Sehenswürdigkeiten in Funchal

Sehenswürdigkeiten

Viele Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Innenstadt Funchals und sind zu Fuß gut zu erreichen. Die beiden Festungen Fortaleza do Pico und Forte de São Tiago, erbaut zum Schutz vor Piraten, markieren an der Küste das Ost- und Westende der Stadt und eröffnen den Besuchern eine tolle Aussicht. In den Kirchen und Kapellen, von denen es nicht wenige gibt, lassen sich wertvolle Kunstwerke, darunter zum Beispiel traditionelle Azulejos, besichtigen. Manchmal werden auch orientalische Einschläge maurischer Herkunft sichtbar. An den Wochenenden lohnt es sich den Markt Mercado dos Lavradores zu besuchen. Viele Einheimische versorgen sich hier mit frischem, regionalen Obst und Gemüse.

Die Hauptattraktionen liegen allerdings oft etwas außerhalb des Zentrums – die Park- und Gartenanlagen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, unter anderem auch der Gondel, gelangen Pflanzen- und Naturfreunde bequem in die paradiesischen Grünanlagen. Von Orchideen, einheimischen und exotischen Pflanzen bishin zu Kakteen, Sukkulenten und kreativer Gartenkunst gibt es alles zu sehen. Die kostenpflichtigen Gärten haben ein angemessenes Preisniveau aber es gibt auch frei zugängliche Parks in öffentlicher Hand.

Jardim Botânico & Jardim dos Loiros

Der Botanische Garten Jardim Botânico liegt nordöstlich außerhalb des Stadtkerns von Funchal, ideal, um dort eine kurze Verschnaufpause vom turbulenten Stadtleben einzulegen. Die Gärten sind in Terrassen angelegt mit wunderschönen Aussichten auf Funchal. Nahezu von jeder auf der Insel wachsenden Blume befindet sich eine im Sortiment des Gartens. Unter den etwa 2.000 Pflanzen sind nicht nur Exemplare von Madeira, den Azoren, den Kanaren oder vom Cap Verde. Aus fünf Kontinenten wurden Pflanzen aus den entlegensten Gebieten beschafft, darunter subtropische Gewächse, Kakteen, Sukkulenten und andere Schätze. Ein Hauptmotiv des Gartens ist die Erhaltung seltener Pflanzenarten. Im preiswerten Parkcafé können zwischendurch Pausen gemacht werden.

Noch während des Spaziergangs durch den Botanischen Garten macht geschäftiges Geschnatter auf den Vogelgarten Jardim dos Loiros aufmerksam. Dieser ist durch einen separaten Eingang zugänglich und das selbe Ticket wie auch für den Botanischen Garten ist gültig. Papageien, Kakadus, Aras, bunte Sittiche und nicht zu vergessen die beeindruckenden Nashornvögel, gurren, keckern und tschilpen um die Wette.

Das an den Botanischen Garten angrenzende ehemalige Herrenhaus Qinta de Bom Successo fungiert heute als Naturhistorisches Museum. (Link)

Anfahrt:
Sie gelangen mit den Buslinien 29 und 30 vom der Martkhalle Largo dos Lavradores in der Straße Rua da Infânica aus oder mit der Linie 31 zum Botanischen Garten. Mit einer zweiten, kürzeren Seilbahn gelangt man auch von Monte aus zum Botanischen Garten.

Adresse:
Caminho do Meio
Funchall
Telefonnummer: 00351 291 211 200
Internet: www.madeirabotanicalgarden.com

Öffnungszeit:
9:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Jardim Orquídea

Die Gründung des Orchideengartens Jardim Orquídea geht in die Anfänge des 20. Jahrhunderts nach Österreich auf die Familie Pregetter zurück. Auf Madeira konnten sie ihren Traum erfüllen und erschufen diesen Garten. Etwa 50.000 Pflanzen haben sich zum reinsten Orchideendschungel vereint. In einem Biotop vereint sich die Pflanzenwelt mit Vögeln und Fischen zur Naturoase. Die Besucher bekommen sogar Einblicke in die Labor- und Forschungsarbeit, wie zum Beispiel die Züchtung der Blumen. Im eigenen Labor werden auch homöopatisch eingesetzte Blütenessenzen hergestellt. Begeisterte Orchideensammler können Pflanzen für eigene Sammlungen erwerben.

