La Aldea de San Nicolás

Übersicht 

Die Gemeinde trägt den offiziellen Namen La Aldea de San Nicolás de Tolentino und wird oft auch als „Tal der Tomaten“ bezeichnet, weil Tomatensträucher die Landschaft durchziehen. In San Nicolas auf Gran Canaria leben etwa 8.000 Einwohner, wovon mehr als die Hälfte in der Landwirtschaft arbeiten. Die Region ist ein absoluter Geheimtipp und fernab jeglichen Tourismusgeschäftes. Wer Ruhe und Beschaulichkeit sucht, sollte sich dieses Fleckchen Erde nicht entgehen lassen.

Wirtschaft

San Nicolás ist das Agrarzentrum dieser Region. Hier werden Orangen, Papayas, Bananen, Mangos, Avocados und vor allem Tomaten angebaut. Aus diesem Grund sprechen die Einheimischen im Zusammenhang mit San Nicolás oft auch vom "Tal der Tomaten". Die weiten Plantagen sind mit Planen überspannt, so dass man die Pflanzen kaum erkennen kann. Versorgt werden diese Plantagen über die umliegenden Stauseen. Der Anbau ist so effektiv, dass jährlich 100.000 Kilogramm exportiert werden können. Der Ertrag war aber schon erfolgreicher, bis die Bauern aus San Nicolás Konkurrenz aus Marokko bekommen haben. Nun gibt es teilweise eine enorme Überproduktion, sodass sich nach der Ernte oft Berge von Tomaten zwischen den Feldern stapeln. Dennoch ist San Nicolás eine recht wohlhabende Gemeinde, die durch die Landwirtschaft existieren kann.

Geschichte und Gründung

1483 wurde San Nicolás das erste Mal historisch erwähnt. Grund dafür ist die Niederlage in der Schlacht von Ajodal, aus der die spanischen Eroberer als Sieger hervorgingen.

Doch wie viele Ausgrabungsstätten belegen, gab es in der Region schon lange vor der spanischen Eroberung Gran Canarias bedeutende Siedlungen. Die etwa 8.000 Einwohner von San Nicolas leben zum Teil sogar noch in kanarischen Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie wurden aus Stein und Lehm gebaut und besitzen teilweise noch Dächer aus Palmwedeln. Auch die typisch kanarischen Holzbalkone können Sie hier sehen.

Lage und Vegetation

Geografisch ist diese Gemeinde vom Rest der Insel fast völlig isoliert. Im Norden und Süden wird sie durch Steilküsten begrenzt, zum Innern der Insel wird sie durch Berge und enorme Schluchten abgeschottet. Die einzigen Verbindungen sind serpentinenartige Straßen in Richtung Mogan im Süden und nach Agaete im Norden. Der zum Gebiet gehörende Barranco de la Aldea ist eine Schlucht mit außerordentlich vielen Stauseen, die jedoch nur bei einer Fahrt über die schmale Bergstrasse in Richtung Artenara zu sehen ist. San Nicolás ist ein sehr wasserreiches Gebiet, da es das größtes Regeneinzugsgebiet Gran Canarias ist.

Zu erreichen ist die Gemeinde mit dem Auto über die beiden Bergstraßen von Mogan und Agaete. Es fahren aber auch täglich Busse nach Maspalomas, Ayacata und Agüimes.


Aktivität 

Cactualdea

Fährt man in Richtung Mogan die Bergstraße entlang, befindet sich entlang dieser Strecke die Cactualdea. Dies ist eine Parkanlage mit über 1.200 Kakteen- und Sukkulentenarten. Sie sind aus verschiedenen Ländern importiert worden, wie zum Beispiel Mexico, Madagaskar, Guatemala oder Bolivien. Inmitten von Palmen und Drachenbäumen kann der Besucher durch diesen Park spazieren und sich von den exotischen Gewächsen beeindrucken lassen.

Öffnungszeiten: Täglich von 09.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.
Adresse: Ctra. De Mogán a San de Tolentino, s/n. Ctra. del Hoyo-Tocodoman


Feste 

Fiesta del Charco

Die Fiesta del Charco geht auf den 11. September 1766 zurück. An diesem Tag soll der damalige Bischof alle Bewohner des Dorfes exkommuniziert haben, da sowohl Männer als auch Frauen im selben Tümpel gebadet und sich gewaschen haben. Die Bevölkerung nimmt dies nun zum Anlass der Feier. Es finden verschiedene Sportwettkämpfe statt, wie zum Beispiel das rituelle Fangen von Fischen mit der bloßen Hand. Höhepunkt des Festes ist der Sprung und das Baden in den Tümpel. Die Dorfbewohner tun dies voll bekleidet.