Besucher zu bieten. Neben Wanderungen durch das Tenogebirge, Besuche kleiner, traditioneller Orte in den Bergen und dem Baden an den wunderschönen Stränden, gibt es auch einige andere Highlights und Sehenswürdigkeiten.

Wirtschaft

In dem Gebiet, das als Isla Baja bezeichnet wird, ist die Wirtschaft vor allem durch landwirtschaftlichen Anbau geprägt. Es gibt weitläufige Terrassen, auf denen Wein, Kartoffeln und verschiedene Früchte angebaut werden und man findet riesige Bananen-, Tomaten-, Kakteen- und Palmenplantagen. Die kanarische Banane wächst in dieser Klimazone besonders gut. Die milden Temperaturen und geringen Schwankungen im Jahr, sowie die leichte Brise vom Meer, bilden das perfekte Wachstumsklima für die Platano Canario. Die kanarische Banane ist in ihrer Produktion teurer als die größeren Verwandten aus Südamerika, was den großen Durchbruch ein wenig dämmt. Dafür ist sie in Delikatessengeschäften rund um die Welt bekannt für ihren süßeren und intensiveren Geschmack.

Neben der Landwirtschaft spielt auch die Fischerei noch immer eine bedeutende Rolle im Leben der Einheimischen. Mit kleinen Booten fahren die Männer auf den Atlantik hinaus, um ihre Familien zu ernähren oder die Fänge auf den lokalen Märkten zu verkaufen.


Aktivität

Auf der Isla Baja im Nordwesten der Insel Teneriffa richten sich die meisten Aktivitäten nach der wunderschönen Natur der Gegend. Wandern, Schwimmen, aber auch Golfen und andere sportliche Betätigungen stehen auf dem Plan.

Buenavista Golf

Wer von all dem traditionellen Bewusstsein der Isla Baja einmal Abwechslung braucht, kann diese in sehr moderner Form auf dem Buenavista Golfplatz finden.

Ganz im Nordwesten Teneriffas, im sogenannten Gebiet Isla Baja, befindet sich der Buenavista Golfplatz. Zwischen dem beeindruckenden Tenogebirge und dem Atlantik an der Küste vor Buenavista del Norte können Golfbegeisterte sich bei einer Partie amüsieren. Severiano Ballesteros entwarf den 18-Loch Platz und eröffnete ihn im Jahr 2003.

Der Platz fügt sich perfekt in seine Umgebung von Meer und massivem Gebirge ein und ist gleichzeitig modern und luxuriös. Spieler fühlen sich der Natur hier besonders nahe.

Punta de Teno

Das westliche Ende der Insel Teneriffa beherbergt den Aussichtpunkt Punta de Teno. Dort befindet sich ein kleiner Strand und ein Leuchtturm mit Ausblickspunkt. An der Nordwestspitze Teneriffas werden die Kräft des Atlantiks besonders gut sichtbar. Die hohen Klippen, Höhlen und Felsvorsprünge bieten eine große Angriffsfläche für das Meer, welches sich hier besonders wild bricht und tost.

Der 20 Meter hohe Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1976 und ersetzt seinen wesentlich kleineren Vorgänger von 1893, der auch heute noch in einem benachbarten Ort steht.

Leider ist es nicht immer möglich, Punta de Teno zu erreichen. Die einzige Straße nach Punta de Teno geht von Buenavista del Norte aus und führt entlang des Tenogebirges. An Tagen mit schlechtem Wetter, sobald Steinschlaggefahr besteht, wird die Straße gesperrt. Doch hat man Glück und kann nach Punta de Teno durchfahren, erlebt man dort die raue Natur, das wilde Meer und idyllische Einsamkeit ganz im Norden. An der Landzunge brechen sich die Wellen, sodass es in deren Schutz am kleinen Strand nur leichten Wellengang gibt und es möglich ist, zu schwimmen. Es gibt einige Holzstege, auf denen man es sich zum Sonnen bequem machen kann. Von dort aus führen Leitern in das tiefe Wasser, das klar genug ist, um freie Sicht auf den Grund des Meers und seine Bewohner zu haben. Alternativ dazu kann man es sich auf dem kleinen Kieselstrand am Rande der Fischerbucht gemütlich machen.

