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Fasnia
Übersicht
Den kleinen romantischen Ort Fasnia findet man im Südosten der kanarischen Insel Teneriffa. Er liegt zwischen den kleinen Städtchen Arico und Güimar direkt am Fuß des Montaña de Fasnia (403 Meter hoch). Die Gemeinde ist mit 2700 Einwohnern als überschaubar zu bezeichnen.
Wer gerne eine kleine Reise in vergangene Zeiten machen möchte, der ist auf Teneriffa in Fasnia genau richtig. Die kleinen Häuser mit ihren Holzfenstern und kunstvollen Türen erinnern an vergangene Tage. Die mit Natursteinmauern abgegrenzten Vorgärten der gepflegten Häuser wirken mit ihren prächtig blühenden Pflanzen als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Hektik sucht der Urlauber hier vergebens.
Geschichte und Gründung
Ursprünglich war Fasnia die Heimat der Guanchen- die Ureinwohner der Kanareninsel Teneriffa. Bis die Spanier kamen um die Insel zu erobern, lebten sie friedlich in Höhlen und gingen dem Ackerbau nach. Die Spanier veränderten den kleinen Ort grundlegend: die alten Werte und die Sprache der Ureinwohner wurde von den Eroberern nicht geduldet und geriet mit der Zeit in Vergessenheit. Die Kultur der Guanchen ging in den Werten der Spanier unter. Den spanischen Einfluss kann man bis heute in Fasnia erkennen.
Im 18. Jahrhundert wäre das kleine Dorf Fasnia fast von einer Naturkatastrophe vernichtet worden. Die Erde bebte und der Vulkan im Hinterland, der Montaña de Fasnia, brach aus. Die Lava bahnte sich zielstrebig ihren Weg auf das Dorf Fasnia zu. Die kleine Ortschaft auf Teneriffa hatte aber einen Schutzengel und die brennende Lava stoppte ihren zerstörerischen Weg kurz vor Fasnia. Aus Dankbarkeit und um an dieses Wunder zu erinnern wurde auf der Kuppe des Berges eine kleine Kapelle errichtet. Das kleine weiße Gotteshaus, die Nuestra Señora de los Dolores, ist auf jeden Fall sehenswert.
Ebenfalls im 18. Jahrhundert fand man in den Höhlen der Umgebung einige mumifizierte Leichen von Ureinwohnern. Die gefundenen Guanchen können heute im anthropologischen Museum, dem Museo del Hombre y de La Naturaleza, in Santa Cruz besichtigt werden.
Wirtschaft
Das kleine Dorf bewirtschaftet zahlreiche Felder, die terrassenförmig angelegt sind. Die Einwohner pflanzen auf ihren Feldern Blumen und Feldfrüchte wie Kartoffeln, Tomaten oder Futtermais an. Das Land ist sehr fruchtbar und es kann jedes Jahr eine beachtliche Ernte eingeholt werden.
Kultur und Einwohner
Die Einwohner von Fasnia betreiben für die heutige Zeit noch verhältnismäßig viele alte Brauchtümer, die von einer Generation auf die nächste weitergegeben werden. Es existieren viele alte Weisheiten. Der Danza de las Sintas und auch die Laternenprozession im Mai sind typische Brauchtümer in Fasnia.
Der aufgeschlossene Urlauber wird sich über die, auf den kanarischen Inseln selbstverständliche, auffallende Freundlichkeit der Dorfbewohner freuen. Gerne helfen die Einheimischen Fremden bei der Suche nach dem richtigen Weg und erzählen Geschichten über die kleine Ortschaft.
Lage und Vegetation
Die kleine Ortschaft Fasnia liegt im Südosten der Kanareninsel Teneriffa. Über die Autobahn (TF1) und die Landstraße (TF28) gelangt man schnell zur Inselhauptstadt Santa Cruz. Fasnia ist ungefähr 40 Kilometer von Santa Cruz entfernt.
Die Vegetation rund um Fasnia findet ist sehr abwechslungsreich. Sie reicht von Wolfsmilchgewächsen bis hin zur glatten Baumschlinge.
Sehenswürdigkeiten
In und um Fasnia gibt es so manche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Direkt in Fasnia befindet sich die Kirche San Joaquín, die nach einem Feuer 1918 komplett restauriert wurde. Sie ist ein kleines Schmuckstück in dem romantischen Dörfchen. Die weiße Fassade mit den beiden Glocken passt perfekt in das verträumte Ortsbild. Der Weg zur Kirche wird von Bäumen und blühenden Büschen geschützt. Laternen spenden dem Besucher Licht auf dem Weg zum Gotteshaus. Wer sich in dieses prachtvolle Gebäude hineinwagt, dem bietet sich ein beeindruckendes Bild. Liebevoll gestaltete Bibelbilder und ein kostbarer goldener Kelch der noch aus dem 17. Jahrhundert stammt, sind hier zu bestaunen.
Die Ruinen der ehemaligen Kapelle Ermita de San Joaquín, die noch aus dem 17. Jahrhundert stammen, können nahe Fasnia in der Schlucht Barranco de San Joaquín besichtigt werden.
Zwischen der Stadt Arico und dem Dorf Fasnia befindet sich die Schlucht Barranco de la Linde. Hier findet der Urlauber einen sehr schönen natürlichen Lavabogen.
Unweit des Dorfes Fasnia befinden sich die Höhlen von Herques, die von einer gewissen mystischen Atmosphäre umgeben sind. In den Höhlen waren früher die Guanchen beheimatet. Abenteuerlustige Urlauber haben die Möglichkeit, diese Höhlen zu besichtigen und auf den Spuren der Ureinwohner zu wandern.
