Teseguite

Übersicht 

Teseguite ist ein kleines Dorf inmitten des Landesinneren Lanzarotes. Es ist die kleine ländliche Schwester von Teguise und wurde ehemals von Sklaven gegründet, die sich nicht in der damaligen Hauptstadt ansiedeln durften. Es ist ein kleines ruhiges Dorf, in dem immer noch Landwirtschaft betrieben wird. Die leerstehenden Fincas werden heutzutage von Künstlern und Individualisten restauriert und neu gestaltet. In Teseguite gibt es beispielsweise eine der zwei untypischen zweistöckigen Fincas, die einen Besuch lohnenswert machen. Des Weiteren laden die beiden deutschen Künstler Anneliese Guttenberger und Stefan Schulz mit eigenem Atelier und Keramikwerkstatt mit Galerie und offenem Verkauf zu einem Besuch ein. Von hier aus kann man auch weiter auf den Guanapay Vulkan empor wandern, bis hin zum Castillo Santa Bárbara, einem 360° Aussichtspunkt und frühere Festung Teguises.

Geschichte

Teseguite wurde von Sklaven gegründet, denen es im 15. Jahrhundert verboten war, sich in der damaligen Hauptstadt Teguise niederzulassen. Das Dorf wird als kleine ländliche Schwesternstadt von Teguise bezeichnet. Ehemals wurde hier viel Landwirtschaft betrieben. Aber auch heute noch werden hier Zwiebeln und Weinreben angebaut. Heutzutage leidet Teseguite, wie viele andere Städte der Insel, unter der Abwanderung junger Leute vom Landesinneren in die Küsten- und Touristenstädte oder direkt aufs Festland. Dafür haben einige Künstler und Architekten Teseguite für sich entdeckt und restaurieren und gestalten die alten Fincas neu und individuell.

Wirtschaft

Teseguite ist ein kleines landwirtschaftliches Dorf. Hier werden auf den Feldern vor allem Zwiebeln und Wein angebaut, die mithilfe zahlreicher Esel bestellt und geerntet werden.

Kultur und Einwohner

Das knapp 300 Einwohner starke Dorf wurde ehemals von Sklaven im 15. Jahrhundert gegründet, denen es untersagt war, in der damaligen Hauptstadt Lanzarote, Teguise, zu wohnen. Teseguite, die kleine ländliche Schwesternstadt von Teguise, ist von Einfachheit geprägt. Einige Bauern leben noch hier, aber die Bevölkerungszahl geht immer mehr zurück, da die Jüngeren ihr Glück in den größeren Städten oder gar auf dem Festland versuchen. Besucher des Ortes finden hier neben neuen restaurierten Bauernhäusern, die vor allem Wanderern als Übernachtungsmöglichkeit dienen, auch viele leerstehende alte Fincas. Hier kann man immer noch einen sehr guten Einblick in die landwirtschaftlichen Tätigkeiten und Arbeitsmethoden der Einheimischen bekommen.
Einige Künstler und Individualisten haben Teseguite als neuen Wohnsitz und Ort der Ruhe und Inspiration auserkoren, so dass einige der alten Fincas neu restauriert und individuell gestaltet daherkommen. Zum Teil eine Fundgrube architektonischen Geschicks.

Lage und Vegetation

Teseguite liegt im Landesinneren von Lanzarote im Gemeindegebiet Teguise. Die nächstgrößeren Städte der Umgebung sind im Westen die ehemalige Hauptstadt Teguise selbst, in circa 6 Minuten Entfernung und El Mojón im Osten in circa 3 Minuten Entfernung.
Wie überall auf der Insel herrscht hier ein mildes, niederschlagarmes Klima, dem die aus Nordost wehenden Passatwinde Abkühlung verschaffen. Im Frühling sind die Hügel mit Margeriten und Mohn überzogen. Ansonsten dienen sie im August bis Dezember auch als ideales Revier für die Hasenjagd. Außerdem sind die Hügel beliebter Nistplatz für Wildgänse und andere geschützte Vogelarten.