Im Gartencafé kann sich der Gast sowohl an traditionellen als auch österreichischen Spezialitäten erfreuen und mit frisch gepressten Säften erfrischen.

Anfahrt:
Die Buslinien 29, 30 und 31 fahren zum Orchideengarten aber auch über die Seilbahn des Botanischen Gartens ist er gut zu erreichen – nur 200 Meter trennen die beiden Gärten.

Adresse:
Rua Pita da Silva 37
Funchal
Telefonnummer: 00351 291 238 444
Internet: www.madeira-orchid.com
E-Mail: info@madeiraorchid.com

Öffnungszeit:
Täglich auch an Wochenenden und Feiertagen (außer dem 25.12): 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt: 5 Euro

Parque de Santa Catarina

Mit seinen 36.000 Quadratmeter handelt es sich beim Park Parque de Santa Catarina um den größten kostenfrei zugänglichen Stadtpark im Zentrum Funchals. Der Name geht auf die gleichnamige Kapelle im unteren Eingangsbereich „Santa Catarina“ zurück. Egal ob nach einem anstrengenden Einkaufstag im östlichen Stadtkern oder nach einem Spaziergang aus dem westlichen, touristischeren Teil kommend – der Santa Catarina Park hat von beiden Seiten aus gesehen eine ideale Lage und hinzukommend tolle Aussichtspunkte auf den Hafen. Bänke unter schattenspendenden Bäumen laden zum Verweilen ein und die hübsch angelegten Blumenbeete erfreuen das Auge. Im oberen Teil des Parkes befindet sich ein angelegter See, dessen Fontänen an heißen Sommertagen Frische versprechen. An die Kleinsten wurde auch gedacht, sie können sich auf dem Kinderspielplatz vergnügen. Bei Durst und kleinem Hunger versorgt der Parkimbiss die Besucher mit Getränken und Snacks.

Lage:
Der Park liegt am Hafen zwischen der Avenida do Infante und Avenida Sá

Quinta Magnolia

Eine weitere grüne Oase, der Park Quinta Magnolia, liegt im Westen Funchals, ungefähr 15 Minuten vom Zentrum entfernt. Schattenspendende Bäume und üppiges Grün laden die Besucher zum Picknicken ein. Wer nichts zu Essen dabei hat und dennoch Hunger bekommt kann sich am Snackstand eine Kleinigkeit besorgen. Zur sportlichen Betätigung gibt es einen Tennisplatz, ein Schwimmbad sowie Joggingpfade. Die Preise für das Schwimmbad sowie die Miete des Tennisplatzes erfahren sie vor Ort beim Haupteingang. Für Kinder wurde ein großer Spielplatz angelegt.

Lage:
Die Quinta Magnolia liegt zwischen dem Ende der Avenida do Infante, die vom Stadtzentrum in den Westen der Stadt führt und der Rua do Dr. Pita, in Richtung des Stadions Estádio dos Barreiros 

Jardim Municipal

Im Herzen der Stadt kurz vor dem Touristenbüro liegt Funchals Stadtpark Jardim Municipal. Er ist nicht sehr groß aber mit seinen hohen Bäumen und den Bänken ein angenehmer Ort um sich kurz auszuruhen oder in ein Buch zu vertiefen. Bei einem kleinen Parkrundgang erfährt man auf den Infotafeln mehr über die Herkunft und den botanischen Namen der entsprechenden Pflanze oder der Bäume und Büsche. Im unteren Bereich des am Hügel liegenden Gartens wurde ein kleiner Teich mit Springbrunnen angebracht den vor allem die Vögel als Tränke zu schätzen wissen.

