Porto da Cruz

Übersicht 

Porto da Cruz liegt an der Nordküste der Insel Madeira. Heute leben rund 3500 Einwohner in der Küstenstadt Madeiras. Porto da Cruz ist eine Gemeinde des Bezirkes von Machico.

Als Besucher der kleinen Stadt auf Madeira, denkt man vermutlich zuerst, dass es dort sehr ruhig und beschaulich zugeht. Das Leben scheint still zu stehen oder sich nur sehr langsam zu bewegen, doch bei genauerem Hinsehen entdeckt man einige versteckte Sehenswürdigkeiten.

Aufgrund des ganzjährig milden Klimas in Porto da Cruz ist dort der Anbau der amerikanischen Rebe möglich. Für seinen ‘Vinho seco americano’ (trockener Rotwein aus einer Traubensorte, die sich ‘Americana’ nennt) ist das Dorf der Insel berühmt, und jedes Jahr zur Zeit der Weinlese im September findet das ‘Festa do Vinho’ (Weinfest) statt.

Neben dem Anbau der speziellen Traubensorte, ist Porto da Cruz besonders für die vielen erzeugten Landwirtschaftsprodukte bekannt. Vor allem Zuckerrohr spielte in der Geschichte und auch heute noch eine wichtige Rolle für die Stadt. Wie schon zu Beginn der Produktion 1927, wird aus dem Zuckerrohr auch heutzutage noch hauptsächlich Rum und Honigmelasse produziert.

Geschichte/Gründung

Porto da Cruz erhielt seinen Namen aufgrund des Kreuzes (‘cruz’), welches die ersten Siedler in der Bucht aufgestellt hatten, die einst als Hafen (‘porto’) genutzt wurde.

Man weiß heute, dass Porto da Cruz eine der ersten besiedelten Gemeinden Madeiras war. Ein Sohn des Entdeckers und Seefahrers Tristão Vaz Teixeira, der unter anderem den Madeira-Archipel entdeckte, war unter den ersten Siedlern dabei. Außerdem heißt es, dass die alte Künstlerfamilie Leal in Porto da Cruz wohnte und nahe der Kapelle eines der vornehmsten Herrschaftshäuser der Insel besaß. Noch immer steht im Ortszentrum auf einem Hügel ein altes Haus, das als Art Aushängeschild fungiert.


Sehenswürdigkeiten 

In Porto da Cruz gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten, deren Besuch sich lohnt. Im Dorf an der Nordküste Madeiras findet sich für jeden Geschmack etwas zu sehen. So kommen historisch Interessierte in der noch immer aktiven Zuckerrohrfabrik auf ihre Kosten oder können ein restauriertes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert besichtigen. Sportliche Besucher werden vom sogenannten Adlerfelsen angelockt, von dem aus man einen weiten Blick über die Gegend hat.

Zuckerrohrfabrik

In Porto da Cruz gibt es seit dem Jahre 1927 eine Zuckerrohrfabrik. Diese ist eine der wenigen Produktionsstätten der Insel, die auch heute noch in Betrieb ist und immer noch nach dem gleichen Verfahren wie damals Zucker produziert. Das markanteste Merkmal ist der 26 Meter hohe Turm, aus dem Dampf aufsteigt, sobald die Mühle in Betrieb ist.

Die Fabrik auf Madeira arbeitet nicht das gesamte Jahr über, doch von März bis Mai ist die Zuckerrohrfabrik in Porto da Cruz für Besucher geöffnet. Dann kann man selbst erleben, wie aus dem Zuckerrohr der 'aguardente' - der besondere lokale Likör- und Honigmelasse hergestellt wird.

Quinta da Capela

Das Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert an der Nordküste von Madeira in Porto da Cruz liegt auf einer grünen Anhöhe im Ortszentrum und ist das Aushängeschild der Gegend. 1990 begannen vierjährige Renovierungsarbeiten, nach deren Abschluss das Gebäude nun unter Denkmalschutz steht. Jahrhunderte lang war es der Familiensitz der Leals, deren Mitglieder Grafen waren und Regierungsberater sowie Regierende stellten.

Heute dient die Quinta da Capela als eine Art Museum und gleichzeitig als Hotel mit fünf original historisch erhaltenen Zimmern.
Die Innenausstattung des Hauses ist sehr prächtig und gut erhalten. Als Besucher kann man dort die Kultur und die Geschichte des Ortes und Madeiras erleben. Der Landsitz ist umgeben von Levadas (Wasserläufen), Wanderwegen und Pfaden sowie von Tälern, Bergen und dem Meer.

Penha D’Aguia

Zwischen Porto da Cruz und Faial im Nordosten der Insel Madeira liegt Penha D’Aguia, der so genannte ’Adlerfels’. Hierbei handelt es sich um eine einzigartige Formation von Gesteinen, die rund 580 Meter hoch ist. Erreichbar ist die Spitze über einen steilen Pfad, wobei es eine kleine Herausforderung darstellt, den Felsen zu erobern. Doch der Aufstieg lohnt sich, da oben angekommen, eine überwältigende Panoramasicht auf das Meer und die Umgebung auf den Besucher wartet.


Strände 

Der Ort Porto da Cruz ist beliebt zum Surfen und großartig zum Schwimmen. Seit 2004 gibt es an der Nordküste der Insel jetzt auch ein schönes Strandbad mit modernen Einrichtungen. Der bereits bestehende schwarze Sandstrand wurde erweitert und verschönert. Der dadurch entstandene neue Badekomplex Madeiras wurde ‘Praia da Lagoa’ getauft. Es wurden neue Meerzugänge und eine Sonnenterrasse geschaffen. Daneben gibt es nun auch eine Restaurantzone, Umkleideräume und sanitäre Anlagen.