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Sete Cidades
Sete Cidades befindet sich innerhalb eines Vulkankessels, in dem auch zwei Seen liegen. Diese Seen sind der größte Anzugspunkt der Gegend für Besucher und gleichzeitig ein besonderes Highlight der Insel São Miguel.
Vista do Rei
Besucht man den See Sete Cidades kommt man fast unumgänglich am Aussichtpunkt Vista do Rei (Ausblickspunkt des Königs) vorbei. Dieser befindet sich auf dem Rand des Kraters. Von dort aus hat man den schönsten und ungestörtesten Blick auf die Seen. Auch startet von diesem Punkt aus eine Wanderroute, die die Caldera mit ihren etwa 12 Kilometern Umfang umrundet.
Lagoa Azul und Lagoa Verde
Sete Cidades ist eine Caldera -kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs- mit einem gleichnamigen See. Der See ist rund 4,3 Quadratkilometer groß und teilt sich in zwei Teile auf, die durch einen schmalen Kanal miteinader verbunden sind. Von Nordwesten bis Südosten ist der See rund fünf Kilometer lang und etwa zwei Kilometer breit.
Die Besonderheit des Sees ist, dass er vom Kraterrand in etwa 500 Meter Höhe in zwei Farben strahlt. Die eine Hälfte mit Namen Lagoa Azul erscheint durch die Reflexion des Himmels blau, während der andere Teil, der Lagoa Verde, durch die Natur ringsum grün wirkt.
Um die Entstehung der Seen und ihrer unterschiedlichen Färbung rankt sich eine romantische Legende. Diese besagt, dass sich vor langer Zeit im Königreich der Sete Cidades die schöne Königstochter in einen Schäfer verliebte. Als der König davon zu hören bekam, verbot er die Liebe der beiden, da die Prinzessin einem wohlhabenden Jüngling versprochen war. Einen letzten Abschied erlaubte er seiner Tochter. Als diese ihrem Auserwählten Lebewohl sagen musste, weinten die Verliebten so sehr, dass sich aus ihren Tränen die beiden Seen bildeten. Einer davon ist blau, durch die blauen Augen der Prinzessin, der andere grün, aufgrund der Augenfarbe des Schäfers.
Tatsächlich entstanden die Seen durch mehrere Vulkan-Eruptionen im Verlauf von rund 20.000 Jahren. Diese erschufen die im Schnitt 500 Meter hohen Wände der Caldera. Der Krater von Sete Cidades ist hingegen gerade mal 500 Jahre alt. Im Jahr 1444 gab es eine gewaltige Explosion bei der die Spitze des etwa 1.200 Meter hohen Berges weggesprengt wurde. Nach und nach füllte der sich dadurch entstandene Krater mit Wasser. Der Krater ist der größte der gesamten Azoren.
Heute sind sie eine der schönsten Attraktionen, die die Natur auf den Azoren zu bieten hat, und ein viel besuchtes Ausflugsziel für Touristen.