Wandern

Das Tenogebirge, das an die Isla Baja grenzt, eignet sich besonders gut zum Wandern und Klettern. Im nordwestlichen Teil Teneriffas steigt das Gebirge bis zu fast 1200 Metern an. Dort finden sich nicht nur etliche Wanderwege, sondern auch richtige Klettertouren. Die Wanderung in der Mascaschlucht ist wohl eine der bekanntesten auf der Insel. Doch es gibt auch andere, leichtere Touren, bei denen man sich in der grünen Natur wohlfühlen, die Gegend erkunden und die Ausblicke genießen kann.

So kann man beispielsweise anstatt die Straße zum Punta de Teno zu nehmen, auch die Wanderstrecke wählen. Diese führt nah entlang der Küste auf den Leuchtturm von Teno zu. Durch die Nähe zum tosenden Meer, bekommt man hier einen sehr intensiven Eindruck der Naturgewalten zu spühren, wenn die Wellen sich in den Höhlen brechen und die Luft mit Donnergeräuschen aus diesen entweicht. Diese Wanderung startet bei der Ruine der Kapelle Ermita und dauert rund eine Stunde.


Strände

Im Nordwesten Teneriffas gibt es zwar nicht soviele Strände wie im Süden der Insel, doch trotzdem kommen Besucher auch hier auf ihre Kosten, wenn es um das Baden geht. Einige nette Buchten und kleine Strände, die bei Einheimischen und Touristen gleichsam beliebt sind, gibt es nämlich auch auf derIsla Baja. Die beliebtesten sind die Playa de San Marcos im kleinen Fischerort San Marcos an der Küste vor Icod de los Vinos, El Caletón, der Strand Playa de la Caleta, Parque Sibora und der Strand Punta Negra, der zu Buenavista gehört.

El Caletón

El Caletón ist der Stadtstrand von Garachico. Er liegt am Fuße einer der vielen Steilküsten der Isla Baja, welche ihm eine Art Schutz gibt. Der kleine Strand besteht aus schwarzem Sand und an den Rändern wird er von Lavafelsen begrenzt. Entweder man macht es sich im Sand bequem oder nutzt die angrenzenden großen Felsen, um sich zum Sonnenbaden auszubreiten. Auch im Winter kann man dort aufgrund der geborgenen Lage der Bucht noch Baden, wenn die Wellen grade nicht zu stark sind.

Wem die Bucht nicht ausreicht, kann die Naturschwimmbecken in Garachico zum Schwimmen nutzen. Dieses ist zwischen den Felsen aus Lavagestein entstanden. Die Felsformationen bilden mehrere Becken mit unterschiedlichen Formen. Zum Sonnen wurden extra Plattformen aus Naturstein befestigt. Wenn das Meer einmal zu rau ist, ist man allerdings auch in den Becken nicht mehr komplett geschützt, man sollte also auf die Fahnen achten, die anzeigen, wie sicher das Schwimmen im Moment ist. Die eher kleinen Becken eignen sich vor allem zum Abkühlen und Plantschen im Wasser. Wer lange Bahnen ziehen möchte, wird hier enttäuscht.

Punta Negra

Einer der vielen schönen Strände der Isla Baja befindet sich kurz außerhalb der Ortschaft Buenavista del Norte. Die kleine Bucht hat einen feinen schwarzen Sandstrand, der das Entspannen in der Sonne besonders angenehm macht. Am Strand von Punta Negra kann man eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre erleben, die durch die hohen Berge ringsum die Bucht erzeugt wird. Man fühlt sich ein wenig eingekesselt und gleichzeitig geschützt.

Das Wasse ist meist sehr klar, doch teilweise kommen auch starke Wellen auf. Dann kann man sich an den Rand der Bucht begeben, wo Felsformationen im Meer kleine Becken erzeugen, in denen man geschützt Schwimmen kann.


Restaurants

Die Isla Baja zieht sich entlang der Nordküste Teneriffas. Daher ist es nicht erstaunlich, dass die Küche hier geprägt von frischem Fisch und Meeresfrüchten ist. Doch nicht nur Fisch, sondern auch andere lokale Erzeugnisse werden in den Restaurants der Gegend gerne verarbeitet. Unter anderem die kanarische Banane, sowie Tomaten und Kartoffeln, die im Gebiet Isla Baja angebaut werden. Einige der Restaurants sind so gelegen, dass man direkten Blick aufs Meer hat, was für ein besonderes Ambiente sorgt.