Lage:Der Garten liegt an der Avenida Arriaga, nur wenige Meter vor dem Touristenbüro 

Weitere Gärten

Neben den bereits genannten Gärten gibt es natürlich noch weitere Parkanlagen, die einen Besuch wert sind. Der Jardim do Admirante Reis liegt am Hafen nahe des Forte de São Tiago und der Jardim de Santa Luzia nördlich der Stadt zwischen der Rua 31 de Janeiro und der Rua da Carne Azeda. Einnen guten Ausblick auf Funchal hat man von den den Gärten Quinta do Poço und Quinta Palmeira im Norden der Stadt in Richtung Monte. Spezialisiert auf Orchideen hat sich der Jadrim da Qinta da Boavista auf halbem Weg vom Botanischen Garten nach Funchal in der Rua do Lombo da Boa Vista.

Sé do Funchal

Zentral gelegen in der verkehrsberuhigten Zone Funchals steht das imposante gotisch-romanische Bauwerk der Kathedrale Sé do Funchal. Der vollständige Name der im 16. Jahrundert geweihten Kathedrale lautet Sé Catedral de Nossa Senhora da Assunção. Durch die Natursteine vermittelt sie von außen betrachtet einen natürlichen jedoch prunklosen Eindruck. In diesem Falle trügt das erste Erscheinungsbild. Im Inneren stößt man auf goldüberzogene Holzschnitzarbeiten sowie künstlerische Detail- und Handarbeit. Die Decke zum Beispiel wurde aus einheimischen Holz im Mudéjar Stil gebaut, einer orientalischen Stilrichtung, die auf die zum Christentum bekehrten Mauren Spaniens zurückgeht. Viele Einrichtungsgegenstände befinden sich mittlerweile in Museen. Sonntags findet dort der Gottestdienst nicht nur auf portugiesisch sondern auch in deutscher und englischer Sprache statt.

Igreja do Colégio dos Jesuítas

Unter der Leitung Mateus Fernandes wurde die Jesuitenkriche Igreja do Colégio dos Jesuítas im Jahr 1640 fertig gestellt. Die typischen Merkmalen einer jesuitischen Bauweise sind deutlich sichtbar – es gibt neben dem Haupttor zwei Nebentore, flankiert von zwei Türmen. Innen ist die Kirche reichlich verziert, aus den Seitenkapellen schimmert es golden und die Wände sind von zahlreichen religiösen Bildern gesäumt. Der von Manuel Pereira erschaffene Hochaltar gilt als einer der schönsten, geschnitzen Altäre Portugals.

Adresse:
Largo do Município
9000-072 Funchal

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr und 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Eintritt: kostenfrei

Igreja de São Pedro

Bis zur Fertigstellung der Igreja de São Pedro vergingen etwa 150 Jahre – der Bau zog sich vom 16. Jahrhundert bis ins 18 Jahrhundert hin. Besonders an dieser Kirche sind die traditionellen Azulejos, Mosaike aus kunstvoll blau bemalten Keramikfliesen. Ebenso zieht der vergoldete Altar die Blicke auf sich. Auch hier wurden Seitenkapellen gebaut und zur Ausstattung der Kirche gehört antikes Inventar und antike Gemälde.

Adresse:
Rua de São Pedro
Funchal

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: ab 8:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 17:00Uhr

Eintritt: kostenfrei 

Igreja do Carmo

Bei einem Besuch der Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten Kirche Igreja do Carmo bekommen Sie einen kleinen Eindruck von der Kunst des Goldschmiedens. Des weiteren gibt es sakrale Kunstwerke sowie Schnitzereien, die im Stil des Barocks gehalten sind, zu sehen. Die Wände sind innen mit reichlich bemalten Kacheln verkleidet, den sogenannten Azulejos.

Lage:
Die Kirche liegt in der Rua do Carmo ganz in der Nähe des Obst- und Gemüsemarktes.

Weitere Kirchen

Weitere nennenswerte Kirchen im Zentrum Funchals sind die Igreja do Socorro sowie die Capela do Corpo Santo, beide beim Forte de São Tiago im Osten der Stadt und die Convento de Santa Clara, die in Richtung des Fortaleza do Pico liegt.

