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El Tanque
Übersicht
El Tanque ist der Ort für Naturfreunde schlechthin. Umgeben von Pinienwäldern, atemberaubenden Farben und Bergen, die nur darauf warten, erkundet zu werden, liegt das Örtchen El Tanque.
Wer auf der Suche nach Ruhe und Erholung ist, ist hier genau richtig. El Tanque ist einer der wenigen Orte auf Teneriffa, die nicht ans Meer grenzen. Dafür bietet El Tanque aber eine faszinierende Lage. Wer gerne wandern geht, befindet sich hier im Paradies. Wer noch nie wandern war, wird es danach lieben. Das Teno-Gebirge erfüllt Natur- und Wanderfreunden jeden Wunsch. Aber auch das Meer und die wunderschönen Sandstrände sind nur einen Katzensprung entfernt. Die romantische Gemeinde wartet nur darauf, besucht zu werden.
Anfahrt
Der Ort ist von den meisten größeren Städten aus zu erreichen.
Aus Puerto de la Cruz nimmt man die Buslinie 325. Die Fahrzeit beträgt ungefähr 90 Minuten, die Buszeiten sind aber sehr unregelmäßig. In der Woche fährt gerade einmal ein Bus innerhalb von zwei Stunden, am Wochenende wird der Ort noch seltener angesteuert. Fahrzeiten sollten Sie am TITSA-Informationsschalter erfragen.
Von Icod de los Vinos aus fährt die Linie 392. Die Fahrzeit beträgt ungefähr 15 Minuten. Es fahren genau zwei Busse am Tag.
Auch die Linie 460 bringt Sie von hier aus nach El Tanque. Die Fahrzeit beträgt ungefähr zehn Minuten, die Buszeiten sind aber sehr unregelmäßig. Alle zwei Stunden fährt ein Bus. Die Zeiten ändern sich am Wochenende nicht.
Von dem Strand Playa de las Américas aus erreichen Sie El Tanque mit der Linie 460. Die Fahrzeit beträgt ungefähr zehn Minuten, die Buszeiten sind aber sehr unregelmäßig. Alle zwei Stunden fährt ein Bus. Die Zeiten ändern sich am Wochenende nicht.
Mit dem Auto ist El Tanque einfach über die Hauptstraße TF-82 zu erreichen.
Lage und Vegetation
El Tanque liegt am Nordhang des Teno-Gebirges und knapp 600 Meter über den Meeresspiegel. Der 24 Quadratkilometer große Ort erstreckt sich über einen Bergrücken. Der Bezirk El Tanque besteht aus drei Vierteln. Dazu zählen Ruigómez, San José de Los Llanos und Erjos. Der gesamte Ort ist umgeben von blühender Natur und Pinienwäldern. An keiner Seite grenzt er ans Meer. Nachbarorte von El Tanque sind im Norden sowie im Osten Garachico, im Süden Santiago del Teide und im Westen die Gemeinde Los Silos.
Das Klima in El Tanque ist eher durchwachsen. Durch die Berglandschaft in direkter Nähe verschwindet der Ort öfter in den Wolken. Die Temperaturen sind daher nicht zu vergleichen mit denen im Süden. Einen großen Vorteil haben die Wolkenmassen dennoch, sie produzieren sehr viel Feuchtigkeit.
El Tanque ist sehr naturbelassen: Viele wichtige und bekannte Naturparks befinden sich in direkter Nähe zu der Gemeinde. Vor allem die Parks Corona Forestal und Chinyero sind ein Augenschmankerl für jeden Naturfreund.
Wirtschaft
El Tanque ist keineswegs vom Tourismus geprägt, wie sonst so viele Orte auf den Kanarischen Inseln. Die Gemeinde profitiert von ihrem Landschaftsbild. Die einzelnen Felder, die terrassenähnlich angelegt wurden, werden ausschließlich zum Kartoffel- und Getreideanbau genutzt. Landwirtschaft spielt hier also eine große Rolle. Aber auch die Jagd ist ein wirtschaftlicher Bestandteil der Gemeinde. El Tanque gilt als gutes Jagdgebiet für Rebhühner sowie Hasen.
Geschichte
1706 kam es zu einem schweren Vulkanausbruch in der Gegend von El Tanque. Für die Gemeinde ist es wohl das bedeutendste Ereignis in der Geschichte und gleichzeitig auch das tragischste. Die Lava des Vulkans Travejo zerstörte viele Häuser, ganze Höfe, Kirchen und vor allem drei Viertel der fruchtbaren Böden von El Tanque. Die meisten Einwohner mussten ihre Heimat zurücklassen und in die umliegenden Gemeinden übersiedeln. Der Wiederaufbau der Stadt und der Umgebung dauerte seine Zeit. Erst im Jahre 1770 wurde die Kirche San Antonio de Padua fertig restauriert.
