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Ponta do Garajau
Übersicht
Es ist weniger das kleine Örtchen Ponta do Garajau auf Madeira selbst, das viele Besucher in den Südosten der Insel zieht. Viel mehr sind es die gut erhaltene Natur und die Ausblicke von den Klippen der Insel über das Meer und die Küstenregion rund um das Städtchen.
Ponta do Garajau liegt etwa fünf Kilometer östlich von Funchal und ist am Rande der Steilklippen Madeiras errichtet.
In Ponta do Garajau steht eine Jesus Christus Statue, die als besondere Attraktion für Touristen gilt. Obwohl die Statue eine der weniger bekannten Sehenswürdigkeiten Madeiras ist, zahlt sich der Besuch durch einen wunderschönen und weiten Blick über die Region aus.
Außerdem gibt es seit Kurzem eine Seilbahn, die während der Saison die Touristen zum 200 Meter tiefer gelegenen Strand bringt.
Der Küstenstreifen vor Garajau wurde zum Natur Resort erklärt, um die dort vorkommenden Arten und die Natur zu schützen. Hier kann man tauchen und schwimmen, und die Tier- und Pflanzenvielfalt genießen.
Geschichte/Gründung
Was das Gebiet um Ponta do Garajau historisch so interessant macht, ist die geographisch spezielle Form der Landzunge.
Vor mehr als drei Jahrhunderten, in jener Zeit, in der die Briten verstärkt auf Madeira heimisch waren, galt das Gesetz, dass nur katholisch getaufte Personen auf der Insel bestattet werden durften. Da die meisten der englischen Bewohner dies allerdings nicht waren, mussten sie sich eine andere Art der Bestattung überlegen. Hier trat dann die Felsformation im Südosten der Insel ins Spiel. Durch die hohen Steilküsten zu beiden Seiten der Landzunge, den steilen Abfall der Klippen und das tiefe Wasser ringsherum, eignete sich Garajau ideal, um Seebestattungen durchzuführen.
Ab 1770 gab es einen englischen Friedhof auf der Insel, sodass die Seebestattungen aufhörten, doch die düstere Vergangenheit der Gegend blieb bestehen.
Im Jahre 1927 wurde dann die Christus Statue auf der etwa 100 Meter höher gelegenen Spitze der Landzunge errichtet.
Anreise
Mit dem Auto kommt man von Funchal aus über die Via Rápida in Richtung Osten nach Ponta do Garajau. Um zur Jesus Statue zu kommen, fährt man an der Ausfahrt Garajau ab, folgt der Hauptstraße bis zum Dom Pedro Hotel und biegt hinter dem Gebäude rechts ab.
Auch per Bus kann man das kleine Städtchen erreichen. Dazu nimmt man von Funchal aus die Linie 109 oder 155 der Empresa de Automóveis do Caniço. Die Fahrt dauert in etwa 20 Minuten.
Sehenswürdigkeiten
Viele Sehenswürdigkeiten findet man in Ponta do Garajau nicht. Es sind die Geschichte und der Ausblick der Gegend rund um Ponta do Garajau, die diesen Ort auf Madeira zu einem Anzugspunkt für Touristen machen. Dabei sollte ein Besuch der Statue von Jesus Christus ganz oben auf der To-Do-Liste stehen.
Cristo Rei
Die im Jahr 1927 erbaute Statue von Jesus Christus ist die besondere Sehenswürdigkeit Garajaus. In ihrer Form und Beschaffenheit ähnelt sie den Monumenten über Rio de Janeiro und Lissabon. Mit ausgestreckten Armen und den Blick aufs Meer hinaus gerichtet, erinnert die Statue an die dort in der Geschichte Madeiras häufig durchgeführten Seebestattungen der Engländer im 18. Jahrhundert.
Der Weg vom Parkplatz zur Statue ist gepflastert und steigt nur wenig an. An klaren Tagen kann man von der Plattform der Statue aus ein gutes Stück der Küstenregion überblicken. Der Blick reicht von Ponta da Cruz unter dem Hafen Funchals im Westen bis Ponta da Oliveira im Osten von Madeira, und natürlich weit hinaus über den Atlantik.
Von der Statue aus gibt es eine Holztreppe etwa 100 Meter tiefer zum Rand der Klippen. Es führt ein zum Abgrund abgezäunter Weg entlang der Klippen, sodass man gesichert den Ausblick genießen kann, während man dort spazieren geht.
Aktivitäten
Vor der Küste im Gebiet um Garajau befindet sich das Naturreservat "Reserva Natural Parcial do Garajau". Dort werden Naturschutzmaßnahmen zur Erhaltung der Artenvielfalt durchgeführt. Besondere Arten, die in den dortigen Gewässern vorkommen sind beispielsweise der Zackenbarsch, Muränen, Barrakudas, Papageifische und Teufelsrochen.
Für Sportbegeisterte eignet sich der Naturpark hervorragend zum Tauchen. Die Sichtverhältnisse im Wasser sind exzellent und reichen bis zu 50 Meter weit. Darum siedeln sich in der näheren Umgebung auch verstärkt Scuba-Diving Schulen an. Die meisten davon gibt es in Caniço de Baixo. Die Tauchklubs bieten Tauchkurse an und man kann dort auch die Ausrüstung ausleihen. Außerdem organisieren viele der Veranstalter Schiffswracks- und Nachtausflüge.
Strände
Am Fuße der Klippen befindet sich in Ponta do Garajau ein kleiner Kieselsteinstrand. Während des Sommers ist der Strand gut besucht. Es gibt neue Einrichtungen wie beispielsweise ein kleines Strandcafé.
Als kleinen Luxus gibt es eine Seilbahn, die man zum Strand hinunter und hinauf nehmen kann, sodass einem nach dem entspannten Strandbesuch der anstrengende Aufstieg zurück erspart bleibt. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und kostet 2 Euro.