Adressen:
Igreja do Socorro und Capela do Sorpo Santo
Rua de Santa Maria
9050-160 Funchal
Madeira

Convento de Santa Clara
Calçada de Santa Clara
9000-098 Funchal
Madeira

Fortaleza do Pico

Als das Fort zum ersten mal vor über 350 Jahren erbaut wurde, bestand es noch aus Holz. Jedoch setzte bald der langwierige Umbau ein, bei dem Mauern aus Vulkangestein einem Bollwerk wie diesem eher angemesen erschienen. Die Festung wurde zum Schutz vor Piraten errichtet jedoch gibt es keine Hinweise darauf, dass es schon einmal attakiert wurde. Der zweite Grund für die Ortswahl war das Vorhandensein einer Frischwasserquelle auf dem Hügel. Im Laufe der Zeit hatte das Fort verschiedene Verwendungszwecke: zur Aufbewahrung für Munition, als Gefängnis und später als Zufluchtsort für die Opfer der Flut im Jahr 1803. Heute ist dort die Kommunikationsbasis der Marine stationiert was glücklichweise die öffentliche Zugänglichkeit nicht beschränkt. Selbst bei geringem Interesse für das Fort sollte zumindest wegen der herrlichen Aussicht der Weg auf sich genommen werden. Beim Blick auf die Stadt, den Hafen, die Steilküste und das weite Meer sowie in die dunkelgrünen bewaldeten Berge löst sich sogar der erste Anflug von Muskelkater in Nichts auf.

Lokalisierung:
Aus der Innenstadt kommend erreicht man das Fort über die Rua das Pretas, die bei der Igreja de São Pedro mit einer leichten Biegung in die Calçada de Santa Clara führt. Nach der Casa Museu Frederico de Freitas liegt auf der linken Seite eine kleine Parkanlage, ein geeigneter Ort um während des anspruchsvollen Aufstiegs kurz zu Atmen zu kommen. Geraude aus geht es weiter in die Calçada do Pico und die erste Abzweigung nach links führt zum Fortaleza do Pico.

Öffnungszeit:
täglich von 9:00 Uhr bis 18:00 kostenfrei zugänglich 

Varadouros Old Gate

Ebenso zum Schutz vor Angriffen stand früher eine Verteidigungsmauer dort, wo heute die Strandprommenade Avenida do Mar e Comunidades ist. Im Jahr 1689 wurde das Varadouros Tor gebaut jedoch 1911, gemeinsam mit einem Großteil des Verteidigungssystems, abgerissen. Es musste neuen Baumaßnahmen bezüglich des Straßenverkehrs weichen. 2004 wurden erste Überlegungen angestellt, dass Tor als Denkmal wieder aufzubauen und auch umgesetzt. Im Nachbau sind auch Teile des Originals enthalten wie zum Beispiel die Krone, das königliche Wappen und der Stein mit dem eingravierten Schriftzug.

Lokalisierung:
Vom Kreisverkehr Praça da Autonomia am Hafen, der Knotenpunkt für die drei Hauptverkehrsadern der Stadt ist, geht es westlicher Richtung in die Avenida do Mar e das Comunidades. An der ersten Abzweigung nach rechts auf dem Weg zum Praça do Colombo steht das Varadouros Tor, unweit der Sé do Funchal (link).

Mercado dos Lavradores

Die Markhalle besteht aus zwei Ebenen. Dem unteren Bereich mit Innenhof und dem oberen Bereich mit Veranda. Natürliches Licht spendet die Sonne in den offenen Innenhof, das heißt bei Regen sollte man es nicht scheuen, ein bisschen nass zu werden. Jedoch noch vor Betreten der Halle wird der Markbesuch oft von Blumenfrauen in bunter Tracht eingeleitet. An ihren Ständen bekommt man einen Vorgeschmack der Blumenpracht präsentiert, die die Besucher im Inneren der Halle erwartet – Orchideen, Streliezien, Rosen und mehr exotische Pflanzen. Einmal über die „Schwelle“ getreten kann erwartet das Auge ein freudiges Farbenspiel von Blumen, exotischen Obst- und Gemüsesorten sowie Handarbeitsartikeln. Die Nase erfreut sich am Duft der Orchideen und Rosen mit einem Hauch von Meerwasser, der aus der etwas separieraten Fischhalle kommt. Derweil warten die Geschmacksnerven mit Ungeduld darauf, bis sie von einer der angebotenen Kostproben einer Cherimoya, Maracuja, Papaya oder frischer, süßer Orange verwöhnt werden. Besonders dekorativ sind die an vielen Ständen baumelnden Ketten leuchtend roter getrockneter Chilis in den unterschiedlichsten Formen und wahrscheinlich auch Schärfegraden. Im oberen Stockwerk gibt es zusätzlich allerhand getrocknete Kräuter zu kaufen.

