Das Wort 'Kajak' kommt von dem grönländischen 'Qajak', einem aus der Arktis stammenden Ruderboot. Kajaks gehören, wie die sogenannten Kanadier, zur Gruppe der Kanus. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihr Ruder. Während Kanadier Stechpaddel benutzen, bewegt man sich auf Kajaks mit Hilfe von Doppelpaddeln fort. Das sind Ruder mit Paddelblättern auf beiden Seiten. Kajaks lassen sich auf Flüssen, Seen und auf dem Meer benutzen. Die Kanarischen Inseln sind dafür bekannt, dass man hauptsächlich Meeresfahrten unternehmen kann.
Vorbei an rauen Vulkanlandschaften, steilen Klippen und allerlei Tieren können Urlauber Reisen durch dunkle Höhlen wagen und versuchen den Wellen mit bloßer Körperkraft zu trotzen. Die Brandung ist an vielen kanarischen Orten allerdings ziemlich kraftvoll. Deshalb sollten sich kajakinteressierte Urlauber zunächst über die Wellenstände auf der jeweiligen Insel schlau machen. Wenn etwa im Norden Teneriffas besonders hohe Wellen in Richtung Strand 'rollen', ist die Brandung im Süden nur sehr schwach.
Der Preis für einen Einer- Kajak bewegt sich, je nach Länge der Ausflüge (2- 4 Stunden), zwischen 30 und 60 €. Für komplette Tagestouren müssen Urlauber meist über 100 € einplanen. Doppelkanus kosten für zwei oder vier Stunden zwischen 50 und 100 €. Für den ganzen Tag etwa 200 €. Diese Preise gelten für geführte Touren. Manche Anbieter verleihen auch das komplette Kajakequipment für weniger Geld.
Während sich Surfer über hohe Wellen freuen, könnten Kajakfahrer, zumindest zu Beginn des Ausflugs, auch gut auf sie verzichten. Um über die Wellenberge in ruhigeres Gewässer zu gelangen, braucht man viel Kraft und Ausdauer. Jüngeren Kajakfahrern kann der Einstieg aber erheblich erleichtert werden, indem sie von Anderen über die ersten Wellen geschoben werden. Außerdem werden Kajak- Touren auf den Kanarischen Inseln meist mit Booten angeboten, in denen man allein oder zu zweit sitzen kann. So können auch jüngere Teilnehmer in Begleitung eines Erwachsenen ausgedehnte Kajak- Ausflüge genießen. Das Ende eines jeden Kajak-Ausflugs ist für Urlauber besonders spannend, denn man darf sich mit den Kajaks von der Flut Richtung Strand gleiten lassen. Doch dabei müssen die Hobbykapitäne gut aufpassen, um sich möglichst gerade von der heranrauschenden Brandung in Richtung Küste befördern zu lassen. Jede Unachtsamkeit wird von den mächtigen Wasserwalzen nämlich bedingungslos bestraft. Wenn man also nicht ohne Boot unter dem Gelächter schadenfroher Badegäste an den Strand gespült werden will, sollte man darauf achten, sein Boot ordentlich in die Wellen zu navigieren.
Kajakfahren auf den Kanarischen Inseln ist eine abwechslungsreiche Alternative zu Sportarten wie Fahrradfahren oder Golf. Es bietet Erholung und Spannung für die ganze Familie.