Übersicht von Los Gigantes

Die Stadt Acantilado de Los Gigantes auf Teneriffa, kurz nur Los Gigantes genannt, wurde nach der Steilküste (span.: acantilado) im Westen der Insel benannt. Die Klippen ragen zum Teil bis zu 500m über das Meer hinaus und bilden somit die größte zusammenhängende Felsenformation Teneriffa und sogar Europas.

An der Westküste Teneriffa gelegen, bietet die Stadt nicht nur eine malerische Kulisse inmitten der Felsen, sondern verspricht auch ganzjährigen Sonnenschein. In Los Gigantes weht außerdem ein milderer Wind als im Norden Teneriffa und sorgt somit für perfekte Wassersportbedingungen.

Urlauber haben sehr viele und vielseitige Möglichkeiten sich die wunderschöne Steilküste von Los Gigantes anzuschauen. Eine Bootstour, bei der man Wale und Delfine beobachten kann, ist nur eine davon.

Wirtschaft

Auch heutzutage wird in Acantilado de los Gigantes noch Fischfang betrieben. Der größte Wirtschaftszweig ist jedoch wie in den meisten Teilen Teneriffa ganz klar der Tourismus. Urlaubern wird von Hochseefischen über Jetski fahren, Tauchen und Bootsausflügen zur Delfin- und Walbeobachtung, alles geboten.

Auch was Hotels, Bars und Restaurants angeht, hat man in Los Gigantes eine Riesenauswahl. Des Weiteren ist hier ganz klar zu spüren, dass sich die Einheimischen sehr auf die Bedürfnisse der Touristen eingestellt haben. So finden z. B. englischen Urlauber eine Vielzahl an Pubs und Restaurants, die typisch englische Gerichte anbieten.

Lage und Vegetation

Acantilado de los Gigantes liegt an der Westküste Teneriffa in der Gemeinde Santiago del Teide. Man erreicht den Ort über die TF 47 -  er liegt 1 km nördlich von Puerto de Santiago auf dem Weg nach Tamaimo. Bis zur Inselhauptstadt Santa Cruz sind es ca. 100 km, die man am besten über die Landstraße TF-47 und anschließend über die Südautobahn – Autopista del Sur zurücklegt. Der Touristenort Playa de las Americas im Süden Teneriffa ist von Los Gigantes ca. 30 km entfernt.

Nach Los Gigantes fahren die Buslinien 325, 462, 473, 477 und 493. Die Busse der Linie 325 fahren von Puerto de la Cruz nach Los Gigantes und zurück. Die 462er und 493er Busse fahren von und nach Guía de Isora (östlich).  Die Linie 473 verkehrt zwischen Los Gigantes und Los Cristianos und zum Strand und Ort von Playa de las Americas kommt man mit der Buslinie 477.

Die Steilküste von Los Gigantes, deren Felsen aus Basaltsäulen bestehen, bildet den Abschluss des westlichen Teils des Teno Gebirges. Rund um Los Gigantes, z. B. auch in der nahegelegenen Masca Schlucht, prägen größtenteils Palmen, Kakteen und Agaven das Landschaftsbild.

Kultur und Einwohner

Los Gigantes hat nur ca. 750 kanarische Einwohner, den größten Anteil machen hier die Touristen aus. Schätzungsweise sind 70-80% von ihnen Briten. Viele Touristen haben sich Wohnungen in Los Gigantes gekauft, es gibt mehrere Apartmentkomplexe – z. B. in der Calle Petunia, Calle Magnolia und Calle Hibisco. Die Zeit von November bis Februar ist hier die Hochsaison.

Nicht nur die Hotels, Restaurants und Pubs von Los Gigantes haben sich auf die englischen Besucher eingestellt, selbst die katholische Kirche Parroquia del Espíritu Santo bietet donnerstags und sonntags anglikanische Gottesdienste (Anglican Holy communion) an. Rund um der Kirchplatz sind auch die Cabaret Bar Highland Paddy III und The Green Corner Pub zu finden.

Geschichte und Gründung

Los Gigantes war einst ein kleines Fischerdorf am Fuße der riesigen Steilküste. Von hier aus wurden die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Stadt Tamaimo exportiert. Ansonsten dominierten eher kleine Fischerboote das Hafenbild. Der Nachbarort Puerto Santiago hatte seinen eigenen Hafen und war räumlich von Los Gigantes getrennt.

Heute ist von der Fischerdorfidylle in Los Gigantes nicht mehr viel übrig geblieben. 1960 besuchte Juan Manuel Capdevielle die Gegend und erkannte das Potenzial des Ortes für den Fremdenverkehr. Daraufhin setzte er sich mit einigen seiner Freunde, darunter auch ein Deutscher, zusammen und sie gründeten die Agigansa – eine Promoter–Gesellschaft. Capdevielle betrieb außerdem drei Jahre lang eine Wetterwarte und stellte fest, dass das Klima in Los Gigantes eines der besten der Welt ist.

Aus dem kleinen Hafen ist inzwischen ein beachtlicher Yachthafen geworden. Hier legen zwar noch kleine Fischerboote und Kutter an, allerdings sieht man größtenteils Yachten, Katamarane, Segelboote und unzählige Jetski.

Aufgrund der Sonnenscheingarantie an der Westküste Teneriffa und der wunderschönen Kulisse mit den Riesenfelsen ist Los Gigantes zu einem bekannten Touristenort geworden. Es wurden immer mehr und immer größere Hotels und Ferienwohnungen gebaut, sodass die Grenzen zwischen Los Gigantes und Puerto de Santiago inzwischen ineinander übergehen. Zusammen mit dem Strand Playa de las Arenas und dem gleichnamigen Ort werden die drei Orte Los Gigantes, Puerto Santiago und Playa de las Arenas mittlerweile als eins betrachtet.