Lokalisierung:
Der Mercado dos Lavradores liegt in der Rua Brigadeiro Oudinot vor der Abzweigung Rua Latino Coelho, die in den Altstadtteil führt.


Öffnungszeit:
Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Samstags von 7:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Freitags und Samstags herrscht das größte Markttreiben

Forte de São Tiago

Ebenso wie das Fortaleza do Pico wurde auch das Fort de São Tiago zur Piratenabwehr im 17 Jahrhundert erbaut und war Teil der Verteidigungssystems Funchals. Es wurde sowohl von Militär Madeiras als auch von britischen Truppen genutzt und bot ebenso wie das Fortaleza do Pico den Flutopfern von 1803 Unterschlupf.

Beim entlangschlender an der Strandprommenade ist das gelb getünchte Fort nicht zu übersehen. Von den Wachtürmen aus hat man eine gute Sicht ostwärts auf die Steilküste und hört die Wellen rauschen. Im Fort befindet sich das Museu de Arte Contemporânea aber auch ohne Museumsbesuch ist es interessant, dass Innere des Forts zu erforschen, sich zum Beispiel vor Augen führt wie es gewesen sein muss, als die Truppen dort noch stationiert waren.

Wer im feinen Restaurant innerhalb des Fortes speist, bekommt sowohl freien Eintritt zu der Anlage als auch zum Museum. Gegebenenfalls wird das abendliche Menü von einer Tanzaufführung, die dort des öfteren statt finden, begleitet.

Lokalisierung:
Das Forte de São Tiago befindet sich am Ende der Altstadtzone direkt am Meer gegenüber der Igreja do Socorro in der Rua de Santa Maria.

Öffnungszeit:
Montag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 12:30 und von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Telefonnummer: 351 291 213 340
Eintrittspreis: 2,50 Euro


Museen 

Während eines Urlaubs auf Madeira bietet es sich an, einige der interessanten Museen in Funchal zu besichtigen. So lassen sich Einblicke in die Insel- und Stadtgeschichte gewinnen, sowie den Zuckerhandel und Weinanbau. Des weiteren gibt es diverse Museen, die Antiquitäten, Kunstwerke und Skulpturen ausstellen.

Madeira Story Center

Gerade zu Beginn des Urlaubs empfiehlt es sich das interaktive Madeira Story Centre Museum in Funchal aufzusuchen. So kann man sich einerseits über die vulkanische Entstehung der Insel als auch die Entstehung der Kultur Madeira Wissen aneignen.

Im Madeira Story Centre Museum werden die wichtigsten geschichtlichen Geschehnisse erzählt und schrittweise über die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Madeira informiert. Dabei dürfen natürlich die Legenden rund um die Insel nicht fehlen. Umfangreiches Wissen können sich die Besucher über die Infotafeln einholen. Um Erschöpfung durch die Menge des Lesestoffes vorzubeugen, sind bei der Museumserkundung mehrere Sinne gefordert. Spiele fordern den Einsatz des Besuchers und über Geräusche sowie Gerüche wird man in die entsprechende Zeitspanne versetzt. Auf diese Weise ist auch für Kinder der Aufenthalt im Madeira Story Centre Museum ein Erlebnis. Neben dem Museum befindet sich noch ein Themencafé mit Panoramaterrasse und ein Souvenirladen im Gebäude.

