Nationalpark Garajonay

Übersicht

Ein absolutes Wanderparadies ist der Nationalpark der Insel. Viele Inselbesucher kommen ausschließlich aufgrund dieser schönen Wanderwege nach La Gomera. Inmitten der Insel liegt der höchste Berg. Er hat den Namen Garajonay und ist 1.487 m hoch. Der Name Garajonay wurde später für den gesamten Nationalpark rund um den Berg verwendet. Er umfasst 3.984 Hektar und bedeckt etwa zehn Prozent der Inselfläche. Die verschiedenen Ökosysteme sind auf die unterschiedlichen Höhenlagen von 800 bis 1500 m über dem Meeresspiegel verteilt. Der Park steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Er hat sogar die höchste Kategorie verliehen bekommen: Erbgut der Menschheit.

Mitten im Gebirge liegend gibt es hier einen immergrünen Wald, der von einer Vielzahl von Pflanzenarten gebildet wird: der Laurisilva-Wald. Er beheimatet bis zu zwei Meter hohe Farne, von den Bäumen hängende lange Bartflechten, moosbewachsene, knorrige Äste und Bäche mit einigen Wasserfällen. In der Nähe des Parks liegt der Weiler El Cedro, von dem aus Wanderwege entlang kleiner Bäche verlaufen, die ganzjährig Wasser führen.

Der Nationalpark lädt zum Wandern und Spazieren ein. Vor einem Spaziergang empfiehlt sich ein Besuch in einem Besucherzentrum Juego de Bolas, im oberen Bereich von Agulo. Es beherbergt unter anderem eine Ausstellung über die Natur und die Kultur La Gomeras und ein Völkerkundemuseum sowie kunsthandwerkliche Werkstätten. Es ist täglich von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Von hier aus werden kostenlose Führungen durch den Park veranstaltet, und zwar jeden Mittwoch und Samstag. Im Voraus können sie die Tour unter der Telefonnummer 922 800993 reservieren, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Tipp: Zum Wandern ist es ratsam, dass Sie gut ausgerüstet sind, auch wenn die Wanderwege auf La Gomera sicher und breit sind. Gute Schuhe mit harten Sohlen, in denen die Knöchel geschützt sind, bieten eine ideale Grundlage. Für die höher gelegenen Zonen sollten Sie wärmere Kleidung einpacken. Eine Kopfbedeckung in Küstennähe ist auch von Vorteil.

Der Park verfügt über vier Besucherzonen: Jardín de la Creces, Ermita del Credo (auch Nuestra Señores des Lourdes genannt), Chorros de Epina und die größte heißt Laguna Grande. Zum Zelten gibt es eine kostenlose Zone mit 60 Parkplätzen in Caserío del Cedro, außerhalb der Grenzen des Nationalparks, die vom Vize-Umweltministerium der kanarischen Regierung abhängt. Wenn Sie dort länger als eine Nacht zelten möchten, brauchen Sie vorher eine Genehmigung.

Den Namen Garajonay erhielt der Berg übrigens aufgrund der populärsten Legende Gomeras. Die Prinzessin von La Gomera, Gara, verliebte sich in den armen Bauernsohn Jonay aus Teneriffa. Die Adelsfamilie von Gara war aber gegen diese Beziehung und wollte die Heirat der beiden verhindern. Sie brachte Jonay gewaltsam nach Teneriffa zurück. Da die Liebe der beiden jedoch so groß war, kehrte er zurück. Gara und Jonay gingen auf den Gipfel der Insel, und weil sie keinen Ausweg mehr für ihre Liebe sahen, nahmen sie eine Lanze, die an beiden Enden spitz war, und stießen sie sich gleichzeitig in ihre Brust. Das Liebespaar stürzte sich