Sehenswürdigkeiten 

Architektur

In Teseguite befindet sich eine der zwei untypischen zweistöckigen Fincas der Insel. Ein architektonischer Hingucker, mit Liebe entworfen und an seine Gegebenheiten angepasst, ohne auf das Naturverbundene zu verzichten. Zum Beispiel wurde die hauseigene Zisterne direkt mit in das Haus integriert. Des Weiteren gibt es einen Innenhof mit einer Treppe, die direkt in die zweite Etage der Finca führt. Der Innenhof wird durch eine Mauer aus Vulkangestein vor den kräftigen Winden des Passats geschützt. Denn Teseguite liegt völlig ungeschützt inmitten der Landschaft und zeugt davon, wie stark der Wind in dieser Gegend ist.

ATELIER Anneliese Guttenberger - CERAMiCA Stefan Schulz

Seit 1987 leben die beiden deutschen Künstler Anneliese Guttenberger und Stefan Schulz in Teseguite in einem alten, stilvollen Bauernhaus, in dem sie seit 1997 auch ihre Arbeiten zur Schau stellen und verkaufen.
Das Atelier ist an der Hauptstraße gelegen. Man kann es gar nicht verpassen, weil sich eine lebensgroße blaue Statue davor befindet. In dem Atelier werden handgefertigte Grußkarten und Gemälde sowie unzählige Keramiken verkauft. Stefan Schulz bietet nebenbei auch Workshops zum Erlernen seiner Töpferkunst an.

ATELIER Anneliese Guttenberger - CERAMICA Stefan Schulz
Avenida Acorán 43 - 45
35539 Teseguite


Aktivitäten 

Teseguite ist ein Ort für Wander- und Aktivurlauber. Hier kann man zum Beispiel den Guanapay Vulkan empor wandern. Auf halber Höhe befindet sich ein Plateau, von dem aus man einen wunderschönen Panoramablick über die südliche Küste, bis hin nach Costa Teguise und Arrecife, über die gesamte vulkanische Region hat. Wer bis zur Spitze des Vulkans hinauf steigt, erreicht das Castillo Santa Bárbara, die ehemalige Burg von Teguise. Hier bietet sich den Wanderern ein 360° Rundblick über die gesamte Insel, was erkennen lässt, wie wichtig dieser Stützpunkt für die damalige Hauptstadt Lanzarote war. Im Castillo de Santa Bárbara kann man das Museo del Emigrante, das sich mit der Geschichte der vor den Vulkanausbrüchen geflohenen Lanzarote ños nach Amerika befasst, besuchen. 


Strände 

Da Teseguite im Landesinneren liegt, verfügt es nicht über eigene Strände. Fährt man aber Richtung Costa Teguise über die LZ-404, dann erreicht man in 15 Minuten viele kleine Strände und Badebuchten. In Richtung Norden liegt außerdem der gemütliche Strand von Arrieta.


Feste 

Fiesta für San Leandro

Am 13. März findet in Teseguite die Fiesta für San Leandro, dem Schutzpatron des Dorfes, statt.


Nachtleben  

In Teseguite gibt es weder Bars noch Restaurants, die zur Abendgestaltung einladen würden. Wer während seines Urlaubs auf Lanzarote ausgelassen Feiern gehen möchte, ist an der Ostküste richtig aufgehoben. Vor allem in Puerto del Carmen findet man vielfältige Möglichkeiten. Über die LZ-1 und die LZ-2 innerhalb einer halben Stunde zu erreichen. Auch in nahe gelegenen Teguise sind einige nette, kleine Restaurants zu finden, die vor allem sonntags während des Wochenmarkts gut besucht sind. So zum Beispiel das La Palmera, an der Rückseite der Plaza de la Constitución, hinter der Kirche gelegen. Dem Restaurant wächst eine Palme aus dem Dach.


Einkaufen

Teseguite verfügt nicht über eigene Shoppingmöglichkeiten. Allerdings kann man von hier auf den Wochenmarkt von Teguise starten, der hier jeden Sonntag von 09:00 bis 14:00 Uhr im Ortsinneren stattfindet. Hier werden Textilien, Kunsthandwerk aus aller Welt und anderes Außergewöhnliches dargeboten. Perfekt für den Einkauf von Geschenken und Souvenirs. Dennoch sollte man sich vor Ramsch in Acht nehmen.