Anfahrt: Sie gelangen zum Madeira Story Centre Museum mit den Buslinien 7, 22, 29, 30, 36A, 37, 39 und 47

Adresse:
Rua Dom Carlos I 27-29
9060-051 Funchal
Madeira
Tel.: +351 291 000 770
E-Mail: info@storycentre.com

Öffnungszeiten: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr täglich auch an Wochenenden und Feiertagen (ausgenommen dem 25.12)

Eintrittspreise:
Erwachsene: 9,60 Euro
Kinder (4 bis 14): 4,80
Kinder unter 4 Jahren: frei

Museu de Arte Sacra

In dem ehemaligen Bischofssitz Funchals aus dem 18. Jahrhundert ist heute das bekannte Kunstmuseum Museu de Arte Sacra untergebracht. In dem drei Stockwerke umfassenden Gebäude gibt es Bilder, Schmuckstücke und Skulpturen zu sehen. Das Museum Museu de Arte Sacra präsentiert seinen Besuchern einige flämische Gemälde aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die in ganz Europa als Rarität gelten. Diese Kunstwerke erfreuten sich früher großer Beliebtheit - vermögende Landbesitzer ließen sie in ihren privaten Kapellen oder Herrenhäusern anbringen. Unter den ausgestellten Werken sind Künstler wie zum Beispiel Dirk Bouts, Jan Provost und Joost van Cleve vertreten. Des weiteren befindet sich eine Holzskulptur von Christus aus dem 16. Jahrhundert im Museum. Aber auch portugiesische Kunstwerke vom 16. bis 18. Jahrhundert gehören zur Ausstellung.

Adresse:
Museu de Arte Sacra
Rua do Bispo 21
Funchal
Madeira

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag: von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und 14:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Sonntag: von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Montags und an Feiertagen: geschlossen

Casa Museu Frederico de Freitas

Die Geschichte des Museums Casa Museu Frederico de Freitas beginnt bei Frederico Cunha de Freitas, einem Jurist und lebenslangen Sammler. Viele Jahre lebte er in der Casa de Calçada aus dem 18. Jahrhundert und hinterließ nach seinem Tod die unbezahlbaren Schätze aus seiner Sammlung. So entwickelte sich aus seiner Sammlerleidenschaft das Museum Museu Frederico de Freitas.

Nebst antiken Möbeln und religiösen Gemälden werden den Besuchern handgemalte Azulejos, unter anderem aus Persien und der Türkei, präsentiert sowie Einblicke in die Geschichte dieser dekorativen Keramikkacheln gegeben. Holzskulpturen aus dem fernen Osten und Nordafrika sowie Porzellangegenstände, von Blumenvasen bis zur „einfachen“ Teekanne, gehören mit zur Sammlung. Nicht selten stößt man beim Museumsbesuch auf Studentengruppen oder auf vereinzelte Antiquitätsliebhaber. Ein kleines Museumscafé bietet Erfrischungsgetränke, Tee und Kaffee an.

Adresse:
Casa Museu Dr. Frederico de Freitas
Calçada de Santa Clara 7
9000 Funchal
Telefonnummer: +351 91 22 05 78

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag: von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr Montags und Sonntags: geschlossen

Instituto do Vinho da Madeira

Jedes gute Fläschchen Madeira wein, den die Urlauber während ihres Inselaufenthaltes genießen, geht vor dem Verkauf durch die Kontrolle des Weininstituts Instituto do Vinho da Madeira. Ihm obliegt die Verantwortung für alles, was mit der Produktion von Madeira wein zusammenhängt, zum Beispiel die Qualitätskontrolle der Weine. Allein schon wegen des Anwesens ist ein Besuch empfehlenswert.

Das Gebäude des Instituto do Vinho da Madeira mit dem beeindruckenden, hohen Wachturm wurde vom britischen Konsul Henry Veitch entworfen. Das Museum des Weininstitus ist über den zentral gelegenen Innenhof zugänglich. Über Bilder und Fotografien wird die Geschichte der Weinproduktion erzählt, so wie zum Beispiel die Geschichte der sogenannten „Betrunkenen Männer“. Sie transportierten den in Ziegenleder gefüllten Wein von der Herstellungsstätte in die Stadt und als Motivation, ihren beschwerlichen Weg fortzusetzen, genehmigten sie sich dann und wann ein kleines Schlückchen. Ebenso sind Maschinen zur Weinproduktion ausgestellt wie Korkmaschinen, Weinpressen als auch die typischen Körbe, die bei der Weinlese zum Einsatz kamen. Zusammenfassend wird der Wandel bei der Herstellung von Wein veranschaulicht, von vorwiegend Holzmaschinen bis hin zu modernen, hochtechnologisierten Methoden heute.

