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El Pris
Übersicht
El Pris ist ein kleines idyllisches Fischerdorf an der Nordostküste von Teneriffa. Die Einwohner führen ein bescheidenes Leben, indem Angeln, frischer Fisch und der tägliche Klatsch auf der Straße den Alltag bestimmen. Neben einer imposanten Felsenlandschaft bietet El Pris ein ruhiges und entspanntes Ausflugsziel abseits des Massentourismus an. Jeden Tag wird frischer Fisch serviert, sodass Besucher hier auf jeden Fall ein Mittagessen einplanen sollten.
Wirtschaft
In El Pris spielt der Fischfang eine bedeutende Rolle. Die Fischer fahren täglich mit ihren Booten auf den Atlantik raus, um ihre Netze und Angeln nach frischem Fisch und Meeresfrüchten auszuwerfen. Tintenfisch, Muscheln, Garnelen oder der hier typische Vieja-Fisch werden gefangen, um sie an Restaurants oder Einwohner zu verkaufen. Die wenigen Restaurants und Bars an der Uferstraße sowie die Vermietung von Apartments am Steilhang sind weitere Wirtschaftseinnahmen des Dorfes.
Anfahrt
El Pris liegt nördlich des Ortes Tacoronte im Nordwesten von Teneriffa. Mit dem Auto fährt man ab Tacoronte die Hauptstraße TF 165 entlang und biegt nach dem Dorf Juan Fernandez links auf die Straße TF 163 in Richtung El Pris ab. Die Straße führt in Serpentinen steil hinunter zur Küste. Parkmöglichkeiten befinden sich direkt am Ortseingang auf einer Aussichtsplattform. Mit dem Bus ist El Pris nur mit der Linie 22 ab Tacoronte zu erreichen. Die Busse fahren etwa sieben Mal am Tag zum Dorf herunter. In den Sommermonaten etwas öfter.
Kultur und Einwohner
In El Pris führen die Bewohner ein bescheidenes und ruhiges Leben. Viele leben vom Fischfang, das heißt, sie fahren täglich mit ihren Booten heraus oder angeln die Fische vom Ufer aus. Das Dorfleben spielt sich hauptsächlich auf der Straße, rund um die Fischerei oder in einer der Bars an der Uferpromenade ab. Oft sind es die männlichen Einwohner, die unter den Schatten spendenden Gummibäumen an der Hafenpromenade verweilen.
Geschichte / Gründung
El Pris gehört zur Gemeinde Tacoronte, die heute etwa 19.000 Einwohner zählt. Das Gebiet ist sehr hügelig, einige Felsen ragen an der Küste bis zu 1200 Metern hoch. Die ersten Siedler lebten in Berghöhlen nahe der Küste und nördlich von Tacoronte. El Pris war neben den Orten Juan Fernandez, Guayonje und Mesa del Mar eine der ersten Gegenden, die an der Steilküste besiedelt wurden. Historiker gehen davon aus, dass in El Pris schon sehr früh Fischfang betrieben wurde.Die Gemeinde Tacoronte wurde 1496 von Sebastian Machado Guimarães gegründet. Ein Jahr später erscheint die erste Aufzeichnung über die Landverteilung in Tacoronte zu der auch El Pris gehört. Im 16. Jahrhundert zählte Tacoronte nur 342 Einwohner. Den stärksten Bevölkerungszuwachs erfuhr das Gebiet in den letzten 30 Jahren.
Lage und Vegetation
Am Steilhang von El Pris gedeiht typisch kanarische Vegetation: Sukkulentenbüsche, Wolfsmilchpflanzen (tabaiba) oder oleanderblättrige Kleinien (auch Affenpalme genannt). Unten im Dorf stehen einige Gummibäume, die den Einwohnern und Besuchern Schatten spenden. Neben den Pflanzen ist das ruhige El Pris auch die Heimat von einigen Tieren geworden. Eidechsen, Möwen, Amseln oder Samtkopf-Grasmücken (kleine trillernde Vögel) sitzen in Gebüschen oder auf Felsen. Wandervögel kommen regelmäßig am Dorf vorbei, um hier zu pausieren.
Sehenswürdigkeiten
Etwa einen Kilometer vor El Pris befindet sich auf der rechten Seite eine Aussichtsplattform. Hier lohnt es sich kurz anzuhalten, um einen schönen Blick über die Küste sowie auf El Pris und das Nachbardorf Mesa del Mar zu erhalten. El Pris hat in erster Linie die Idylle eines kleinen Fischerdorfes zu bieten, indem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint sowie eine imposante Felsenlandschaft. Je nach Wetterlage kann es vorkommen, dass der Atlantik über die Felsen hinweg peitscht. Dann schlagen die Wellen hohe Bogen und hinterlassen Sprühregen auf der Uferpromenade. Die Felsen von El Pris werden auch gerne von Wandervögeln als Rastplatz genutzt, sozusagen als Zwischenstopp auf ihrer Zugroute.
Nach einer Runde durch das Fischerdorf bietet es sich an, an der Küste spazieren zu gehen. Ein grobsteiniger Weg führt hinter der Fischerei an der Küste entlang bis zum Ort Mesa del Mar. Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Strand La Arena. Die Strecke dorthin birgt viele schöne Aussichten auf wilde Felsformationen und die malerische Küstenlandschaft. Der Spaziergang dauert etwa zehn Minuten.
Strände
El Pris selbst hat leider keine Strände zu bieten, an denen Besucher gefahrlos baden können. Am Ostrand von El Pris gibt es zwar eine Bucht mit Steinstrand, jedoch sind die Steine und Felsen so grob, dass sie ohne Badeschuhe und Erfahrung nicht betreten werden sollten. Direkt an der Küste führt ein Weg entlang, der bis nach Mesa del Mar führt. Dort können Besucher – sofern es der Atlantik zulässt – das Meerwasserschwimmbecken nutzen oder den La Arena Strand am Ortsende aufsuchen.
Feste
Das Dorf El Pris feiert jedes Jahr am letzten Sonntag im August ein Volksfest zu Ehren ihrer Schutzpatronin Señora Carmen.
Restaurants
Nach einem Spaziergang durch El Pris empfiehlt es sich, eine Bar oder ein Restaurant an der Uferpromenade auszuprobieren. Spezialitäten sind natürlich frisch gefangener Fisch und Meeresfrüchte.
Restaurante Prixlolo
Carretera El Pris, Nr. 113
El PrisGeöffnet: Dienstag bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr. Montags geschlossen.Spezialität des Hauses: Vieja-FischEine Portion Garnelen kostet etwa sieben Euro, ein Kilo frischer Fisch 18 Euro. Das Restaurant bietet seit 40 Jahren hiesigen Fisch und Wein zu vergleichsweise günstigen Preisen an.
Bar Gonzalo
Avenida Principal del Pris 13
El PrisGeöffnet: Mittwoch bis Sonntag von 13 bis etwa 22 Uhr. Dienstags geschlossen.Spezialität des Hauses: CalamaresTapas und Tellergerichte zu akzeptablen Preisen.