Die Gründung El Tanques ist einige Jahrzehnte früher vermerkt. Auf genaue Gründungsdaten können sich Historiker jedoch nicht einigen. Fest steht, dass im Jahre 1540 die erste Kirche im Bezirk El Tanque gebaut wurde. Der erste Bürgermeister des Ortes, Baltazar Gonzáles, wurde 1621 ernannt. Der erste Gemeinderat wurde aber erst 1812 eröffnet.
Im 16. Jahrhundert wurde in der Gemeinde ein großer Teich angelegt, der die Wasserversorgung der damaligen Hauptstadt Garachico gewährleisten sollte. Wassertank oder auch Zisterne bedeute „tanque“. Der Name des Dorfes findet wohl hier seine Herkunft.
Kultur und Einwohner
El Tanque ist eine kleine Gemeinde mit circa 3.200 Einwohnern. Kultur und Tradition werden hier deutlich ausgelebt. Vor allem auf die naturbelassene Umgebung wird sehr viel Wert gelegt. Die Einwohner zelebrieren ihre Herkunft und laden auch ihre wenigen Besucher ein, Teil ihrer Kultur zu sein. Jüngere Generationen sollen die schöne und fruchtbare Natur von El Tanque noch lange genießen können.
Sehenswürdigkeiten
Fast überall in der Gemeinde El Tanque gibt es etwas zu erleben. Der Ort verfügt über viele Sehenswürdigkeiten und es können hier zahlreiche Aktivitäten ausgeführt werden. Dennoch wird El Tanque nicht vom Tourismus überrollt und bleibt seinem traditionellen Charme treu.
Architektur
Der gesamte Bezirk von El Tanque spiegelt die urtypische Architektur der Kanaren wider. Das besuchen der Altstadt von El Tanque ist quasi ein Muss. In voller Schönheit strahlen verschiedene Gebäude. Eines der bekanntesten Häuser im Ort ist die Casa de los Martelos. Sie befindet sich auf der Plaza de San Antonio. Das Haus stammt aus der Zeit des Vulkanausbruchs im Jahre 1706. Fast wie ein Wunder wurde es vor den Lavamassen verschont und ist heute noch im gleichen Zustand wie damals vorzufinden. Aber auch andere Häuser spiegeln die volkstümliche Architektur wider, wie zum Beispiel La Alhóndiga und Los Guzmanes.
Kirche San Antonio de Padua
Wenn Gebäude reden könnten, hätte dieses Gotteshaus viel zu erzählen. Bereits im 16. Jahrhundert wurde die Kirche zu Ehren von San Antonio de Padua erbaut, gleich in der Nähe des großen Wassertanks im Ort.
Im Jahre 1660 wurde die Kirche erweitert und kurz darauf durch den Vulkanausbruch zerstört. Erst 1728 wurde sie langsam wieder aufgebaut. Die heiligen Hallen strahlten 1770 wieder in vollem Glanze. Doch auf den Glockenturm musste die Kirche lange warten. Der Turm wurde erst Ende des zwanzigsten Jahrhundert vollständig errichtet.
Getreidespeicher
Der öffentliche Getreidespeicher, der 1608 erbaut wurde, diente damals dazu, vor allem Bauern das Überleben zu sichern, wenn die Ernte mau war. Das gesamte Einkommen, das durch den Verkauf von Getreide erworben wurde, wurde für den Bau öffentlicher Einrichtungen verwendet. Auch der Speicher entkam 1706 den Lavamassen, die fast den ganzen Ort zerstörten. Heute ist das Lager immer noch für Besucher geöffnet.
Feste
Nuestra Senora de Buen Vijae (Heilige der guten Reise)
Dies ist ein Fest zu Ehren der Schutzpatronin der Gemeinde El Tanque. Das Fest findet jedes Jahr am 31. August statt.
El Belén Viviente
Heiligabend wird nach alter Tradition die Geburt Jesus nachgespielt. Das Skript für die Aufführung stammt noch aus dem 17. Jahrhundert.
Fiesta de la Trilla (Getreide-Dresch-Fest)
Ende Juli wird in Los Partidos de Franquis das große Erntefest gefeiert. Die ansässigen Familien arbeiten alle zusammen, um mit traditionellen Werkzeugen die Spreu vom Weizen zu trennen.
San José
Schutzheiligen-Fest am 19. März.