Adresse:
Instituto do Vinho da Madera
Rua 5 de Octubro 78
9000Funchal
Telefonnummer: +351 91 22 46 00

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
An Wochenenden und Feiertagen: geschlossen

Museu Cidade do Açucar

Ein Museum, welches die prägende Zeit des Zuckerhandels beleuchtet darf auf Madeira nicht fehlen. Als die Stadt sozusagen noch in den Kinderschuhen steckte, war der Zuckerhandel einer der wichtigsten wirtschaftlichen Sektoren bevor er von der Weinproduktion abgelöst wurde. Das Museum Museu Cidade do Açucar verfolgt eine chronologische Linie mit dem Auf- und Abstieg des Zuckergeschäfts. Die Ausstellung zeigt Zuckerformen, die Gewichte und Wagen, die zum Abwiegen notwendig waren. Kurzum, es werden sämtliche Gegenstände gezeigt, die im Zusammenhang mit diesem Wirtschaftszweig standen. Auf den Resten eines Wappen aus dem 16. Jahrhundert wird die Bedeutung des Zuckerhandels erkennbar – eine Zuckerrohrpflanze ist darauf abgebildet.

Adresse:
Câmara Municipal do Funchal
Praça Colombo 5
9000 Funchal
Telefonnummer: 351 91 23 69 10

Öffnungszeit:
Montag bis Freitag: von 10:00 Uhr bis 12:30 und von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintrittspreis für Erwachsene 2 Euro 

Weitere Museen

Das Museum Museu de Arte Contemporânea ist ein zeitgenössisches Kunstmuseum in der Nähe der Festung Fortaleza de São Tiago.

Öffnungszeit:
Dienstag bis Samstag: von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Montags und Sonntags: geschlossen
Telefonnummer: 351 91 22 64 56

Das Museum Museu Henrique e Francisco Franco ist ein Kunstmuseum mit Werken der beiden Brüder.

Adresse: Rua João de Deus 13
Funchal

Öffnungszeit: Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstags, Sonntags und an Feiertagen: geschlossen

Das Museum Museu Photografia Vicentes präsentiert Fotografien von Vicente Gomes da Silva.

Adresse:
Rua da Carreira 43
Funchal

Öffnungszeit:
Dienstag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Montag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen: geschlossen 

Im Museum Museu Municipal finden Sie eine Sammlung wichtiger Fundstücke der Flora und Fauna Madeiras.

Adresse:
Rua da Mouraria 31
Funchal

Öffnungszeit:
Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Montags: geschlossen
Telefonnummer: 351 91 22 97 61

Das Museum Museu Quinta das Cruzes zeigt Antiquitäten aus privater Sammlung zum Beispiel Porzellan- und Silbergegenstände.

Adresse:
Calçada do Pico 1
Funchal

Öffnungszeit:
Dienstag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Sonntag: von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
An Montagen und Feiertagen: geschlossen 

Im Museu Universo de Memórial wird das Leben von João Carlos Abreu, dem ehemaligen Regionalsekretär für Kultur und Tourismus, behandelt.

Adresse:
Calçada do Pico 2-4
Funchal

Öffnungszeit:
Dienstag bis Samstag von 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Sonntags: von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
An Montagen und Feiertagen: geschlossen

Das Museu da Electricidade zeigt elektrische Geräte und Maschinene und vermittelt dem Besucher die Geschichte der Elektrizität auf Madeira.

Adresse: Rua Casa da Luz 2
Funchal
Telefonnummer: 351 91 233 900

Öffnungszeit: Dienstag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Montags und Sonntags: geschlossen

Im Museu do Bringquedo, dem Spielzeugmuseum, werden Kindheitserinnerungen an das gute alte Spielzeugauto oder die erste Puppe, die man geschenkt bekam, wieder geweckt.

Adresse
Rua de Levada dos Barreiros 48
Funchal

Öffnungszeit:
Dienstag bis Samstag 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Sonntag: 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Montags: geschlossen