Direkt auf der Bergkuppe bei Fasnia findet sich die kleine Wahlfahrtskapelle Nuestra Señora de los Dolores. Von der Kapelle aus hat man eine beeindruckende Aussicht.
Vom El Mirador del Puente de los Tres Ojos kann der Besucher ebenfalls einen traumhaften Panoramablick genießen.
Museen
Direkt in Fasnia gibt es keine Museen. In der näheren Umgebung befinden sich aber einige interessante Museen, wie das Museo del Hombre y de La Naturaleza in Santa Cruz. In diesem Museum kann man die mumifizierten Ureinwohner aus Fasnia bestaunen. Auch ein Guatimac das in einer der Höhlen von Fasnia gefunden wurde, wird im anthropologischen Museum von Santa Cruz ausgestellt. Bei einem Guatimac handelt es sich um ein Schmuckstück der Ureinwohner, das um den Hals getragen wurde.
Aktivität
Für sportliche Urlauber bietet Fasnia perfekte Bedingungen zum Paragliden. Der Startpunkt befindet sich ein kleines Stück oberhalb des kleinen Dorfes, auf dem Berg von Fasnia. Der Ausblick von dort oben ist den Aufstieg auf jeden Fall wert. Man kann sich hier mit seinem Gleitschirm in die Tiefe stürzen, vom Wind langsam in das Tal tragen lassen und das Gefühl von Freiheit in vollen Zügen genießen.
Aktivurlauber die gerne Wanderungen unternehmen, finden rund um Fasnia zahlreiche schöne Wanderwege. Auf den Wanderungen kann man die Höhlen von Herques besichtigen und dem alten Handelsweg Camino Real de Fasnia folgen. Der Camino Real unterstand der Krone und er diente zum Reisen und für den Gütertransport. Der Weg war für damalige Zeiten verhältnismäßig breit und großteils gepflastert. Seitlich befanden sich Mauern um den Weg zu schützen.
Ein besonders schöner Wanderweg führt vom Ortszentrum von Fasnia bis hinunter zum Strand Playa del Abrigo. An diesem Strand kann man sich wunderbar im kühlen Nass des Atlantiks von der Wanderung erholen.
Strände
Für Urlauber die sich gerne entspannen und der Hektik des Alltags entfliehen möchten bietet Fasnia an der Promenade von Los Roques de Fasnia den idealen Platz an. Kleine Fischerboote liegen im Wasser und eine erfrischende Brise zieht vom Meer herüber. Für Abkühlung sorgt ein Bad in der kleinen Bucht im Zentrum der kleinen Ortschaft. Die kleinen Buchten direkt am Ortsrand laden ebenfalls zum schwimmen ein.
Die Strände bei Fasnia können alle gut mit Bus, Auto oder auch zu Fuß erreicht werden. Die Zugänge zum Atlantik zeichnen sich hier durch den typisch kanarischen schwarzen Sand/Kies-Charakter aus. Der Wellengang hält sich an allen Stränden meist in Grenzen.
Playa de las Eras
Der Playa de las Eras ist ein Sand- und Kiesstrand mit nur leichtem Wellengang. Er ist ungefähr 150 Meter lang und 13 Meter breit.
Playa los Roques
Der Strand Playa los Roques ist ebenfalls ein Sand- und Kiesstrand mit nur leichtem Wellengang. Er bringt es auf 80 Meter Länge und 14 Meter Breite.
Playa del Abrigo
Der Playa el Abrigo ist ungefähr 230 Meter lang und 40 Meter breit. Hier finden Badebegeisterte schwarzen Sand und Kies kombiniert mit leichtem Wellengang. Der Strand kann sehr gut zu Fuß erreicht werden.
Feste
Die Inselbewohner der Kanaren feiern bei jeder Gelegenheit. Vom traditionellen Dorffest bis hin zu Ehrungen der Dorfheiligen werden spektakuläre Veranstaltungen vorbereitet. Wer in seinem Urlaub die Gelegenheit hat an einem solchen Fest teilzunehmen, sollte sie unbedingt nutzen. Die Atmosphäre der Feierlichkeiten auf den kanarischen Inseln ist einzigartig. Die Feste auf Teneriffa sind an Abwechslungsreichtum und Farbenpracht kaum zu überbieten.
Mai
In Fasnia findet Ende Mai die Laternenprozession statt.
Oktober
Im Oktober wird in Fasnia ein Fest zu Ehren der Schutzheiligen Senora del Rosario gefeiert.
Nachtleben
Nachts ist es in Fasnia verhältnismäßig ruhig. Man kann den Sonnenuntergang auf einer der Holzbänke an der Küste genießen und sich voll und ganz der traumhaften Atmosphäre hingeben. An der Hafenpromenade hat der Urlauber die Möglichkeit, das für die kanarischen Inseln typische Nachtleben bis ungefähr 4 Uhr früh direkt mitzuerleben.
Für die weiblichen Gäste bietet das Nachtleben von Fasnia eine besondere Attraktion. Hier wird man in manchen Bars von attraktiven Kellnern mit nacktem Oberkörper bedient.
Einkaufen
In Fasnia ist es möglich bis Spätabends seinen Einkäufen nachzugehen. Der kleine Ort bietet eine charmante Shoppingmeile an. In der Fußgängerzone kann man sich in einer der Bars mit einem Cocktail von seinen Einkäufen erholen und den Einheimischen bei ihren Aktivitäten zusehen.